Schraubzwingen fixieren einen Rahmen
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7 wirklich wichtige Werkzeuge, die jeder unbedingt braucht

Jan Krutzsch

Bild aufhängen, Loch bohren, Schraube festdrehen – habt ihr für solch alltägliche Arbeiten das passende Werkzeug? Wir zeigen euch, welche sieben Werkzeuge jeder unbedingt braucht. Und wir verraten euch ein paar Tricks, was ihr mit diesen Werkzeugen so alles anstellen könnt.

Ob Mieter oder Hausbesitzer, für viele kleine und mittlere Handwerksarbeiten braucht ihr das richtige Werkzeug. Stellt sich die Frage: Welche Werkzeuge benötige ich, um die grundlegendsten Arbeiten zu erledigen?

Wir verraten euch, welche sieben Werkzeuge Hausbesitzer wirklich brauchen. Außerdem erfahrt ihr hier ein paar Tricks, die euch bei der Arbeit mit diesen Werkzeugen bestimmt weiterhelfen.

1. Der Akkuschrauber

Der Klassiker schlechthin. Fragt man zehn Handwerker nach dem wichtigsten Werkzeug, nennen neun davon als erstes den Akkuschrauber. Kaum ein Gerät nimmt Handwerkern und Heimwerkern mehr Arbeit ab.

Vom Mini-Schrauber mit integriertem Akku bis hin zum Arbeitstier mit 18 Volt und Schlagbohrfunktion gibt es beinahe unzählige Varianten zu kaufen. Deshalb steht der Akkuschrauber auch ganz am Anfang unserer Liste der Werkzeuge, die jeder unbedingt braucht.

Vorteile des Akkuschraubers

  • eignet sich für eine Vielzahl von Arbeiten, wie Schrauben und Bohren
  • kann überall hin mitgenommen werden, da er keinen Stromnetzanschluss benötigt
  • gibt es in verschiedenen Ausführungen für fast alle Anwendungszwecke
  • ist relativ günstig (Preise ab etwa 50 Euro aufwärts)

Nachteile des Akkuschraubers

  • Ist der Akku leer, heißt es warten, bis er wieder voll aufgeladen ist. Daher empfehlen wir auf jeden Fall einen Wechselakku.
  • Aufgrund der geringeren Drehzahlen eignet er sich nur für das Bohren in weicherem Material wie Holz.
  • begrenzte Lebensdauer bei Modellen mit fest verbautem Akku

Der Wohnglück Akkuschrauber-Tipp

Mit einem Waschschwamm-Aufsatz oder auch einer Waschbürste mutiert der Akkuschrauber zum Felgen-Putzmonster. Alufelgen können so schnell und effektiv von unschönem Bremsstaub befreit werden.

Ein Akkuschrauber bei der Arbeit
Der Akkuschrauber ist Handwerkers Liebling. Auf kein anderes Gerät möchten sowohl Profis als auch Hobby-Handwerker eher verzichten. © iStock

2. Ein vollständiger Satz Schraubendreher

Der Urahn des Akkuschraubers ist der Schraubendreher. Ein vollständiger Satz Schraubendreher sollte in keinem Haushalt fehlen. Es gibt die verschiedensten Varianten: Klein, groß, aus Plastik, mit Holzgriff, magnetisch, anti-statisch und noch viele mehr.

Vorteile des Schraubendrehers

  • bei dafür vorgesehenem Gebrauch praktisch unzerstörbar
  • Es gibt für jede Schraube den passenden Schraubendreher, auch für exotische Schraubenformate wie Pentalob.
  • ohne Elektrizität immer und überall nutzbar
  • Auch feinste Arbeiten mit minimalem Kraftaufwand können damit erledigt werden, beispielsweise bei Uhrmechaniken.

Nachteile des Schraubendrehers

  • Muss mit Handkraft bedient werden, gerade bei vielen Schrauben kann das mühsam werden.

Der Wohnglück Schraubendreher-Tipp

Ist der Schraubenkopf ausgeleiert und will der Schraubendreher nicht richtig greifen, hilft oft ein flaches Gummiband. Das Band legt ihr einfach zwischen Schraubendreher und Schraube und erhöht so die Reibung. Viele Schrauben lassen sich dann wieder lösen.

Schraubendreher am Fensterrahmen
Mit einem Schraubendreher lassen sich vor allem filigrane Arbeiten sehr gut ausführen. © iStock

3. Die Bohrmaschine

Bohrmaschinen gibt es bereits seit der Antike. Natürlich nur ohne Strom. Moderne Bohrmaschinen dagegen sind wahre Alleskönner – mit hoher Drehzahl, viel Drehmoment und optionaler Schlagbohrfunktion dringen sie auch in härteste Materialien wie Beton und Stahl ein. Beim Bohren mit Schlag bewegt sich der Bohrer zusätzlich zur Rotation auch horizontal und verstärkt so den Andruck auf das zu bohrende Material.

