Garten mit immergrünen Bäumen und Sträuchern
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7 immergrüne Bäume für euren Garten

Katharina Schneider

Im Sommer erstrahlen viele Gärten im schönsten Grün, im Winter jedoch wirken sie ohne das Laub eher trist. Immergrüne Bäume können auch in der kalten Jahreszeit Leben in den Garten bringen. Wir stellen euch sieben immergrüne Bäume für euren Garten vor.

Immergrüne Bäume im Garten haben viele Vorteile. Sie bieten nicht nur Sichtschutz über das ganze Jahr hinweg. Sie machen den Garten auch im Winter, wenn alles verblüht und verwelkt ist, viel freundlicher.

Natürlich entledigen sich viele Pflanzen und Bäume nicht umsonst im Winter ihres Laubes. Anders würden die meisten Laubbäume die kalte Jahreszeit nicht überstehen – die Bäume können ihre Blätter bei Frost nur in den wenigsten Fällen versorgen.

Nadelbäume haben dieses Problem nicht – sie sind von Natur aus vor Frost geschützt. So gibt es zwar durchaus viele immergrüne Sträucher und Laubbäume – doch die kommen meistens in tropischeren Gegenden vor und würden die mitteleuropäischen Winter nicht überstehen.

Dennoch gibt es hübsche, immergrüne Nadelbäume aber auch immergrüne Sträucher, die unsere Winter problemlos überstehen. Und einige wenige Laub-Ausnahmen gibt es auch.

Wir stellen euch sieben immergrüne Bäume für euren Garten vor.

1. Immergrüne Bäume: Wintergrüne Eiche

Wintergrüne Eiche
Die Wintergrüne Eiche hält Temperaturen bis -15 Grad aus und ist daher etwas für Gegenden mit eher milden Wintern. © CC BY-SA 4.0 – Fischer H.

Die wintergrüne Eiche (Quercus turneri 'Pseudoturneri'), auch Turners Eiche genannt, ist aus einer Kreuzung von Steineiche und Stieleiche entstanden. Es gibt sie schon seit dem 18. Jahrhundert. Ihre immergrünen Blätter sind ledrig, dunkelgrün und haben die typische Eichenform. Der immergrüne Baum blüht von Mai bis Juni, indem er weiße Kätzchen ausbildet.

  • Höhe: acht bis zehn Meter
  • Breite: bis zu sieben Meter
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: mäßig trocken bis feucht
  • Besonderheiten: Die Wintergrüne Eiche hält nur Temperaturen bis -15 Grad aus.

2. Immergrüner Kleinbaum: Europäische Stechpalme

Europäische Stechpalme
Die Europäische Stechpalme ist einer der wenigen immergrünen Laubbäume. © Getty Images/iStockphoto

Der natürliche Lebensraum der Europäischen Stechpalme (Ilex aquifolium) befindet sich im Unterholz von Laubwäldern. Die Baumkronen schützen sie so vor zu harten Wintern und Frost. Der Kleinbaum fällt durch seine immergrünen Blätter auf. Diese haben spitze Zähne am Blattrand und schützen sie davor, gefressen zu werden. Die Pflanze wächst von kegelförmig bis pyramidenartig. Besonders hübsch sind ihre rotglänzenden, beerenartigen Steinfrüchte, die im November reif werden und lange haften bleiben.

  • Höhe: in der Regel drei bis sechs Meter, maximal 15 Meter
  • Breite: drei bis sechs Meter
  • Standort: absonnig bis schattig
  • Boden: humusreich, nicht zu trocken, leicht sauer
  • Besonderheiten: Die Beeren sind für Menschen giftig, aber ein beliebtes Vogelfutter.

3. Immergrüner Hingucker: Immergrüne Magnolie

Immgergrüne Magnolie
Immergrüne Magnolien sind auch im Frühling mit ihren üppigen Blüten ein absoluter Hingucker im Garten. © Getty Images/iStockphoto

Ein absoluter Hingucker unter den immergrünen Bäumen ist die Immergrüne Magnolie (Magnolie grandiflora). Neben ihren bis zu 25 Zentimeter großen Blüten, die den Baum oder Großstrauch von Mai bis Juni schmücken, hat sie auch noch ansehnliche Blätter. Die sind dunkelgrün, glänzen leicht und bringen es auch auf eine beachtliche Größe von 15 bis 20 Zentimetern Länge. Ursprünglich stammt die Immergrüne Magnolie aus den Südstaaten der USA.

  • Höhe: sechs bis acht Meter
  • Breite: zwei bis drei Meter
  • Standort: sonnig und windgeschützt
  • Boden: locker, sandig bis lehmig
  • Besonderheiten: Temperaturen bis -12 Grad hält sie gut aus. Der Wurzelbereich sollte im Winter mit einer dicken Mulchschicht geschützt werden.

4. Immergrüner Baum: Portugiesischer Kirschlorbeer

Portugiesischer Kirschlorbeer
Der Portugiesische Kirschlorbeer verströmt mediterranes Flair im Garten. © Getty Images/iStockphoto

Ein weiterer hübscher immergrüner Baum ist der Portugiesische Kirschlorbeer (Prunus lusitanica). Trotz seiner mediterranen Herkunft wächst er auch in mitteleuropäischen Gefilden problemlos. Außerdem ist er winterhart und pflegeleicht. Mit seinem südländischen Aussehen bringt der Portugiesische Kirschlorbeer etwas Sommergefühl in eure winterlichen Gärten.

