Ein Mann hängt Bilder in seiner Wohnung auf
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Bilder aufhängen ohne Bohren: 9 Tipps und Tricks

Antonia Eigel

Bilder aufhängen ist manchmal gar nicht so einfach. Mal verläuft ein Stromkabel durch die Wand oder beim Hämmern verbiegt sich der Nagel, weil sie zu hart ist. Wir zeigen neun Tricks, wie ihr eure Bilder ganz ohne Bohren aufhängen könnt.

Stromleitungen, poröse Wände oder solche aus Stahl: Es gibt viele Gründe, warum man beim Bilder aufhängen lieber auf das Bohren verzichten möchte. Zwar tut es in den meisten Fällen natürlich auch schon ein Nagel. Wenn ihr eure Wände aber nicht nachhaltig beschädigen wollt, haben wir neun Möglichkeiten für euch, wie ihr Bilder ganz ohne Bohren aufhängen könnt.

1. Bilder aufhängen ohne Bohren mit Magnetfarbe

Magnetfarben besitzen einen Magnetitanteil. Dieser sorgt dafür, dass Magneten auf der gestrichenen Wand halten können. Eure Fotos oder Bilder könnt ihr so ganz einfach wie an einer Magnettafel anpinnen. Je höher der Magnetitanteil, desto stärker natürlich die Haftung.

Für schwere Bilderrahmen ist diese Variante jedoch ungeeignet. Alternativ könnt ihr eure Wand auch mit Magnetfolie bekleben. Seid euch jedoch darüber bewusst, dass ihr später beim Entfernen eventuell die Tapete mit ablöst.

Magnetfarbe eignet sich auch hervorragend, um das Kinderzimmer zu verschönern. Dort können eure Kinder dann ihre gesammelten Werke aushängen und präsentieren. Weitere tolle Ideen fürs Kinderzimmer findet ihr hier:

2. Bilder aufhängen an Galerieschienen

Häufig werden in Museen sogenannte Galerieschienen eingesetzt, um Gemälde oder Rahmen flexibel anordnen zu können, ohne dafür neue Löcher bohren zu müssen. Ihr könnt solche Schienen auch zuhause einsetzen, wenn ihr zum Beispiel Stromleitungen an der auserwählten Stelle in der Wand vermutet oder ihr häufiger eure Bilderrahmen umhängen wollt.

Die Metallschienen schraubt ihr in die Ecke zwischen Wand und Decke und führt dann Häkchen mit Nylonfäden oder Perlonseil ein, an denen ihr später eure Bilderrahmen auf beliebiger Höhe aufhängen könnt. Der Bilderrahmen hängt zu weit links? Einfach ein Stückchen nach rechts ziehen. So könnt ihr eure Bilder ganz einfach ohne Bohren aufhängen.

Galerieschienen bekommt ihr bereits ab 16 Euro (pro 1,50 Meter) im Baumarkt.

3. Bilder mit Spiegelklebeband fixieren

Spiegel- oder Montageklebeband kann sogar Waschmaschinen an den Wänden halten, das verspricht zumindest manche Werbung. Ihr könnt damit also garantiert auch leichte Bilderrahmen an der Wand aufhängen, ohne dafür Löcher bohren zu müssen.

Diesen Tipp solltet ihr jedoch mit Vorsicht genießen, denn nicht auf allen Flächen hält doppelseitiges Montageband. Die zu verklebenden Oberflächen sollten immer glatt, trocken, staub-, fett- und silikonfrei sein. Je nachdem wie schwer eure Bilderrahmen sind, ist der Halt auf einer Raufasertapete also möglicherweise nicht gegeben.

Spiegelklebeband lässt sich zudem sehr schwer wieder von der Wand entfernen, ohne dass dabei die halbe Tapete mit abreißt. Ihr solltet diese Methode also entweder nur auf einem glatten Fliesenspiegel oder auf einer untapezierten Wand anwenden.

Spiegel- oder Monatgeklebeband bekommt ihr ab 8 Euro (1,50 Meter) in jedem Baumarkt.

4. Bilder aufhängen ohne Bohren mit Klebenägeln

Der Nagel für den Bilderrahmen soll in der Wand versenkt werden, doch er knickt bereits nach wenigen Hammerschlägen ab? Kein Durchkommen – jeder hat das bestimmt schon mal erlebt. Die Lösung versprechen Klebenägel, wie zum Beispiel von der Firma tesa. Und für die braucht ihr nicht mal einen Hammer. Sie werden auf die Wand aufgeklebt und sind sogar höhenverstellbar. Ideal also, wenn ihr eine ganze Fotowand im Stil einer Petersburger Hängung aufhängen wollt. So könnt ihr die Position eurer Bilderrahmen nachträglich korrigieren, ohne neue Löcher bohren zu müssen.

