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Wohnen | Statement

Wohnküche schlau planen: 5 häufige Fehler, die ihr vermeiden solltet

Eva Brenner

Level: Für Alle

TV-Moderatorin und Einrichtungsexpertin Eva Brenner verrät euch in ihrer Wohnglück-Kolumne, wie ihr die häufigsten Fehler beim Einrichten einer Wohnküche schon bei der Planung vermeidet.

Eine Wohnküche zu planen, ist schon eine besondere Herausforderung. Funktional soll sie sein, gleichzeitig aber auch gemütlich und kommunikativ. Wie das funktionieren kann, beziehungsweise welche fünf Fehler ihr von vornherein bei der Planung einer Wohnküche vermeiden könnt, darauf möchte ich in dieser Kolumne näher eingehen.

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Fehler 1: (Un-)Einheitlicher Bodenbelag in der Wohnküche

Mit Übergängen am Boden könnt ihr sehr schön die einzelnen Bereiche einer Wohnküche optisch abgrenzen. Hier wird gearbeitet, dort gegessen und sich unterhalten – das lässt sich wie gesagt auch über unterschiedliche Bodenbeläge visualisieren. Und oft wünscht man sich im Kochbereich einen strapazierfähigeren Boden als im Wohnbereich. Allerdings ist das längst nicht so einfach, wie es sich anhört. Ich habe euch hier mal ein Beispiel rausgesucht, wie man es meiner Meinung nach nicht machen sollte.

Hier wechselt der Bodenbelag direkt unter dem Küchenblock, was ich unglücklich finde. Direkt dahinter oder davor wäre besser gewesen, um die Bereiche auch für das Auge abzugrenzen. Ihr könnt alternativ auch eine Fliesenfläche mit gleichem Abstand zum Block drumherum anlegen, quasi als Einfassung. Hauptsache ist, dass die Abgrenzung klar erkennbar ist.

Aber wie gesagt: Ganz so einfach ist das nicht. Es kommt auch auf die genaue Position der Küchenmöbel an, die Materialstärke, den Übergang zweier Bodenmaterialien, Farbe, Struktur und natürlich die Größe des Raumes. Das muss im Vorhinein genau geplant sein. Ein Fehler ist da schnell gemacht. Wenn ihr euch bei eurer Wohnküche unsicher seid, wählt lieber einen einheitlich durchgängigen Bodenbelag. Das ergibt auf jeden Fall ein harmonisches Gesamtbild.

Fehler 2: Verschiedene Farben und Strukturen

In einer Wohnküche sind die Küchenmöbel sehr präsent. Alles ist offen und einsehbar. Daher würde ich nach Möglichkeit eine bunte Einrichtung vermeiden. Neutrale, gedeckte Farben oder Weiß und Schwarz wären meine Wahl. Farbige Akzente könnt ihr mit Küchen-Accessoires oder auch einer bunten Wand setzen.

Aber Vorsicht: Uni ist nicht gleich uni. Gerade wenn ihr mit Holz arbeitet, passieren ganz schnell Fehler. Eine andere Holzfarbe, unterschiedliche Strukturen oder sogar eine andere Holzart – schon passt es nicht mehr. In diesem Beispiel sind es die Fronten der Küchenmöbel und der Fußboden, die zwar beide eine Holzcharakteristik haben. Wirklich zusammen gehört das aber nicht. Hier würde eher ein Spachtelboden oder Fliesen passen. Diese Kombination wirkt unruhig und nicht harmonisch.

Fehler 3: Beleuchtung zu sparsam gesetzt

Die richtige Beleuchtung ist auch eines meiner persönlichen Steckenpferde. In der Küche kann man davon (fast) gar nicht genug haben. Neben Lampen, die die Arbeitsfläche gut ausleuchten, finde ich Hängeleuchten für akzentuiertes Licht sehr wichtig. Mit dem richtigen Lichtmix könnt ihr ganz flexibel auf eure Beleuchtungs-Bedürfnisse reagieren. Plant also bei eurer Wohnküche von vornherein genug Lichtquellen mit ein. In diesem Beispiel ist das sehr schön umgesetzt.

Leider stört gerade ein Küchenelement die Optik von schönen Pendelleuchten enorm. Ich meine die Dunstabzugshaube. Sie drängt sich allein durch ihre Größe immer in den Vordergrund. Wenn ihr die Möglichkeit habt, dann wählt eine moderne Abzugsvariante. Mittlerweile gibt es ja Abluftsysteme, die im Kochfeld integriert sind. Das spart genau den Platz, den ihr dann für eine tolle Beleuchtung nutzen könnt. Mehr dazu findet ihr in unserem Artikel Küchentrends 2020.

Fehler 4: Sitzplätze richtig verteilen

Bei einer Wohnküche sind die Essplätze mit integriert. Wie sich Tisch und Stühle am besten zu den übrigen Küchenmöbeln und den Arbeitsfeldern arrangieren lassen, das ist eine der wichtigsten Aufgaben bei der Planung.

In dieser Küche gibt es zum einen wieder das Problem mit dem unterschiedlichen Bodenbelag. Dazu finde ich die Platzierung von Tisch und Stühlen aber auch irgendwie verloren. Der Tisch hat einfach keine Anbindung.

Und hier ein wie ich finde sehr gelungenes Beispiel. Die Eckbank dient zwar als Trenner zum eigentlichen Küchenbereich, ist aber trotzdem noch ein Teil des Ganzen. Die Bank schafft einen Übergang, der beide Teile sehr schön miteinander verbindet. Das ist zwar immer auch eine Platzfrage, aber selbst in dieser kleinen Küche toll gelöst.

Fehler 5: Oberschränke versus Regale in der Wohnküche

Ihr kennt das vielleicht schon aus meinen anderen Kolumnen: Ich bin ein Fan von geschlossenen Flächen. Regale sind in der Küche zwar sehr praktisch, werden aber oft auch ganz schnell zugemüllt – und schon sieht auch der Ess- und Wohnbereich unaufgeräumt aus. Schöne Oberschränke mit geschlossenen Fronten schaffen hier Abhilfe und vermitteln – wie in diesem Beispiel – ein schönes, einheitliches und ruhiges Bild.

Auch die Arbeitsfläche solltet ihr möglichst frei halten. Wenn es der Platz erlaubt, dann bringt auch die Küchenmaschinen ruhig im Schrank unter. Klar, so eine Küchenhilfe kann schon mal super aussehen und lässt sich auch als Hingucker auf der Arbeitsplatte einsetzen. Meistens sind Mixer und andere Küchengeräte aber doch eher funktional als schön.

Dazu noch ein praktischer Tipp: Es gibt Schränke, bei denen ist schon eine Steckerleiste integriert. Ihr nehmt die Geräte einfach nur raus und könnt sie gleich benutzen. Und noch eins: Achtet auf möglichst leise Geräte. Die schönste Wohnküche nutzt euch nichts, wenn ihr euch wegen der Geräusche des Geschirrspülers nicht mehr unterhalten könnt.

Noch mehr Tipps zum Thema Wohnküche mit vielen aktuellen Einrichtungsbeispielen findet ihr in diesem Artikel:

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