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Bauen | Listicle

Wenn euch die Decke auf den Kopf fällt: 10 tolle DIY-Projekte für Eltern und Kinder

Arne Schätzle

Während Schulen und Kitas geschlossen sind, sucht ihr nach spannenden, praktischen und kreativen Ideen für eure Kids? Wir haben 10 coole Projekte zusammengestellt.

Gemeinsame Eltern-Kind-Projekte fördern nicht nur die Geschicke unserer Kinder, sondern auch den Zusammenhalt und das Verständnis füreinander.

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Gerade jetzt, da es unsere Kinder vor eine besondere Herausforderung stellt, dass sie ihre Freunde nicht treffen können, weder privat noch in der Schule, rückt die Familie noch stärker in den Fokus.

In gemeinsamen Projekten zu spielen, zu bauen und zu experimentieren ist jetzt noch wichtiger als sonst. Die Möglichkeiten sind zahlreich und reichen von der einfachen Bastelei bis hin zu handwerklichen Projekten, von der kreativen Spielerei bis zu alltagstauglichen und praktischen Ideen.

Wir haben für euch zehn Ideen gesammelt, von denen ihr viele sogar mit Bordmitteln umsetzen könnt. Viel Spaß bei eurem gemeinsamen Projekt!

1. Tetra-Pak-Portemonnaie

Statt Tetra Paks in den Müll zu werfen, könnt ihr aus Milch- oder Safttüten einen praktischen Geldbeutel basteln. Das macht den Kindern immer viel Spaß und hinterher tragen sie ihr eigenes Portemonnaie voller Stolz bei sich.

Einziges Manko der Aktion: Tetra Paks gewinnen in der Regel keine Design-Preise. Vielleicht habt ihr dennoch einen im Haus, der dekorativ daher kommt, einen mit vielen Früchten drauf zum Beispiel. Wenn ihr mögt, könnt ihr ihn auch mit Stoff bekleben. Denkt daran, den Tetra Pak gut mit Geschirrspüler zu reinigen und anschließend ausreichend trocknen zu lassen. In diesem Video seht ihr, wie es funktioniert:

Damit sich eure neue Geldbörse verschließen lässt, befestigt ihr am besten einen nähfreien Druckknopf oder Klettband. Ein Haargummi geht natürlich auch – und schon ist das gute Stück fertig!

2. Nistkasten für den Garten

Gemeinsam einen Nistkasten für den eigenen Garten zu bauen, ist gar nicht so schwer. Die Form ist recht simpel und auch der Zusammenbau geht leicht von der Hand. Und dann im Frühjahr zu beobachten, wie die Meisen in dem Kasten ihre Jungen füttern, ist für alle Kinder eine große Schau.

Für euer Projekt braucht ihr 20 Millimeter dickes, ungehobeltes Holz. Vielleicht habt ihr ja noch die passenden Holzreste im Keller oder der Garage? Am haltbarsten sind Eichen-, Robinien- und Lärchenholz. Auch Kiefer- oder Fichtenbretter sind für euren Nistkasten immer noch eine gute Wahl.

Einen Bauplan mit den genauen Maßen vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) findet ihr hier.

3. Leuchtende Straßenmalkreide selbst herstellen

Ja, diese Straßenmalkreide leuchtet sogar im Dunkeln. Alles, was ihr braucht, sind zwei Esslöffel Mehl, 120 Milliliter Wasser, Flüssigseife, Lebensmittelfarbe oder farbiges Kreidepulver und natürlich die lumineszierende Farbe*, die ihr auch im Internet bestellen könnt.

Mehl, Wasser und die lumineszierende Farbe gut vermischen, dann noch einige Tropfen Flüssigseife zugeben. Wenn ihr farbige Leuchtkreide möchtet, gebt noch Lebensmittelfarbe hinzu. Nun könnt ihr die flüssige Farbe mit einem Pinsel auf dem Asphalt oder dunklem Papier auftragen. Die Farbe muss vorher gut angeleuchtet werden, damit sie im Dunkeln strahlt. Dies könnt ihr mit einer Taschenlampe beliebig oft wiederholen.

4. Murmelbahn aus Papierrollen

Eine bunte Murmelbahn aus Haushaltspapier-Rollen, das ist eine einfache Bastelidee, die auch euren Kindern bestimmt Spaß macht. Ihr braucht 15 bis 20 leere Papierrollen, eine Bodenplatte, auf der ihr eure Bahn montieren könnt, Farbe und handelsüblichen Kleber aus der Tube oder Heißkleber. Im folgenden Video seht ihr noch einmal genau, wie es funktioniert.

5. Vulkanausbruch im Eigenbau – mit Backpulver und Essig

Wenn es mal ein Projekt mit etwas Krawumm sein soll, dann ist dieses kleine Experiment vielleicht genau das Richtige. Das Zentrum eures Vulkans könnt aus einer aufgeschnittenen 0,5 Liter PET-Flasche herstellen. Wenn ihr Atelier-Gips im Haus habt, könnt ihr damit eine Vulkanlandschaft drumherum basteln und anmalen.

Alternativ tun es auch zwei Bahnen Alufolie, die ihr über die Flasche legt, am Boden festklebt und über der Öffnung einfach mit der Schere einschneidet. Eure Landschaft könnt ihr beispielsweise auf einem Backblech aufbauen, das ihr mit Backpapier ausgelegt habt, damit euer Tisch nicht beschädigt wird. Wie es funktioniert, seht ihr hier sehr anschaulich in diesem Video:

6. Kinderwerkbank selber bauen

Die Werkbank finden Kinder meist richtig spannend. Schon Jüngere spielen gerne mit den Spielzeug-Varianten von Bohrer, Fuchsschwanz und Hammer. Für ältere Kinder kann die Bank natürlich auch ein bisschen professioneller sein – etwa mit einem richtig gut funktionierenden Schraubstock.

