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Wohnen | Listicle

Nachhaltig leben: 10 Alltagsdinge, die ihr nie mehr kaufen müsst

Michael Penquitt

Um nachhaltig zu leben, müsst ihr nicht unbedingt verzichten. Diese 10 Alltags-Dinge könnt ihr durch umweltfreundliche Alternativen ersetzen.

Jeder und jede einzelne kann etwas für den Klima- und Umweltschutz tun. Was wie eine abgedroschene Phrase klingt, ist tatsächlich wahr. Mehr als das: Wir alle sollten mehr tun. Darauf können sich sogar die allermeisten Deutschen einigen: Laut einer repräsentativen Umfrage des Bundesumweltamtes von 2018 finden 81 Prozent der Befragten, dass die Bürgerinnen und Bürger hierzulande nicht genug oder eher nicht genug für den Umwelt- und Klimaschutz tun. In wohl kaum einem anderen Bereich ist die Einsicht und Übereinkunft darüber, dass etwas schief läuft, so groß.

So viel zur Theorie. In der Praxis schreiten trotzdem nur wenige zur Tat. Der Mensch ist und bleibt ein Gewohnheitstier, das sich mit Veränderungen schwer tut. Was viele nicht wissen: Umweltschutz bedeutet nicht zwangsläufig eine einschneidende Lebensveränderung. Schon mit wenigen Maßnahmen könnt ihr euren ökologischen Fußabdruck verkleinern.

Ein guter Anfang ist, den eigenen Verbrauch zu hinterfragen und Dinge, die besonders umweltschädlich sind, nicht mehr zu kaufen. Das heißt nicht, dass ihr auf bestimmte Gewohnheiten komplett verzichten müsst. Stattdessen können diese Verbrauchsgegenstände ganz leicht durch umweltfreundliche Optionen ersetzt werden. Wir präsentieren zehn Dinge, die ihr nie wieder kaufen müsst – inklusive der nachhaltigen Alternativen.

1. Deodorant

Auf handelsübliches Deo könnt ihr leicht verzichten. Keine Sorge, ihr werdet euer Umfeld deswegen noch lange nicht mit eurem Körpergeruch belästigen. Stattdessen könnt ihr den Deo-Roller immer und immer wieder mit selbst gemachtem Deo auffüllen. Zur Auswahl habt ihr unzählige DIY-Rezepte aus natürlichen Hausmitteln.

Eines der einfachsten geht so: 100 ml Wasser im Kochtopf bis kurz vor dem Sieden erhitzen. Dann verrührt ihr zwei Teelöffel Speisestärke, bis alles gleichmäßig aufgelöst ist. Wenn das Gel ein wenig abgekühlt ist, gebt ihr etwa zwei Teelöffel Natron hinein und rührt, bis auch das aufgelöst ist. Zum Abschluss fügt ihr einige Tropfen ätherischen Öls hinzu und füllt die Flüssigkeit in den Deo-Roller.

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2. Lippenbalsam

Auch wenn ihr euch vom Lippenpflegestift aus der Drogerie verabschiedet, stehen euch mit selbst gemachtem Lippenbalsam keine spröden Lippen bevor. Ganz im Gegenteil: Gewöhnliche Lippenpflegeprodukte lösen in manchen Fällen sogar eine gewisse Abhängigkeit aus, sodass ihr eure Lippen immer häufiger mit dem Zeug einschmieren müsst, damit sie nicht austrocknen. Wenn ihr stattdessen auf ein natürliches Gemisch aus Honig, Bienenwachs, Jojobaöl und Kakaobutter setzt, werden euch die Umwelt und eure Lippen danken.

3. Peeling

Über feinstes Mikroplastik, das auf unterschiedlichen Wegen in die Natur gelangt, wird schon seit Jahren gestritten. Halt, das stimmt nicht ganz! Eigentlich sind sich nämlich alle einig, dass das nicht geht. Und doch steht es noch aus, ob Mikroplastik zumindest in Kosmetikprodukten verboten wird.

Ihr könnt schon jetzt mehr tun. Die Kügelchen in vielen Körperpeelings bestehen nämlich häufig aus Kunststoff. Für eine natürliches Peeling ohne Plastik vermischt ihr frisches Kaffeepulver, warme Shea-Butter und Zucker im gewünschten Verhältnis miteinander. Für eine flüssigere Konsistenz könnt ihr auch etwas Mandel-, Oliven- oder Kokosöl hinzugeben.

4. Abschminkpads

Wattepads gehören zur Standardausstattung jedes Badezimmers. Vor allem Menschen, die häufig Schminke tragen, können nicht ohne. Oder doch? Schließlich werden die Baumwollfasern nur ein Mal verwendet, ehe sie entsorgt werden – das ist nicht besonders effizient.

Wiederverwendbare Abschminkpads aus Bambus und Baumwolle* sind hingegen nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch angenehmer im Gefühl. Schmutzige Pads können nach der Verwendung ganz einfach mit der restlichen Wäsche in die Waschmaschine wandern.

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5. Einwegrasierer

Einwegrasierer sind Quatsch. Nicht nur aus der Sicht des Umweltschutzes. Diese kleinen Dinger aus Plastik sind unhandlich und rasieren schlecht. Hoffentlich habt ihr also bereits einen Rasierer, der etwas länger hält. Doch auch die meisten dieser Modelle bestehen aus Plastik und lassen sich schlecht recyceln.

