Bauen | Ratgeber
Festdarlehen einfach erklärt: Vorteile, Nachteile und wann es sich lohnt
- Definition Festdarlehen: Was ist ein Festdarlehen und wie funktioniert es?
- So funktioniert das Festdarlehen
- Für wen eignet sich ein Festdarlehen?
- Wann lohnt sich ein Festdarlehen?
- Berechnung eines Festkredits: Wie wird ein Festdarlehen berechnet?
- Vorteile eines Festdarlehens
- Nachteile eines Festdarlehens
- Vor- und Nachteile des Festdarlehens im Überblick
- Die Risiken des Festdarlehens im Überblick
- Das Festdarlehen im Vergleich: Welche Alternativen zum Festdarlehen gibt es?
- Fazit: Lohnt sich das Festdarlehen bei der Immobilienfinanzierung?
- Häufig gestellte Fragen zum Festdarlehen
Das Wichtigste in Kürze
- Bei einem Festdarlehen bezahlst du nur die Zinsen – die Tilgung erfolgt erst zum Ende der Vertragslaufzeit.
- Da nur Zinskosten anfallen, bleibt die monatliche Belastung niedrig.
- Eine sichere Tilgungsstrategie ist bei dieser Darlehensform wichtig.
- Das Festdarlehen eignet sich nur in bestimmten Situationen – beispielsweise wenn du eine Immobilie als Kapitalanlage kaufst oder du sichere Rücklagen zur Verfügung hast.
Das kannst du tun
- Stelle sicher, dass du die Rückzahlung am Ende stemmen kannst.
- Prüfe, ob andere Darlehensarten wie das Annuitätendarlehen oder das Abzahlungsdarlehen vielleicht doch besser für dich geeignet sind.
- Lass dich von einem Experten beraten.
- Vergleiche unterschiedliche Angebote – bei uns kannst du über 400 Angebote vergleichen und so die passende Finanzierung für den Immobilienkauf finden.
Das Festdarlehen klingt erst einmal praktisch: Du bekommst Geld zur freien Verfügung und bezahlst während der gesamten Laufzeit nur die Zinsen. Die Tilgung des gesamten Darlehens erfolgt erst am Schluss in einer einzigen Zahlung. So bleibt deine monatliche Belastung gering und du kannst frei über das Geld verfügen.
Doch das Festdarlehen birgt auch Risiken: Am Ende der Laufzeit musst du das Darlehen bezahlen. Ohne eine sichere Tilgungsstrategie gerätst du spätestens dann in finanzielle Schwierigkeiten. Wann ein Festdarlehen Sinn macht, für wen es geeignet ist und welche Alternativen es gibt, liest du hier.
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Definition Festdarlehen: Was ist ein Festdarlehen und wie funktioniert es?
Das Festdarlehen wird auch als endfälliges Darlehen oder Festkredit bezeichnet. Dieses Darlehen musst du während der gesamten Laufzeit nicht tilgen. Du zahlst lediglich die Zinsen. Erst am Ende der Laufzeit wird das Festdarlehen in einer Einmalzahlung beglichen.
Das bedeutet: Während der Vertragslaufzeit bleibt die monatliche Belastung vergleichsweise gering und du hast mehr finanzielle Flexibilität. Das ist Vorteil und Nachteil zugleich beim Festdarlehen: Ein solches Darlehen erfordert eine sichere finanzielle Planung. Denn: Am Ende der Laufzeit dieses Festkredits muss dir das Geld zur Rückzahlung zur Verfügung stehen – entweder durch Rücklagen, den Verkauf einer Immobilie oder aus anderen Finanzquellen.
So funktioniert das Festdarlehen
Laut Definition setzt sich das Festdarlehen aus zwei Teilen zusammen: den monatlichen Zinszahlungen und der endfälligen Tilgung.
Ein konkretes Beispiel für ein Festdarlehen:
- Du nimmst ein Festdarlehen über 100.000 Euro mit einem Zinssatz von 3 Prozent auf.
- Während der Laufzeit von fünf Jahren bezahlst du nur die Zinsen, das entspricht 3.000 Euro pro Jahr oder 250 Euro monatlich.
