Abgerissene Raufasertapete
© Getty Images/iStockphoto

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Raufaser-Reparatur: Wie ihr eure Raufasertapete ausbessern könnt

Antonia Eigel

Egal ob kleine Schramme oder großer Riss: Beschädigte Raufasertapeten könnt ihr relativ einfach reparieren. Wir zeigen, worauf es bei der Raufaser-Reparatur ankommt und stellen zwei Möglichkeiten vor, wie ihr eure Tapete wieder flott machen könnt.

Wir zeigen euch, wie ihr bei der Raufaser-Reparatur vorgehen könnt und stellen euch zwei Möglichkeiten vor, wie ihr kleine Risse und größere Flächen einfach ausbessern könnt. Dazu geben wir Tipps, was ihr tun könnt, wenn sich die Tapete an den Stößen löst und nennen eine Alternative zur klassischen Raufasertapete, die sich besonders leicht ausbessern lässt.

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Kleine Risse und Löcher in einer Raufasertapete ausbessern

Kleinere Risse sowie Bohrlöcher in der Raufasertapete könnt ihr relativ einfach mit einem Reparaturspachtel speziell für Raufasertapeten wieder verschwinden lassen. Diese Spezialspachtel enthalten strukturgebende Komponenten wie zum Beispiel Holzspäne, die die Raufaseroptik sehr gut nachahmen können. Kleinere Risse werden dadurch so gut wie unsichtbar.

Alles was ihr für die Raufaser-Reparatur benötigt:

  • Reparaturspachtel für Raufasertapete, zum Beispiel von Moltofill (6 Euro)
  • Spachtel oder Plastikschaber
  • Cutter
  • Pinsel und Wandfarbe

Und so geht ihr vor:

  1. Untergrund säubern: Dazu zählt auch, ausgefranste Tapetenecken sauber mit dem Cuttermesser zu entfernen. Sind die Stücke noch intakt, könnt ihr sie auch dran lassen und später wieder festkleben.
  2. Reparaturspachtel auftragen: Die Spachtelmasse tragt ihr über die gesamte Risslänge oder auf die beschädigte Stelle auf.
  3. Überschüssiges Material entfernen: Mithilfe von Spachtel oder Plastikschaber glättet ihr die behandelte Stelle und lasst den Reparaturspachtel vollständig trocknen.
  4. Reparaturspachtel überstreichen: Dazu verwendet ihr am besten einen Pinsel, mit dem ihr die Wandfarbe auftupft. So könnt ihr die Tapetenstruktur besser imitieren. Im besten Fall habt ihr noch etwas von der alten Wandfarbe aufgehoben.

Nachdem ihr den kleinen Riss in der Raufasertapete ausgebessert habt, könnt ihr die Wand natürlich auch nochmal großflächig streichen. Das wird zum Beispiel dann nötig, wenn sich die gefixte Stelle farblich vom Rest der Wand abhebt. Aber auch hier können schnell Fehler passieren. Worauf ihr beim Streichen unbedingt achten solltet, erfahrt ihr deshalb in folgendem Ratgeber:

Raufasertapete großflächig ausbessern

Wenn sich die Raufasertapete großflächig abgelöst hat oder eingerissen ist, hilft in der Regel auch kein Reparaturspachtel mehr. Die Stukturunterschiede von Tapete und Spachtelmasse würdet ihr vermutlich auf Anhieb erkennen. Tatsächlich gibt es aber eine Möglichkeit, mit der ihr größere beschädigte Stellen einfach und nahezu unsichtbar ausbessern könnt. Dazu benötigt ihr allerdings ein Reststück von eurer Raufasertapete. Was ihr außerdem benötigt:

  • Wasser
  • Wandfarbe (alternativ geht auch Kleister)
  • Pinsel

Und so geht ihr vor, wenn ihr eure Raufasertapete großflächig ausbessern wollt:

  1. Untergrund vorbereiten: Unsaubere Kanten könnt ihr auch hier wieder mit einem Cuttermesser entfernen.
  2. Tapete vorbereiten: Reißt vom Reststück eurer Tapete ein Teil ab, das so groß ist wie die zu behandelnde Fläche. Anschließend weicht ihr es drei bis fünf Minuten in Wasser ein, bis es weich und labberig geworden ist.
  3. Tapetenstückchen aufkleben: Tupft auf die betroffene Stelle etwas Wandfarbe oder Kleister auf und reißt die Tapete in kleine Stückchen. Klebt sie dann nach und nach wie ein Mosaik auf die auszubessernde Stelle auf.
  4. Farbe auftupfen: Damit die Kanten später nicht mehr sichtbar sind, verstreicht darüber etwas Farbe mit dem Finger. Dann tupft ihr nochmal mit dem Pinsel nach, um die Walzenstruktur nachzuahmen.

Falls ihr die komplette Wand nochmal neu streichen wollt, wartet, bis die ausgebesserte Stelle vollständig trocken ist. Wie ihr eure Raufasertapete mit dieser Methode ausbessern könnt, wird in diesem Video nochmal genau gezeigt:

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Tapete löst sich ab: Was tun?

Manchmal kommt es vor, dass sich Tapeten an den Stößen und Ecken wieder ablösen, weil typische Fehler beim Tapezieren gemacht wurden. Entweder wurde nicht genügend Kleister aufgetragen oder der Untergrund hat ihn aufgesaugt, weil ihr ihn womöglich nicht richtig mit Haftgrund vorbehandelt habt.

Hier besteht die Gefahr, dass man daran hängen bleibt oder beim Möbelrücken die Tapete wieder abreißt und unschöne Stellen entstehen. Auch Haustiere, die ihre Krallen ausfahren, können der Tapete dann gefährlich werden und sie beschädigen. Damit das nicht passiert, könnt ihr die Stöße aber noch nachträglich fixieren. Was ihr dafür benötigt:

  • Spachtel
  • Acryl aus der Tube oder Pattex-Kleber
  • Gummiwalze
  • Küchenrolle

Und so geht's: Tragt etwas Acryl auf den Spachtel auf und schiebt ihn vorsichtig hinter die lose Tapete, wo ihr das Acryl rückseitig auftragt. Das macht ihr über die gesamte Länge. Anschließend legt ihr ein Stück Küchenrolle auf den Tapetenstoß und drückt die Tapete mit der Gummiwalze fest und lasst den Klebstoff trocknen. Wenn ihr euch nochmal anschauen wollt, wie das funktioniert, seht euch dieses hilfreiche Video an:

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Einfach auszubessern: Raufaser als Flüssigtapete

Wer nach einer Alternative zur gewöhnlichen Raufasertapete sucht, dem empfehlen wir einmal in unseren Artikel Flüssigtapete: Vorteile und Nachteile von Baumwollputz reinzulesen. Die "flüssige Tapete" besteht hauptsächlich aus Baumwolle, der Textil- und Pflanzenfasern beigemischt wurden. Als Bindemittel kommt Naturharz oder Zellulose zum Einsatz. Ihr findet sie im Netz häufig auch unter dem Begriff "Baumwollputz".

Der große Vorteil von Flüssigtapeten: Sie ist sehr leicht zu verarbeiten und ihr könnt sie relativ einfach ausbessern, in dem ihr beschädigte Stellen vorsichtig neu verstreicht. Dazu könnt ihr mit dem Baumwollputz kleine Risse in der Wand und unebene Flächen hervorragend ausgleichen.

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