Die Klebenägel gibt es bereits ab 3,50 Euro (zwei Stück) kaufen.*

Mit Klebenagel Bilder ohne Bohren aufhängen
Der Klebenagel von tesa hält auf Tapeten oder Putz und kann Bilderrahmen oder andere Objekte bis zu einem Kilogramm Gewicht pro Nagel tragen. © tesa

5. Wandhaken für weiche Wände

Bei besonders weichen Wänden reichen oft schon ein paar kleine Wandhaken aus, um eure Bilder aufzuhängen. Sie lassen sich mit dem Daumen einfach in die Wand drücken. Das funktioniert besonders gut bei Untergründen aus Weichholz, Gipskartonplatten oder verputzen Wänden. Mit einem Schraubenzieher könnt ihr die Wandhaken später auch ganz einfach wieder entfernen und weiterverwenden.

Wandhaken für weiche Wände bekommt ihr bereits ab 4 Euro (8 Stück).*

6. Klebeknete für leichte Bilderrahmen oder Poster

Der Vorteil von Klebeknete: Im Gegenteil zum Spiegelklebeband bröckelt beim Entfernen nicht der ganze Putz oder die Tapete ab und ihr könnt eure Bilder im Handumdrehen neu an der Wand anordnen. Der Nachteil: Mit den kleinen Knetepunkten halten in der Regel nur sehr leichte Bilderrahmen, Poster oder Fotos an der Wand. Wir empfehlen euch diese Variante also nur, wenn ihr auf den schweren Bilderrahmen verzichten könnt oder möchtet.

Klebeknete bekommt ihr in jedem Baumarkt oder in der Drogerie ab 2,50 Euro (80 Stück).

7. Bilderrahmen an Kordel aufhängen ohne Bohren

Diese Methode, um eure Bilder ohne Bohren aufzuhängen, ist etwas zeitaufwendiger, denn ihr braucht neben ein paar Materialien auch etwas handwerkliches Geschick. Das solltet ihr bereit liegen haben:

  • Kordel (maximal zwei Meter)
  • Gardinenhaken oder Wäscheklammern
  • Zwei Schrauben, Reiszwecken oder Haken zum Befestigen der Kordel

Wenn ihr nur Fotos an eurer Kordel aufhängen wollt, reicht es, wenn ihr sie mit Reisbrettstiften oder zwei kleinen Nägeln an der Wand befestigt. Bei schwereren Bilderrahmen müsst ihr eventuell doch zwei Löcher bohren, damit die Kordel das Gewicht tragen kann und nicht ausreißt. Hier benötigt ihr zusätzlich Haken, an denen ihr die Rahmen aufhängen könnt. Die Kordel kann ruhig etwas durchhängen, jedoch nicht zu stark, damit sich das Gewicht gleichmäßig auf voller Länge verteilt.

Bilder an Wand aufhängen
Fotos könnt ihr ganz einfach mit einer Kordel und Gardinenhaken an eurer Wand aufhängen, ohne dafür Löcher zu bohren. © Getty Images

8. Bilderrahmen mit Saugnäpfen für glatte Oberflächen

Vielleicht nicht die schönste, aber bestimmt eine praktische Möglichkeit, um Bilder ohne Bohren aufzuhängen: Bilderrahmen mit Saugnäpfen auf der Rückseite. Sie eignen sich besonders für Räume mit Fliesenspiegel, also für Küche und Badezimmer. Denn auf den glatten Fliesen halten die Saugnäpfe besonders gut. Ihr könnt sie aber auch in jedem anderen Raum an der Fensterscheibe platzieren.

Bilderrahmen mit Saugnäpfen gibt es ab 10,00 Euro (15 x 10 Zentimeter).

9. Bilderleiste montieren, um Bilderrahmen ohne Bohren aufzustellen

Auch hier müsst ihr zwei bis drei Löcher bohren, um die Bilderleiste an der Wand zu montieren. Dabei bleibt es jedoch. Ist die Leiste einmal an der Wand, könnt ihr eure Bilder oder Fotos beliebig auf ihr anordnen und austauschen.

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