- Am Ende der Laufzeit zahlst du die gesamte Darlehenssumme von 100.000 Euro in einer einzigen Zahlung zurück.
Das sind die Eigenschaften eines Festdarlehens im Überblick:
- Gleichbleibende monatliche Belastung: Die monatliche Belastung besteht ausschließlich aus den Zinskosten, die während der gesamten Vertragslaufzeit gleich bleiben.
- Keine laufende Tilgung: Die Rückzahlung des gesamten Darlehens erfolgt in einer einzigen Zahlung am Ende der Laufzeit.
- Hohe Endbelastung: Am Ende der Laufzeit musst du die gesamte Darlehenssumme aufbringen – das erfordert eine durchdachte Tilgungsstrategie.
Für wen eignet sich ein Festdarlehen?
Ein Festdarlehen eignet sich nur bedingt beim Immobilienkauf. Es bietet zwar finanzielle Flexibilität während der Laufzeit, erfordert aber eine klare Tilgungsstrategie. Die Endzahlung sollte gesichert sein.
Für diese Zielgruppen ist ein Festdarlehen sinnvoll:
- Immobilieninvestoren: Du planst, eine Immobilie zu kaufen und sie nach einigen Jahren gewinnbringend zu verkaufen? Dann könnte das Festdarlehen geeignet sein. Die niedrigen monatlichen Kosten erleichtern die finanzielle Planung. Mit dem Verkaufserlös der Immobilie kannst du das Darlehen tilgen. Allerdings bringt diese Vorgehensweise finanzielle Risiken mit sich – sollte die Immobilie beispielsweise an Wert verlieren oder sich der Verkauf verzögern.
- Personen mit sicherer Rücklage: Steht dir am Ende der Laufzeit eine zuverlässige Finanzquelle zur Verfügung – etwa durch die Zuteilung eines Bausparvertrags oder festgelegte Auszahlungen aus einer Versicherung – ist ein Festdarlehen eine mögliche Option.
- Finanzierungen mit klarer Tilgungsstrategie: Wenn du weißt, dass dir bis zum Ende der Laufzeit ausreichend Geld zur Verfügung steht, beispielsweise durch den Verkauf von Vermögenswerten oder einer Immobilie, bietet ein Festdarlehen die nötige Flexibilität um Kapitalengpässe beim Immobilienkauf zu überbrücken. Lies hier mehr, welche Möglichkeiten der Zwischenfinanzierung sich beim Immobilienkauf lohnen.
Zielgruppen, für die das Festdarlehen nicht geeignet ist:
- Menschen ohne klare Tilgungsstrategie: Wenn du keine konkrete Planung hast, wie du die Endsumme begleichen möchtest, kann die hohe Endbelastung zu großen finanziellen Problemen führen.
- Personen mit unsicherer finanzieller Zukunft: Wenn dein Einkommen in der Zukunft nicht stabil ist, beispielsweise durch einen möglichen Jobwechsel oder unsichere Einkommensquellen, kann die Endfälligkeit des Darlehens ein großes Risiko darstellen.
Wann lohnt sich ein Festdarlehen?
Ein Festdarlehen lohnt sich besonders in Situationen, in denen du von der niedrigen monatlichen Belastung profitieren kannst und die Endtilgung gesichert ist. Dieses Modell bietet dir Planungssicherheit durch feste Zinsen und ist in bestimmten Situationen eine attraktive Option.
Situationen, in denen sich das Festdarlehen lohnt:
- Steuervorteile durch Zinszahlungen: Du möchtest eine Immobilie kaufen und diese vermieten? Dann kannst du die Zinskosten steuerlich absetzen.
- Kurzfristige Finanzierungsvorhaben: Ein Festdarlehen ist ideal, wenn du nur für einen begrenzten Zeitraum finanzielle Mittel benötigst und die Rückzahlung absehbar ist – beispielsweise durch den geplanten Verkauf einer Immobilie.
- Günstige Zinssituation am Markt: Wenn die Zinsen niedrig sind, kannst du dir diesen Vorteil für die gesamte Laufzeit sichern und von stabilen monatlichen Kosten profitieren.