Für euer Werkbank-Projekt braucht ihr einige Latten und einige Leimholzbretter – vielleicht steht ja noch einiges im Keller. Beim Schrauben und Leimen können eure Kinder euch sicherlich hier und da zur Hand gehen. Eine einfache Anleitung für eure Werkbank findet ihr hier.

7. Indoor-Spielsand selber machen

Wenn die Spielplätze dicht sind und gerade die kleineren Kinder das Spielen im Sand vermissen, könnt ihr euch zumindest euren Zaubersand selbst herstellen. Das Tolle daran ist, das schon die Herstellung mit freudigem Herummatschen verbunden ist.

Für Euren Zaubersand benötigt ihr nur zwei Zutaten: Öl und Mehl. Mischt beides im Verhältnis 1:8. Wenn ihr bunten Sand wollt, fügt ihr einfach etwas Lebensmittelfarbe hinzu. Und falls die kleine Prinzessin sich Glitzersand wünscht – auch das ist möglich. Gebt die Zutaten in eine große Schüssel und knetet sie so lange durch, bis sich Öl und Mehl gleichmäßig vermischt haben - et voilà!

Nun können eure Kinder ihre Förmchen holen und wie gewohnt mit dem Sand spielen. Euer Zaubersand lässt sich sogar leichter formen als normaler Sand, da er nicht so schnell zerfällt und so länger die Form hält. Allerdings lässt er sich genauso gut verteilen wie herkömmlicher Sand. Ihr tut also gut daran, euren Indoor-Spielplatz zu begrenzen und abzusichern, eventuell mit einem alten Laken oder einer alten Decke.

8. Indoor-Zelt selber bauen

Kinder lieben es, Höhlen und Zelte zu bauen. Gerne aus Kissen und Decken, die dann woanders fehlen, zum Beispiel auf dem Sofa. Wie wäre es also mit einem eigenen kleinen Indoor-Zelt, in das man sich jederzeit zum Lesen, Kuscheln oder Schlafen zurückziehen kann?

Zum Bau braucht ihr vier Dachlatten und drei Rundhölzer, ein paar Nieten ein Bettlaken und etwas Stofffarbe, wenn ihr das Zelt mit einem Muster versehen wollt. In unserem Beispiel ist es ein Wolkenzelt geworden. Eine genaue Anleitung für euer Indoor-Zelt findet ihr hier.

9. Kubb-Spiel aus Holzresten bauen

Das beliebte Outdoor-Spiel Kubb ist auch unter dem Namen "Wikingerschach" bekannt. Die Regeln sind einfach schnell erklärt. Ihr versucht, mit einem Holzstab die Holzklötze der gegnerischen Mannschaft abzuwerfen. (Eine genaue Kubb-Spielanleitung findet ihr hier.) Ihr spielt mit zwei beliebig großen Mannschaften, also mindestens zu zweit. Und ihr braucht eine kleine Rasenfläche, zum Beispiel im Garten, auf der ihr euer Spielfeld aufbaut.

Wenn euer Kind alt genug ist, um selber einen Fuchsschwanz zu benutzen, könnt ihr euch ein Kubb-Spiel gemeinsam selber bauen. Ihr braucht ein paar Hartholz-Reste. Wenn ihr im Keller keine mehr habt, könnt ihr euch auch im Baumarkt Kantholz und Rundholzstange besorgen. Einen Kubb-Bauplan findet ihr hier.

Alle Hölzer müsst ihr in der gewünschten Länge zusägen. Wenn mehrere Familienmitglieder zusammen bauen, könnt ihr euch dabei gut abwechseln. Lediglich die Königsfigur ist ein wenig aufwendiger: Für die Krone müsst ihr wahrscheinlich eine Stichsäge ansetzen. Schaut es euch am besten in diesem Video an:

10. Neue Wachsmalstifte aus Resten herstellen

Bestimmt habt auch ihr daheim auch einen beachtlichen Vorrat an Wachsmalstumpen: Reste von Wachsmalern, die zu klein sind, um sie noch vernünftig in der Hand zu halten, aber zu schade, um sie wegzuschmeißen. Aus diesen Resten könnt ihr mit nicht all zu viel Aufwand neue Wachsmaler backen.

Neben den Resten braucht ihr kleine Silikonförmchen, am besten Backformen. Vorsicht: Viele Eiswürfelformen, wie es sie beispielsweise auch bei Ikea gibt, sind meist nicht aus Silikon, sondern aus Kunststoff und schmelzen im Ofen. Achtet daher bitte darauf, dass es sich wirklich um Silikon handelt. Ansonsten ist alles erlaubt: Sterne oder Tierformen, nur einigermaßen griffig sollte es sein.

Sortiert zunächst die Stiftreste nach Farben, entfernt Papierreste und zerkleinert sie mit einem Messer. Testet vorher, ob sich die Reste gut schmelzen lassen (wie das geht, seht ihr indem Video oben). Anschließend füllt ihr die Wachsmalerreste in die Silikonförmchen. Danach schiebt ihr die Reste in den auf 160° Celsius vorgeheizten Backofen, bis sie geschmolzen sind – in der Regel dauert es circa 15 bis 20 Minuten. Nehmt die Formen aus dem Ofen und stellt sie zum Abkühlen zur Seite – fertig.

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