Eva Brenner, TV-Star und Kolumnistin bei wohnglück.de, sitzt auf einer alten Werkbank
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Wohnen | Statement

Zu schade zum Wegwerfen: Upcycling-Tipps von Eva Brenner

Eva Brenner

Level: Für Alle

TV-Star und Wohnglück-Kolumnistin Eva Brenner über die Schätze auf dem Dachboden der Großeltern, tolle Upcycling-Projekte und warum es glücklich macht, alten Gegenständen neues Leben einzuhauchen.

Nachhaltigkeit ist ja eines der großen Themen. Völlig zu Recht, wie ich finde. Dinge einfach wegzuschmeißen, nur weil sie vielleicht etwas Patina angesetzt haben oder nicht mehr so funktional sind – das tut mir in der Seele weh.

Ich bin schon als Kind unheimlich gern auf den Dachboden meiner Großeltern geklettert und war fasziniert von den alten Sachen. Toll, was es da alles gab. Und toll, mit diesen Dingen spielerisch ganz neue Sachen anzufangen. Ihr kennt das bestimmt: In der kindlichen Phantasie werden dann aus Decken und Kartons ganze Schlösser, aus (angeblichem) Krimskrams wertvolle Schätze.

Die Geschichte der Dinge weitererzählen

Genau darum geht es für mich auch beim Upcycling. Um Phantasie und wie man diese auch als Erwachsener noch auslebt. Um Kreativität, ums "um die Ecke denken". Und heutzutage ist es ja dank des Internets unglaublich einfach, aus vermeintlich unnützen Sachen etwas Neues zu schaffen.

Mal ganz abgesehen davon, dass so etwas die Ressourcen schont: Mit einem eigenen Upcycling-Stück wird auch die Geschichte der Dinge weitererzählt. Da bekommen dann alte Weckgläser, die Oma zum Einmachen benutzt hat, plötzlich eine neue Funktion – und auch eine neue Bedeutung. Das hat für mich auch viel mit Wertschätzung zu tun.

An solchen Dingen zeigt sich auch sehr schön, wie ihr dem Mainstream entkommen könnt. Für die meisten von uns ist Wohnen auch ein Ausdruck der Individualität. Und die lässt sich ganz wunderbar mit Dingen zeigen, die eben nicht gekauft, sondern von uns selbst persönlich neu gestaltet wurden. Muss ja nicht immer gleich das große Möbelstück sein, auch mit kleinen Ideen lässt sich oft ein toller Aha-Effekt zaubern.

Wenig Aufwand, viel Effekt

Upcycling-Projekte sind daher für mich immer auch ein Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Wie gesagt: Der Aufwand, den ihr dabei betreibt, muss gar nicht mal so groß sein. Manchmal reicht einfach schon ein wenig Farbe, und in kürzester Zeit habt ihr aus einem alten Blumentopf einen echten Hingucker gemacht:

Und auch hier war nur ein wenig Farbe nötig, um aus Beistelltischen, die eigentlich schon ausgemustert waren, ein kleines Einrichtungs-Highlight zu gestalten:

Entscheidend ist, was IHR daraus macht

Das ist ja oft das Schöne am Upcycling: Die Basis ist schon vorhanden, es kommt immer nur darauf an, was ihr daraus macht. Beim Blumentopf ist es bei seiner ursprünglichen Bestimmung geblieben, ebenso wie bei den Tischen. Noch spannender sind Upcycling-Projekte, wenn aus dem Grundmaterial plötzlich etwas völlig Neues, Eigenes entsteht – wie bei diesem Skateboard:

So ein Projekt umzusetzen, da kann man schon ein wenig stolz auf sich sein. Das macht einfach glücklich. Und auch das ist ja ein schöner Nebeneffekt beim Upcycling: Ihr schont nicht nur Ressourcen. Ihr seid plötzlich Produktdesigner, Handwerker und Innenarchitekt in einem. Dazu möchte ich euch jedenfalls an dieser Stelle ermutigen.

Schaut euch gern diese und viele weitere Upcycling-Beispiele an. Lasst euch inspirieren und motivieren und geht euer eigenen Upcycling-Projekt an. Ich würde mich freuen, wenn ich euch dazu ein paar Ideen an die Hand geben konnte.

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