Ein Festdarlehen lohnt sich, wenn du die Flexibilität während der Laufzeit nutzen kannst und gleichzeitig einen klaren Plan für die Rückzahlung der Darlehenssumme hast.
Berechnung eines Festkredits: Wie wird ein Festdarlehen berechnet?
Die Berechnung eines Festdarlehens ist vergleichsweise einfach, da sich die monatliche Belastung ausschließlich aus den Zinskosten zusammensetzt. Am Ende der Laufzeit kommt die Tilgung in einer einzigen Zahlung hinzu. Wie die Berechnung des Festdarlehens aussieht, zeigen wir dir in dem folgenden Beispiel.
So wird das Festdarlehen berechnet:
- Ausgezahltes Darlehen: 100.000 Euro
- Festzinssatz: 3 % pro Jahr
- Jährliche Zinszahlung: 100.000 Euro x 3 % = 3.000 Euro pro Jahr
- Zinsbindung: 5 Jahre
Jahr | Restschuld | Zinsen | Tilgung | Jährliche Belastung (Zinsen + Tilgung) |
---|---|---|---|---|
1 | 100.000 Euro | 3.000 Euro | 0 Euro | 3.000 Euro |
2 | 100.000 Euro | 3.000 Euro | 0 Euro | 3.000 Euro |
3 | 100.000 Euro | 3.000 Euro | 0 Euro | 3.000 Euro |
4 | 100.000 Euro | 3.000 Euro | 0 Euro | 3.000 Euro |
5 | 100.000 Euro | 3.000 Euro | 100.000 Euro | 103.000 Euro |
Summe | 15.000 Euro | 100.000 Euro | 115.000 Euro |
Die Gesamtkosten des Festdarlehens setzen sich aus den Zinszahlungen über die gesamte Laufzeit und der endfälligen Tilgung zusammen. In unserem Beispiel belaufen sich die Gesamtkosten auf 115.000 Euro. Davon sind 15.000 Zinsen und 100.000 Tilgung.
Vorteile eines Festdarlehens
Ein Festdarlehen bietet einige klare Vorteile für bestimmte Situationen.
Das sind die wichtigsten Vorteile des Festdarlehens im Überblick:
- Niedrige monatliche Belastung: Während der Laufzeit zahlst du nur die Zinsen. Die monatliche Belastung bleibt also vergleichsweise gering. Das verschafft dir einen größeren finanziellen Spielraum für andere Ausgaben oder Investitionen.
- Planungssicherheit: Durch den festen Zinssatz weißt du von Anfang an genau, welche Kosten während der Laufzeit auf dich zukommen. Unerwartete Zinserhöhungen gibt es nicht.
- Steuerersparnis: Wenn das Festdarlehen zur Finanzierung von vermieteten Immobilien oder gewerblichen Projekten genutzt wird, kannst du die Zinskosten steuerlich absetzen. Das reduziert die tatsächliche finanzielle Belastung und macht das Darlehen für Investoren noch interessanter.
- Flexibilität der Projekte: Die endfällige Tilgung ermöglicht dir, die Rückzahlung des Kreditbetrags gezielt zu planen und finanzielle Mittel während der Laufzeit anderweitig einzusetzen – etwa für Investitionen, den Aufbau von Rücklagen oder die Optimierung deiner Liquidität.
Das Festdarlehen ist eine gute Möglichkeit deine Liquidität vorübergehend zu verbessern. Gleichzeitig birgt es auch hohe finanzielle Risiken, die wir uns im nächsten Abschnitt genauer ansehen.
Nachteile eines Festdarlehens
Das Festdarlehen bietet zwar einige Vorteile, bringt aber auch spezifische Nachteile mit sich, die du bei der Entscheidung für diese Finanzierungsform unbedingt berücksichtigen solltest.
Die größten Nachteile des Festdarlehens im Überblick:
- Unveränderte Zinsbelastung während der Laufzeit: Da das Darlehen nicht schrittweise getilgt wird, zahlst du über die gesamte Vertragsdauer hinweg die gleichen Zinsen auf den vollen Darlehensbetrag.
- Keine Verringerung der Restschuld: Die ausstehende Darlehenssumme bleibt über die gesamte Laufzeit konstant, da keine Tilgung erfolgt. Du zahlst du keine Schulden ab, sondern ausschließlich Zinsen.
