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Diese Werkzeuge gehören in einen Werkzeugkasten

Dirc Kalweit

Level: Für Einsteiger

Welche Werkzeuge sollten in keinem Werkzeugkasten fehlen? Wir zeigen euch die Grundausstattung für verschiedene Handwerkertypen und geben euch grundsätzliche Werkzeugtipps an die Hand.

Fast jeder von uns hat sich schon einmal mehr oder weniger intensiv als Heimwerker betätigt. Doch egal ob Hobbybastler oder Halbprofi, eines haben alle gemeinsam: Ohne das richtige Werkzeug geht gar nichts. Doch was heißt eigentlich "richtig"?

Was idealerweise in einen Werkzeugkasten gehört, darüber lässt sich gut streiten. Zum einen kommt es darauf an, was eigentlich bearbeitet werden soll. Zum anderen geht es auch beim Werkzeug um persönliche Vorlieben.

Werkzeugkasten für Anfänger, ambitionierte Heimwerker und Profis

Wir haben dennoch den Versuch gewagt und unseren perfekten Werkzeugkasten in drei Kategorien eingeteilt: "Basis" für die häufigsten Gelegenheitsarbeiten, "Mittel" für den ambitionierten Heimwerker und "Premium" für alle, die schon (fast) im Profibereich tätig sind.

Natürlich ließe sich die Liste beliebig verlängern. So fehlen dem einen vielleicht die Schraubzwingen, andere kommen nicht ohne Feilen oder Fuchsschwanz aus. Diskussionswürdig ist auch, ob zum Beispiel eine Wasserwaage und/oder eine Bohrmaschine nicht schon zur Grundausstattung gehören. Die Grundbedürfnisse sind aber unserer Meinung nach bestens bedient.

Das gehört in den idealen Werkzeugkasten

  • Werkzeuge BASIS
  • Werkzeuge MITTEL
  • Werkzeuge PREMIUM
  • B1: (Schlosser-)Hammer
  • M1: Inbusschlüssel
  • P1: Laser-Entfernungsmesser
  • B2: Zollstock/Gliedermaßstab
  • M2: Satz Steckschlüssel inklusive Ratsche
  • P2: Digital-Multimeter
  • B3: Schraubendreher (Schlitz und Kreuzschlitz)
  • M3: Bohrhammer
  • P3: Feuchtigkeitsmesser
  • B4: Zangen (Flach- und Kombizange)
  • M4: Schwingschleifer
  • P4: Trennjäger (Winkelschleifer)
  • B5: Bügelsäge
  • M5: Stichsäge
  • B6: Cuttermesser
  • M6: Wasserwaage
  • B7: Schraubenschlüssel
  • M7: Wasserpumpenzange
  • B8: Handschleifer und Schleifpapier
  • M8: Akkuschrauber
  • B9: Standardspachtel
  • M9: Phasenprüfer
  • M10: Seitenschneider

Werkzeugkasten: Die ideale Ausstattung für Anfänger, Hobby-Handwerker und Profis.

Nur qualitativ gutes Werkzeug sollte in den Werkzeugkasten

Allgemein gilt, dass beim Werkzeugkauf Qualität das oberste Gebot ist. Zum Beispiel beim Schraubendreher (oder -zieher). Beim Billigprodukt sind die Blasen an der Hand vorprogrammiert. Vernünftige (Flach- und Kreuzschlitz-)Schraubenzieher mit einem gut geformten, rutschfesten Griff schonen die Finger und sparen eine Menge an Kraftaufwand. Die Arbeit geht so im wahrsten Sinne des Wortes leichter von der Hand, und niemand ärgert sich über ruinierte Schraubenköpfe.

Auch bei Hämmern sind die Unterschiede groß. Hier geht es um das Gewicht (200 bis 400 Gramm sind für den Normalgebrauch empfehlenswert) und die Verarbeitung. Ein guter Hammer ist daran zu erkennen, dass der Hammerkopf mit einem Keil am Stiel gesichert ist.

Akkubohrschrauber: Amperestunden wichtiger als reine Voltzahl

Akkuschrauber von Makita
Wer schon mal per Hand diverse Schrauben rausgedreht hat, der weiß einen guten Akkuschrauber zu schätzen. Wichtiges Leistungsmerkmal sind hier die Amperestunden (Ah). © Makita/Obi

Beim Kauf von Elektrowerkzeugen solltet ihr euch vorher über die Verwendung im Klaren sein. Wer viel schraubt und nur wenig bohrt, dem reicht ein Akkubohrschrauber. Entscheidend für die Leistung eines guten Akkubohrschraubers ist aber nicht zwingend die Voltzahl, sondern die in Amperestunden (Ah) gemessene Akkuleistung. Hier gilt: je höher, desto besser. Einen (wechselbaren) Ersatzakku und ein Zweiganggetriebe sollte das Gerät ebenfalls haben.

Bohrmaschine oder Bohrhammer?

Braucht es mehr Kraft, um zum Beispiel ein sauberes Loch ohne große Kraftanstrengung in eine Betonwand zu bohren, hilft ein Bohrhammer. Sein pneumatisches Hammerwerk erleichtert die Arbeit im Vergleich zu einer herkömmlichen (Schlag-)Bohrmaschine ungemein.

Für einen Bohrhammer sind allerdings spezielle, so genannte SDS-Bohrer nötig. Sie werden nicht ins Bohrfutter eingespannt, sondern rasten automatisch ein. Wer seine alten Bohrer weiterbenutzen möchte, benötigt dafür einen Adapter. Es gibt allerdings auch Modelle, die beide Bohrertypen ohne Adapter aufnehmen können.

SDS plus-Bohrerset
SDS plus-Bohrer gibt es oft im Set zu kaufen. Der Vorteil dieser Bohrer: Sie werden ohne Zusatzwerkzeug in den Bohrhammer eingeklickt. © Bosch/Obi

Wichtige Hilfsmittel: Das sollte im Werkzeugkasten auch nicht fehlen

Gutes Werkzeug ist die eine Sache. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche Hilfsmittel, die euch die Arbeit enorm erleichtern und die ihr deshalb auch noch in eurem Werkzeugkasten unterbringen solltet:

  • Silikonspray: Macht festgefressene Schrauben wieder gängig und schmiert alles, was geschmiert werden muss.
  • Taschenlampe: Es gibt immer mal wieder dunkle Ecken, die ihr vor dem ersten Einsatz erst einmal gründlich einsehen müsst,
  • Erst-Hilfe-Kasten: Für den Fall der Fälle sollte der immer dabei sein. Tipp: Kauft euch einen Kfz-Verbandskasten.
  • Schere: Ob Kabelbinder schneiden oder Draht kappen, eine Schere ist ein echter Alleskönner.
  • Klebstoff: Alleskleber, Holzleim oder Sekundenkleber: Zum Fixieren immer zu gebrauchen. Dazu gehören dann auch Malerkrepp, Isolierband und Gewebeklebeband (Panzerband).

Und, wie sieht dein idealer Werkzeugkasten aus? Fehlt etwas Entscheidendes? Oder findest du sogar etwas überflüssig? Diskutiere gerne mit uns und anderen auf unserer Facebook-Seite von Wohnglück.

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