Mann hakt auf einem Klemmbrett etwas ab, steht vor einem offenen Schaltkasten
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Photovoltaik: Diese 5 Dinge müsst ihr tun, wenn die PV-Anlage läuft

Claudia Lindenberg

Level: Für Einsteiger

Vor der Inbetriebnahme einer PV-Anlage gibt es einige Formalitäten zu beachten. Wir sagen euch, worauf ihr achten müsst und was ihr nicht vergessen dürft.

Eure Photovoltaikanlage ist fast fertig installiert? Dann müsst ihr daran denken, dass ihr nach der Inbetriebnahme auch einige Formalitäten erledigt. Wir zeigen euch, was ihr tun müsst, wenn die Anlage erst einmal läuft.

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1. Netzbetreiber informieren

Der Fachbetrieb, der eure Anlage installiert hat, meldet die Anlage beim Stromnetzbetreiber an. Dieser ist dann euer Ansprechpartner, wenn es um die Einspeisung des von eurer Anlage erzeugten Stroms ins öffentliche Stromnetz geht. Ihr müsst die Zählerdaten melden und Rechnungen an den Netzbetreiber über den eingespeisten Strom schreiben. Diese Aufgabe könnt ihr aber auch dem Netzbetreiber übertragen, der hierfür ein kleines Entgelt nimmt.

2. Anlage bei der Bundesnetzagentur anmelden

Als Betreiber müsst ihr eure Photovoltaikanlage bei der Bundesnetzagentur anmelden. Dazu seid ihr gesetzlich verpflichtet – und nur dann erhaltet ihr auch die Einspeisevergütung für den Strom, den ihr selbst nicht verbraucht. Das solltet ihr spätestens mit der Inbetriebnahme der Anlage, besser noch frühestens zwei Wochen davor erledigen.

3. Anlage im Marktstammdatenregister eintragen lassen

Ob Photovoltaikanlage oder Batteriespeicher – beides müsst ihr bei der Bundesnetzagentur in das Marktstammdatenregister eintragen lassen, das bis Ende Januar 2019 als Anlagenregister bezeichnet wurde. Auch die Stilllegung der Anlage oder einen Betreiberwechsel oder technische Änderungen an der Anlage müsst ihr dort melden.

4. Steuerliche Behandlung der Anlage klären

Als Privathaushalte, der Strom in das Netz einspeist, geht ihr einer gewerblichen Tätigkeit nach. Ein Gewerbe müsst ihr üblicherweise nicht anmelden, aber ihr seid verpflichtet, das Finanzamt zu informieren.

Hierfür müsst ihr den “Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ ausfüllen. Als Betreiber kleinerer Photovoltaik-Anlagen habt ihr die Wahl zwischen der Regelbesteuerung und der Kleinunternehmerregelung – sofern der Umsatz im ersten Jahr unter 17.500 Euro und im Folgejahr unter 50.000 Euro liegt. Damit erspart ihr euch den Verwaltungsaufwand für das Ausweisen und Abführen der Umsatzsteuer, aber ihr könnt euch dann auch nicht die Mehrwertsteuer für die Anlagekosten zurückholen. Welche Variante für euch besser passt, solltet ihr im Zweifelsfall mit einem Steuerberater besprechen.

5. Anlagenpass ausstellen lassen

Die Verbraucherzentralen empfehlen Anlagenbetreibern, sich vom Fachbetrieb, der die Anlage installiert hat, einen Anlagenpass zu besorgen. Sowohl der Photovoltaik-Anlagenpass als auch der Speicherpass des Bundesverbands Solarwirtschaft e.V. (BSW) kommt dafür infrage. Mit diesem Pass dokumentiert der Fachbetrieb, der eure Anlage installiert hat, dass sie nach dem Stand der Technik geplant und montiert wurde. Zum Pass gehört auch eine Vorlage für das Abnahmeprotokoll.

Ihr spielt noch mit dem Gedanken, euch eine Photovoltaik-Anlage anzuschaffen? Dann empfehlen wir euch noch folgenden Info-Artikel:

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