- Hohe Endbelastung: Am Ende der Laufzeit muss der gesamte Kreditbetrag in einer einzigen Zahlung beglichen werden. Ohne eine solide Tilgungsstrategie kannst du an diesem Punkt in finanzielle Schwierigkeiten geraten.
- Unsicherheiten durch veränderte Lebensumstände: Über die Jahre können unvorhergesehene Veränderungen auftreten – etwa Einkommensverluste, familiäre Herausforderungen oder andere Verpflichtungen. Diese können die Rückzahlung der Schlussrate erschweren.
- Möglicher Bedarf einer teuren Nachfinanzierung: Sollten Rücklagen oder geplante Einnahmequellen nicht ausreichen, um die Endtilgung zu decken, könnte eine zusätzliche Finanzierung notwendig werden. Diese ist mit höheren Kosten verbunden.
Ein Festdarlehen ist also keine Kreditform für jeden – die hohe Endbelastung bringt hohe Risiken mit sich.
Vor- und Nachteile des Festdarlehens im Überblick
Das sind die Vor- und Nachteile des Festdarlehens im Überblick:
Vorteile | Nachteile |
---|---|
niedrige monatliche Belastung durch reine Zinszahlungen | keine laufende Tilgung, Restschuld bleibt gleich |
Planungssicherheit durch feste Zinssätze | hohe Endbelastung durch vollständige Rückzahlung am Laufzeitende |
steuerliche Vorteile bei Investitionen in Immobilien oder Gewerbe | Risiko durch veränderte Lebensumstände, die die Rückzahlung der Schlussrate gefährden können |
finanzielle Flexibilität während der Laufzeit | Risiko einer teuren Nachfinanzierung bei fehlender Tilgungstrategie |
Die Risiken des Festdarlehens im Überblick
Bevor du ein Festdarlehen aufnimmst, solltest du diese Risiken beachten:
- Tilgungsrisiko: Wenn die Endtilgung nicht gesichert ist, beispielsweise durch den unerwarteten Wertverlust einer Immobilie oder ausbleibende Rücklagen, kann dies zu Problemen führen.
- Hohe finanzielle Belastung: Die Rückzahlung der gesamten Darlehenssumme am Ende der Laufzeit kann zur Herausforderung werden, wenn sich deine finanzielle Situation unerwartet verändert.
Das Festdarlehen im Vergleich: Welche Alternativen zum Festdarlehen gibt es?
Das Festdarlehen kommt in der klassischen Immobilienfinanzierung eher seltener zum Tragen, hat jedoch seine Daseinsberechtigung. Ein Vergleich des Festdarlehens mit anderen Darlehensformen hilft dir, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Die wichtigsten Darlehensarten im Vergleich
- Festdarlehen: Bei einem Festdarlehen zahlst du während der Laufzeit nur die Zinsen, die Rückzahlung erfolgt am Ende in einer Einmalzahlung.
Vorteil: Niedrige monatliche Belastung und feste Zinsen
Nachteil: Hohe Endbelastung und keine laufende Tilgung - Abzahlungsdarlehen: Die monatlichen Raten beim Abzahlungsdarlehen bestehen aus einem festen Tilgungsanteil und sinkenden Zinsen.
Vorteil: Zinskosten sinken mit der Zeit, dadurch sinkt auch die monatliche Belastung.
Nachteil: Höhere Anfangsbelastung - Annuitätendarlehen: Das Annuitätendarlehen besteht aus gleichbleibenden monatlichen Raten aus Zins- und Tilgungsanteil, wobei die Tilgung im Verlauf steigt.
Vorteil: Planungssicherheit
Nachteil: Langsame Tilgung zu Beginn - Variables Darlehen: Beim variablen Darlehen passt sich der Zinssatz regelmäßig dem Markt an.