Seine Blätter sind länglich und dunkelgrün und erinnern von ihrem Aussehen sehr an den echten Lorbeer. Außerdem hat er hübsche, meist dunkelrote Blattstiele. Im Juni bildet er außerdem aufrecht stehende weiße Blüten, die ebenfalls ein toller Blickfang sind. Er eignet sich auch gut für eine immergrüne Hecke.

  • Höhe: in seiner Heimat bis zu 20 Meter, in Deutschland bis zu drei Meter hoch
  • Breite: bis zu 2,5 Meter
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: mäßig trocken bis frisch, durchlässig
  • Besonderheiten: Es gibt den Portugiesischen Kirschlorbeer sowohl als Strauch als auch als Baum mit Hochstämmchen.

5. Immergrüner Klassiker: Waldkiefer

Waldkiefer
Die Waldkiefer ist ein pflegeleichter Klassiker unter den immergrünen Bäumen. © Getty Images/iStockphoto

Wer einen sehr großen, immergrünen Baum will, der sollte sich an Nadelbäume halten. Zu den am häufigsten angebauten heimischen Arten gehört die Waldkiefer (Pinus sylvestris), auch Föhre genannt. Sie wächst schnell und bekommt im Alter eine hübsche, schirmartige Krone.

Der gedrehte, krumme Wuchs macht sie außerdem zu einem besonders attraktiven Baum. Die blaugrünen Nadeln bilden zudem einen schönen Kontrast zum Orange-Braun der Rinde. Der Baum zeichnet sich auch dadurch aus, dass er sehr pflegeleicht und unempfindlich gegen Frost ist.

  • Höhe: 10 bis 30 Meter
  • Breite: 7 bis 15 Meter
  • Standort: sonnig
  • Boden: durchlässig, trocken, leicht sauer
  • Besonderheiten: Die Waldkiefer ist anspruchslos. Sie muss nicht regelmäßig gedüngt oder gegossen werden, im Winter müsst ihr sie auch nicht zusätzlich vor Kälte schützen.

6. Immergrün und langlebig: Europäische Eibe

Europäische Eibe
Eiben können sehr alt werden. Im Alter bilden sie oft auch eine unregelmäßige Krone aus. © Getty Images/iStockphoto

Ein weiterer Nadel-Klassiker ist die Europäische Eibe (Taxus baccata). Mit ihrem kurzen Stamm und ihrer rundovalen bis rundlichen, teilweise auch unregelmäßigen Krone ist sie sehr ansehnlich. Außerdem erreichen Eiben ein beachtliches Alter. Die älteste Eibe Deutschlands ist schätzungsweise 1.000 bis 1.500 Jahre alt – und wohl der älteste Baum des Landes.

Die dunkelgrünen Nadeln der Eibe sind im Gegensatz zu denen anderer Nadelbäume weich und nicht stechend. Auch hübsch sind die leuchtend roten Früchte der Eibe. Aber Vorsicht: Nadeln und Samen der Pflanzen sind hochgiftig. Der Samenmantel ist allerdings essbar.

  • Höhe: 10 bis 18 Meter
  • Breite: 8 bis 15 Meter
  • Standort: halbschattig bis schattig
  • Boden: kalkhaltig, lehmartig, nur kein stark saurer Moorboden
  • Besonderheiten: Eiben können als Einzelbäume, aber auch als Hecken gepflanzt werden. Sie können dann auch durch regelmäßigen Schnitt klein gehalten werden.

7. Immergrüner Baum: Coloradotanne

Coloradotanne
Die Coloradotanne besticht durch ihre schöne Nadelfärbung und ist außerdem weniger anfällig als andere Tannenarten. © Getty Images

Natürlich kommen auch viele Tannen-Arten infrage, wenn es ein immergrüner Baum für den Garten sein soll. Besonders hübsch und nicht zu groß ist dabei die Coloradotanne (Abies concolor). Wie der Name schon sagt, kommt der Baum aus den USA. Dort wächst er im Gebirge auch in Höhen von 3.000 Metern noch.

Der Baum bildet eine schmale, kegelförmige Krone und hat lange, weiche Nadeln, die blaugrau bis stahlblau sind. Sie riechen etwas nach Zitrone. Als Früchte bildet die Tanne Zapfen aus, die im Gegensatz zu den hängenden Zapfen der Fichte aufrecht im oberen Bereich der Krone sitzen. Die Coloradotanne ist im Gegensatz zu ihrem heimischen großen Bruder der Weißtanne anspruchslos und nicht anfällig für Schädlinge.

  • Höhe: 25 bis 30 Meter
  • Breite: sechs bis acht Meter
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: lehmhaltig, sandig, durchlässig, nährstoffreich
  • Besonderheiten: Die Coloradotanne ist pflegeleicht. Sie kommt mit Hitze gut klar, ist nicht windempfindlich und kommt auch mit tiefen Temperaturen zurecht. Nur in jungen Jahren solltet ihr sie regelmäßig gießen.

Immergrüne Bäume: Pflege und Pflanzung

Immergrüne Bäume sind oft sehr pflegeleicht. Um an ihnen aber viel Freude zu haben, solltet ihr einige Tipps zur Pflege und Pflanzung befolgen.

  • Optimal ist für immergrüne Bäume ein Standort, an dem sie vor eisigen Ostwinden und heißer sommerlicher Mittagssonne geschützt sind.
  • Laub über den Wurzeln schützt empfindlichere immergrüne Bäume vor Frost und vor dem Verdursten.
  • Gießt eure immergrünen Bäume nur an frostfreien Tagen.
  • Lasst den Schnee als Sonnenschutz auf den immergünen Bäumen liegen.
  • Sehr schweren nassen Schnee solltet ihr abfegen, da sonst Äste brechen können.

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