Eine unbekannte Person entlüftet einen Heizkörper.
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Wohnen | Ratgeber

Heizung entlüften: Einfache Anleitung in 5 Schritten

Michael Penquitt

Wenn die Heizkörper nicht richtig warm werden, ist es vielleicht an der Zeit die Heizung zu entlüften. Wie das ganz einfach geht, erfahrt ihr hier.

Wenn die Tage und im Besonderen die Nächte kälter werden, ist es Zeit die Heizung aufzudrehen. Nach etwa einem halben Jahr Pause scheint sie aber manchmal nicht mehr ganz die alte zu sein. Sie wird nicht richtig warm und braucht länger als üblich, um in Fahrt zu kommen. Und ist da etwa ein Gluckern aus dem Heizkörper zu vernehmen?

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Keine Sorge, das ist völlig normal. Die Heizung sollte regelmäßig entlüftet werden, damit sie die versprochene Leistung bringt. Das könnt ihr in der Regel ganz einfach alleine ohne die Hilfe eines Experten machen.

Warum und wann solltet ihr die Heizung entlüften?

Der Heizkreislauf im Haus besteht aus einem System aus Rohren und Leitungen, durch die heißes Wasser fließt. Diese Rohre leiten das Wasser zu den Heizkörpern in den Wohnräumen, die die Wärme an die Umgebungsluft abgeben. Das Wasser muss ungestört durch das System fließen und sich gut verteilen können, damit die Wärme bei uns ankommt.

Im Laufe der Zeit diffundiert allerdings Luft in den Heizkreislauf. Das Wasser kann sich nicht ausreichend verteilen, sodass die Heizkörper nicht gleichmäßig warm werden. Indem ihr die Luft herauslasst, tragt ihr dazu bei, dass die Heizung optimal funktioniert. Die Heizkörper werden schneller warm und ihr spart sogar ein wenig Geld, weil weniger Energie verbraucht wird. In der Regel ist es ausreichend, die Heizung ein Mal im Jahr zum Beginn der Heizsaison im Herbst zu entlüften.

Heizung entlüften: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Das Entlüften der Heizung ist sehr simpel und geht schnell. Dafür benötigt ihr ein kleines Werkzeug, das ihr unter Umständen bereits zu Hause habt: den Heizkörper-Entlüftungsschlüssel. Andernfalls bekommt ihr den Schlüssel günstig in jedem Baumarkt und Sanitärfachgeschäft. Dieser öffnet das Ventil des Heizkörpers. Bevor ihr das angeht, legt am besten ein kleines Gefäß zum Auffangen des möglicherweise austretenden Wassers sowie einen Lappen bereit.

Und so entlüftet ihr die Heizung:

  1. Wenn möglich, stellt zunächst die Umwälzpumpe ab. In einem Mehrfamilienhaus mit Zentralheizung könnt ihr das selbstverständlich nicht einfach so machen. In dem Fall schließt ihr zunächst den Heizkreislauf eurer Wohnung. Das dafür vorgesehene Absperrventil sollte sich irgendwo in der Wohnung befinden. Im Zweifelsfall fragt den Hauswart.
  2. Nachdem ihr die Heizung ausgemacht habt, wartet ihr eine halbe Stunde. In der Zeit kühlt das Heizwasser etwas ab und die überschüssige Luft sammelt sich in den Heizkörpern.
  3. Dreht anschließend alle Thermostate voll auf.
  4. Stellt den Auffangbehälter bereit und dreht jetzt ganz vorsichtig mit dem Entlüftungsschlüssel das Heizkörperventil auf. Ihr solltet ein leises Zischen hören, wenn die Luft entweicht. Sobald Wasser heraustropft, dreht das Ventil wieder zu.
  5. Diesen Vorgang wiederholt ihr an jedem Heizkörper. Abschließend stellt ihr die Umwälzpumpe wieder an bzw. öffnet den Heizkreislauf der Wohnung.
Eine unbekannte Person entlüftet einen Heizkörper.
Wenn Wasser aus dem Heizkörper fließt, ist die Luft vollständig entwichen. © Getty Images/ iStockphoto

Überprüfung nach der Entlüftung

Wenn ihr die Heizung erfolgreich entlüftet habt, könnt ihr die Heizkörper ruhig mindestens eine Stunde lang auf höchster Stufe heiß laufen lassen. Werden alle von ihnen gleichmäßig warm? Wenn die Heizung noch nicht optimal läuft, könnte das am zu niedrigen Wasserdruck im System liegen. Diesen könnt ihr am Manometer, einer Druckanzeige an der Heizungsanlage ablesen. Der Bereich, in dem der Wasserdruck liegen sollte, ist farblich markiert. Unter Umständen muss etwas Wasser nachgefüllt werden. Das solltet ihr aber am besten einem Profi überlassen.

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