Vorteil: Flexibilität und Möglichkeit, von sinkenden Zinsen zu profitieren
Nachteil: Höheres Risiko bei Zinserhöhungen
Das Festdarlehen und andere Darlehensformen im direkten Vergleich
Merkmal | Festdarlehen | Abzahlungsdarlehen | Annuitätendarlehen | Variables Darlehen |
---|---|---|---|---|
Tilgung | am Ende in einer Summe | monatliche Raten | gleichbleibende Raten | flexibel, keine feste Struktur |
Monatliche Belastung | niedrig (nur Zinsen) | höher, sinkt mit der Zeit | gleichbleibend | variabel, je nach Zinsentwicklung |
Zinsbelastung | über die gesamte Laufzeit gleich hoch | sinkt im Verlauf | sinkt im Verlauf | variabel, abhängig von den Marktbedingungen |
Flexibilität | gering | mittel | gering | hoch |
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Fazit: Lohnt sich das Festdarlehen bei der Immobilienfinanzierung?
Das Festdarlehen eignet sich für dich, wenn du finanzielle Mittel für den Kauf einer Immobilie oder für eine andere große Investition benötigst, die monatliche Belastung zunächst jedoch relativ gering bleiben sollte. Die Darlehenssumme am Ende der Laufzeit musst du jedoch sicher stemmen können – beispielsweise durch die Auszahlung eines Bausparvertrags oder den Verkauf von Vermögenswerten.
Ist die Rückzahlung der Darlehenssumme nicht gesichert, bringt das Festdarlehen hohe finanzielle Risiken mit sich. Beachten solltest du außerdem, dass die Zinskosten im Vergleich zu anderen Darlehensarten relativ hoch ausfallen. Da du das Darlehen erst am Ende der Laufzeit begleichst, sinken die Zinskosten nicht.
Tipps für die Entscheidung:
- Prüfe deine Tilgungsstrategie: Kannst du die Endzahlung realistisch stemmen?
- Vergleiche Alternativen: Ist eine andere Darlehensform wie das Annuitätendarlehen möglicherweise besser geeignet?
- Lass dich beraten: Mit der Expertenberatung von Wohnglück.de triffst du die richtigen Entscheidungen in Sachen Immobilienkauf.
Alternativen wie Annuitäten- oder Abzahlungsdarlehen bieten in den meisten Fällen mehr Sicherheit durch ihre gleichmäßige oder sinkende finanzielle Belastung, während variable Darlehen mit ihrer Flexibilität punkten, aber ein höheres Zinsrisiko mit sich bringen. Mehr über das Annuitätendarlehen liest du hier.
Bei der Wahl eines geeigneten Darlehens, empfehlen wir, deine individuelle Situation genau abzuwägen und verschiedene Darlehensarten zu vergleichen. Wir helfen dir, aus über 400 Anbietern das günstigste Angebot für deine Baufinanzierung auszuwählen.
Häufig gestellte Fragen zum Festdarlehen
Das Festdarlehen wird auch als endfälliges Darlehen oder Festkredit bezeichnet. Es handelt sich um ein Darlehen, bei dem du während der Laufzeit nur die Zinsen zahlst. Am Ende der Laufzeit erfolgt die Tilgung des Darlehens in einer Einmalzahlung. Die Höhe der Zinsen bleibt somit immer gleich.
Fälligkeitsdarlehen und endfälliges Darlehen sind Synonyme für das Festdarlehen. In allen Fällen handelt es sich um ein Darlehen, bei dem während der Laufzeit nur die Zinsen bezahlt werden. Das Darlehen selbst wird am Ende mit einer Einmalzahlung beglichen.
Beim Festdarlehen bezahlst du gleichbleibende monatliche Zinsen und tilgst die gesamte Darlehenssumme am Ende der Laufzeit. Bei einem variablen Darlehen passen sich die Zinsen regelmäßig an den Marktzinssatz an – die monatliche Belastung kann demnach sinken oder sich erhöhen. Somit bietet das Festdarlehen mehr Planungssicherheit.
Ein Festdarlehen oder endfälliges Darlehen wird erst am Ende der Laufzeit mit einer Einmalzahlung getilgt. Während der Laufzeit werden nur die (gleichbleibenden) Zinskosten gezahlt. Das Annuitätendarlehen wird durch gleichbleibende Raten aus Zins- und Tilgungsanteil getilgt, wobei der Tilgungsanteil im Laufe der Zeit steigt und der Zinsanteil sinkt, weil die Restschuld kleiner wird.