Vorteile der Bohrmaschine

  • bohrt auch in härteste Materialien
  • leicht zu bedienen und zu handhaben
  • Durch die Möglichkeit, Drehzahl, Drehmoment und Schlag zu regulieren, sind gute Maschinen für viele verschiedene Materialien verwendbar.

Nachteile der Bohrmaschine

  • Durch das Stromkabel ist die Bohrmaschine nicht so flexibel einsetzbar.
  • relativ unhandlich
  • verbraucht viel Strom

Der Wohnglück Bohrmaschinen-Tipp

Mit einem Bohrständer erweitert man den Einsatzbereich einer Bohrmaschine immens. Mit einer Tischbohrmaschine ist Verwackeln oder Abrutschen nicht möglich. So ist absolut präzises Arbeiten ohne Toleranzen möglich. Wer viel bohrt, für den rechnet sich die Anschaffung eines Bohrständers sehr schnell.

Ein Bohrmaschine im Bohrständer
Im Bohrständer eingespannt, ermöglicht eine Bohrmaschine absolut präzises arbeiten. © iStock

4. Die Schraubzwinge

Schraubzwingen gibt es in unglaublicher Vielfalt, Form und Größe. Im Schiffsbau werden Zwingen genutzt, die mehrere Meter groß sein können. Im Modellbau sind es Zwingen von wenigen Millimetern. Dabei ist für den Hand- und Heimwerker die Schraubzwinge oft die "dritte Hand", die hilft, falls niemand anders anwesend ist. Also definitiv ein Werkzeug, dass jeder braucht.

Vorteile der Schraubzwinge

  • Schraubzwingen sind universal einsetzbar, egal ob im Haus, Garten, am Boot, am Auto oder beim Modellbau.
  • Schraubzwingen sind oftmals der Ersatz für einen Helfer als dritte oder sogar vierte Hand.
  • mit Schraubzwingen können Verbindungen sehr fest fixiert werden, es kann aber auch mit viel Gefühl bei empfindlichen Materialien gearbeitet werden.

Nachteile der Schraubzwinge

  • Gerade große Zwingen nehmen bei Nichtgebrauch viel Lagerfläche ein.
  • Schraubzwingen in guter Qualität sind relativ teuer, da das Material hohen Belastungen standhalten muss.
  • Schraubzwingen sind recht unhandlich und je nach Werkstück nur mit ziemlich viel Kraftaufwand zu bedienen.

Der Wohnglück Schraubzwingen-Tipp

Ein guter Rat von vielen Profis: Wichtig beim Kauf ist die Qualität der Produkte, da Schraubzwingen großen Kräften ausgesetzt sein können. Hier gilt definitiv: Wer billig kauft, kauft zweimal!

Schraubzwingen fixieren eine Trommel
Schraubzwingen gibt es für beinahe jeden Einsatzzweck. © iStock

5. Die Wasserpumpenzange

Eine gute Zange ist im Haushalt durch nichts zu ersetzen. Nicht nur Verbindungen können mit ihr gelöst werden, auch Dübel werden mit ihr aus der Wand gezogen oder Nägel aus Brettern. Es gibt Zangen, mit denen Kabel abisoliert und gekrimpt werden und vieles mehr. Dafür benötigt man dann allerdings die jeweilige Spezialzange.

Wir raten euch zu einer Wasserpumpenzange. Mit ihr können vielfältige Aufgaben durchgeführt werden. Die Wasserpumpenzange ist übrigens nicht zu verwechseln mit der Rohrzange, auch wenn dieser Begriff meist für beide Zangenarten verwendet wird. Eine Rohrzange wird mit einer Rändelschraube fix auf einen Durchmesser eingestellt und kann durch die spezielle Form der Backen nicht abrutschen. Sie ist meist größer und schwerer und wird speziell in der Sanitärtechnik eingesetzt. Die Wasserpumpenzange lässt sich leicht über ein Rastersystem in der Maulweite verstellen und fasst so alle gängigen Größen an Muttern und Muffen.

Vorteile der Wasserpumpenzange

  • Durch die Maulweitenverstellung ist eine Wasserpumpenzange sehr universell einsetzbar – vom Lösen von Muttern und Muffen bis hin zu Greif- und Kneifarbeiten wie dem Herausziehen von Dübeln aus der Wand.
  • Modelle mit stufenloser Verstellung lassen sich besonders fein verwenden.
  • Eine gute Wasserpumpenzange ist unkaputtbar – einmal gekauft hält sie ein Heimwerkerleben lang.

Nachteile der Wasserpumpenzange

  • Durch die Form des Zangenkopfes ist sie nicht so gut für filigrane Arbeiten geeignet.
  • Eine Wasserpumpenzange ist kein leichtes Werkzeug.

Der Wohnglück Wasserpumpenzangen-Tipp

Bei Arbeiten an empfindlichen Oberflächen, sollte man einen Lappen zwischen die Backen der Zange und dem Material legen. So schützt man das Bauteil vor unschönen Kratzern. Ein Beispiel dafür ist der Steuerkopf beim Fahrrad. Dieser ist häufig lackiert und verkratzt beim Festziehen.