Unser Tipp: Besorgt euch einen hochwertigen Rasierhobel*. Natürlich müsst ihr dafür ein wenig mehr Geld in die Hand nehmen. Dafür hält er ewig und ihr müsst ab und zu nur die Rasierklinge wechseln. Ihr werdet auf längere Sicht also sogar Geld sparen. Mit etwas Übung rasiert ein solcher Hobel auch noch gründlicher als jeder konventionelle Rasierer.

6. Tampons und Binden

Volle Transparenz: Als Mann gehöre ich nicht zu den Koryphäen auf dem Gebiet der Damenhygiene. Doch Gespräche über umweltfreundliche Alternativen zu Tampons und Binden sind auch an mir nicht unbemerkt vorbeigegangen.

Sogenannte Menstruationstassen aus Silikon gehören zu diesen Alternativen. Es gibt mittlerweile viele Frauen, die auf diese kleinen Behälter schwören. Das wird auch dadurch deutlich, dass immer mehr Drogerien diese im Sortiment haben. Letztlich muss aber jede Frau selbst herausfinden, ob sie sich mit dieser Option wohl fühlt.

7. Weichspüler

Weich und kuschelig soll sie sein, die Kleidung, die aus der Waschmaschine kommt. Es ist deshalb völlig selbstverständlich geworden, zu jeder Wäsche eine Verschlusskappe Weichspüler hinzuzugeben.

Davon ist aus mehreren Gründen abzuraten. Handtücher sollten generell nicht mit handelsüblichem Weichspüler behandelt werden, denn danach drohen sie, Feuchtigkeit nicht mehr so gut aufzunehmen wie zuvor. Außerdem verklebt Weichspüler die Fasern von Sportbekleidung und kann Kontaktallergien auslösen. Und wenn ihr euch fragt, wieso eure Waschmaschine so unangenehm riecht: Weichspüler sind die häufigste Ursache dafür.

Was ihr stattdessen verwenden könnt? Essig ist eine gute Alternative bei heller Wäsche – keine Sorge, der Geruch verfliegt spätestens beim Trocknen. (Vorsicht: Essig nicht in Kombination mit Bleiche verwenden!) Für Buntwäsche könnt ihr euren eigenen Weichspüler mithilfe von Soda oder Natron herstellen. Das vermischt ihr mit etwas Wasser und gebt es in die Weichspülerkammer eurer Waschmaschine.

8. Reinigungsmittel

Ob Herd, Ofen, Küchenarbeitsplatte, Spüle, Fußboden, Fenster oder Waschbecken: Für jeden Einsatzort und -zweck gibt es ein eigenes Reinigungsmittel. Am Ende fließen einerseits Unmengen an Schadstoffen den Abfluss runter, andererseits wandern ganze Berge an Plastik in den Müll.

Ersetzen könnt ihr all das mit einer Handvoll an Hausmitteln, die im richtigen Mischverhältnis für strahlende Sauberkeit zu Hause sorgen. Werft mal einen Blick auf diese fünf DIY-Rezepte für natürliche Bio-Reiniger.

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9. Mineralwasser

Gegen in Flaschen abgefülltes Mineralwasser spricht alles. Immer wieder decken Recherchen auf, dass dieses vermeintlich hochwertige Wasser aus Grundwasserquellen geschöpft wird, die der lokalen Bevölkerung vorenthalten werden. Unter Umständen wird es in Plastikflaschen abgefüllt und reist um die halbe, manchmal sogar um die ganze Welt, bis es sich in den Supermärkten in unserer Nachbarschaft wiederfindet.

Dort kaufen wir es für ein Vielfaches dessen, was uns das Wasser aus der Leitung kostet. Und nicht nur das: Deutsches Leitungswasser ist in den allermeisten Fällen sehr gesund, teilweise sogar nährstoffreicher als das Mineralwasser in den Flaschen. Braucht es da noch mehr Argumente?

10. Küchenpapier und Mikrofasertücher

Die allergrößte Umweltsünde ist es nicht. Dafür aber, wie leicht sie sich vermeiden lässt, ist es fast schon unverständlich, wieso wir überhaupt jemals angefangen haben, Küchenpapier und Mikrofasertücher zu verwenden. Küchenpapier ist ein Wegwerfprodukt, was der Umwelt noch nie gefallen hat. Mikrofasertücher hingegen geben bei jeder Benutzung Mikroplastik ab.

Stattdessen könnten wir zu klassischen Baumwoll- oder sogar Bambustüchern zurückkehren, die sich immer und immer wieder verwenden lassen. Wenn ihr besonders kreativ und umweltfreundlich seid, könnt ihr alte Handtücher, die ihr andernfalls entsorgen würdet, in Form schneiden und als Putzlappen benutzen. Damit sie nicht ausfransen, empfiehlt es sich, die Ränder zuzunähen.

*Produkthinweise erfolgen rein redaktionell und unabhängig. Durch die von uns platzierten Affiliate-Links bekommen wir bei Kaufabschluss einen kleinen Anteil der Provision.

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