Für die Immobilienfinanzierung ist das „klassische“ Annuitätendarlehen in der Regel besser geeignet. Es gibt jedoch einige Situationen, in denen das Festdarlehen für Kreditnehmer Vorteile bietet.
Das Festdarlehen hat diese Vorteile:
- nur reine Zinszahlungen, niedrige monatliche Belastung
- Planungssicherheit durch gleichbleibende Belastung
- steuerliche Vorteile beim Kauf von Anlageimmobilien oder gewerblichen Investitionen
- finanzielle Flexibilität während der Laufzeit
Das sind die Nachteile des Festdarlehens:
- keine Tilgung, die Restschuld verringert sich nicht
- hohe Endbelastung durch Einmalzahlung am Ende der Laufzeit
- finanzielles Risiko, sollte die Schlussrate nicht gesichert sein
- Risiko einer teuren Nachfinanzierung, sollte die Schlussrate nicht bezahlt werden können
Festdarlehen können Laufzeiten von 5 bis 30 Jahren umfassen. Bei der Aufnahme eines kleineren Kredits sind kürzere Laufzeiten üblich, bei der Immobilienfinanzierung fällt die Laufzeit länger aus. Die Zinsen bleiben über die gesamte Laufzeit konstant – so auch die monatlichen Raten. Erst ganz am Ende der Laufzeit wird das Darlehen in einer Einmalzahlung getilgt. Die Laufzeit beeinflusst jedoch die Gesamtkosten: je länger die Laufzeit, desto höher die Zinskosten.
Je nach Kreditgeber, Laufzeit und Marktsituation variieren die Zinssätze für Festdarlehen. Wie sich der Bauzins entwickelt, kannst du hier nachlesen. Einmal festgelegt, verändert sich der Zinssatz während der gesamten Laufzeit nicht mehr.
Welche Risiken sind mit einem Festdarlehen verbunden und wie kann man sich davor absichern?
Es gibt zwei große Risiken bei der Aufnahme eines Festdarlehens:
- Darlehen kann am Laufzeitende nicht oder nicht vollständig getilgt werden.
- Teure Anschlussfinanzierung muss abgeschlossen werden.
Vor der Aufnahme eines Festdarlehens musst du bereits wissen, wie du das Darlehen am Ende der Laufzeit tilgen kannst. Eine solide Tilgungsstrategie mindert dein Risiko, in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten. Ganz ausschließen kannst du die Risiken jedoch nicht, denn unvorhergesehene Änderungen wie Einkommensverluste oder Wertverluste einer Immobilie sind immer möglich. Dann besteht das Risiko, dass du die Restschuld durch eine teure Anschlussfinanzierung begleichen musst.
Die vorzeitige Rückzahlung eines Festdarlehens ist in der Regel möglich, oft jedoch mit einer Vorfälligkeitsentschädigung verbunden. Das bedeutet, du musst den Kreditanbieter für entgangene Zinseinnahmen entschädigen. Hier erfährst du mehr über die Vorfälligkeitsentschädigung.
Das Festdarlehen kann sich in bestimmten Fällen für Anlageimmobilien und gewerbliche Investitionen lohnen, da die Zinskosten von der Steuer abgesetzt werden können. Für den Kauf einer Immobilie, die du selbst bewohnst, lohnt sich die Aufnahme eines Festdarlehens weniger. Hier sind „klassische“ Finanzierungsarten wie das Annuitätendarlehen besser geeignet.
Nein, es handelt sich um unterschiedliche Darlehensarten. Das Festdarlehen ist ein endfälliges Darlehen, das in einer Einmalzahlung am Laufzeitende getilgt wird. Bei einem Festzinsdarlehen handelt es sich um ein Darlehen, bei dem der Zinssatz für einen bestimmten Zeitraum festgelegt ist. Ein Festzinsdarlehen kann also auch ein Annuitätendarlehen oder Volltilgerdarlehen sein.
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Die in diesem Artikel bereitgestellten Inhalte stellen keine Rechtsberatung dar und ersetzen nicht die Beratung durch eine Fachkanzlei. Die Inhalte sind allgemeiner Natur und dienen ausschließlich zu Informationszwecken.