Ein Werkzeug, das jeder unbedingt braucht: eine Wasserpumpenzange
Die Wasserpumpenzange ist der Tausendsassa unter den Zangen dank verstellbarer Maulweite. © iStock

6. Der Schleifer oder das Schleifgerät

Der Schleifer ist ein zu Unrecht häufig verkanntes Werkzeug. Dabei darf er auf keinen Fall in der Liste der Werkzeuge, die jeder unbedingt braucht, fehlen. Es gibt für die verschiedenen Zwecke die unterschiedlichsten Schleifgeräte. Bandschleifer, Delta-Schleifer, Exzenterschleifer und Schwingschleifer sind nur einige der Geräte, die es auf dem Markt gibt.

Vorteile des Schleifgerätes

  • Schleifen von Hand ist unglaublich mühsam, der Schleifer nimmt einem diese Arbeit zum Großteil ab.
  • Mit verschiedenen Aufsätzen können sehr vielfältige Aufgaben bewältigt werden, von Holzschliff über Metallschliff bis hin zu Polierarbeiten.

Nachteile des Schleifgerätes

  • Ohne entsprechende Absaugvorrichtung machen Schleifgeräte sehr viel Staub und Dreck.
  • Die Geräte sind bauartbedingt sehr laut.
  • Die Handhabung ist kompliziert – schnell können Laien sich verschleifen und unschöne Rillen oder Kanten produzieren.
  • Schleifgeräte sind nicht ungefährlich, Bandschleifer raspeln beispielsweise blitzschnell Fingerkuppen ab.

Der Wohnglück Schleifgeräte-Tipp

Mit oszillierenden Geräten könnt ihr nicht nur schleifen, sondern auch nachträglich Flächen sägen, fräsen, schaben oder schneiden. Der Begriff "Oszillation" beschreibt die Wirkungsweise des Werkzeuges. Es rotiert nicht, sondern schwingt zwischen zwei Endpunkten, ähnlich wie eine Gitarrenseite. Das Werkzeug bewegt sich also mit mehreren tausend Schwingungen pro Minute.

Der große Vorteil dieses Systems ist, dass es auf engstem Raum und in jeder Lage oder Stellung immer gleich gut funktioniert. Der bekannteste Vertreter ist der Fein Multimaster. Ihn gibt es sogar mit Akku.

Schwingschleifer bei Schleifen eines Holztisches
Holzflächen bearbeitet man am besten mit einem Schwingschleifer. © iStock

7. Das Klebeband

MacGyver lässt grüßen: Unsere Top 7 der Werkzeuge, die wirklich jeder Hausbesitzer braucht, wird vom guten alten Klebeband abgeschlossen. Und das ist in wirklich jedem Haushalt unverzichtbar. Der Alleskönner unter den Klebebändern ist das Gewebeband, auch bekannt als Panzertape, Gaffa-Tape oder Duck-Tape. Aber es gibt auch andere Spielarten wie das Kreppband, das Paketband und viele mehr.

Vorteile von Klebeband

  • Mit Klebeband lassen sich Dinge ganz schnell fixieren.
  • Mit Kreppband werden bei Malerarbeiten Fußleisten, Steckdosen und ähnliches zugeklebt und geschützt.
  • Klebeband kann auch eine Schraubzwinge ersetzen, wenn beispielsweise Werkstücke geleimt werden müssen, die sich mit einer Zwinge nicht fixieren lassen.
  • Panzertape dichtet Schläuche und Rohre bei Bedarf notdürftig ab, bis Ersatz da ist (manchmal auch länger...).
  • Ihr könnt mit Isolierband Kabel isolieren.

Nachteile von Klebeband

  • Der einzig echte Nachteil von Klebeband und speziell von Gewebeband ist die schlechte Umweltverträglichkeit.

Der Wohnglück Klebeband-Tipp

Egal, welche Arbeiten ihr vorhabt: Nehmt dafür unbedingt Gewebeband mit. Selbst Astronauten haben das Panzertape auf dem Mond bereits zur Reparatur eines Mondfahrzeugs genutzt.

Gewebeband zum Verkleben von Fußbodenisolation
Nur ein Einsatzzweck: Eine Trittschalldämmung wird mit Gewebeband verklebt. © iStock

Fazit: Diese Werkzeuge braucht wirklich jeder

Mit Akkuschrauber, Schraubzwinge, Klebeband und den anderen hier erwähnten Werkzeugen kommt ihr bei euren Projekten schon einmal richtig weit. Wenn es dann aber ins Detail geht, kann nur das eine oder andere speziellere Werkzeug weiterhelfen.

Eine detailreichere Auflistung welche Werkzeuge in euren Werkzeugkasten gehören und viele weitere Infos findet ihr in diesem Artikel:

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