Tiny House inmitten der Natur
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Wohnen | News

Knapp ein Viertel der Deutschen kann sich das Leben im Tiny House vorstellen

Eva Dorothée Schmid

Eva Dorothée Schmid

Rund 47 Quadratmeter Wohnfläche hat jeder Deutsche zur Zeit zur Verfügung. Aber immer mehr Menschen können sich vorstellen, minimalistischer zu leben. Ein Tiny House kommt mittlerweile für 23 Prozent der Deutschen in Frage. Auch andere alternative Wohnformen werden beliebter.

Tiny Houses werden bei den Deutschen immer beliebter. In einer Umfrage aus dem Frühjahr 2019 sprachen sich 13 Prozent für das Wohnen in den Minihäusern aus. In der neuesten, repräsentativen Umfrage der YouGov Deutschland GmbH von Mitte Oktober zeigen sich bereits 23 Prozent der Befragten an Tiny Houses interessiert. Die Umfrage wurde im Auftrag der Interhyp AG durchgeführt.

"Wir sehen in unserer Umfrage, dass das Interesse an Tiny Houses stärker gestiegen ist als das Interesse für andere alternative Wohnformen", sagt Mirjam Mohr, Vorständin für das Privatkundengeschäft der Interhyp AG. In der Umfrage wurde auch das Interesse an einer Reihe anderer "alternativer Wohnformen" abgefragt:

  • Für Baumhäuser können sich heute 14 Prozent der Befragten erwärmen, vor zwei Jahren waren es elf Prozent.
  • In ein Hausboot zu ziehen, das können sich 34 Prozent der Befragten vorstellen, das sind fünf Prozent mehr als 2019.
  • Häuser müssen ökologischen Standards entsprechen. Dies befürworten mittlerweile knapp die Hälfte aller Befragten (47 Prozent), 2019 waren es 43 Prozent.

Warum Menschen in einem Tiny House leben wollen

"Die Menschen haben sich in der Pandemie verstärkt mit der Frage auseinandergesetzt, wie sie in Zukunft leben wollen. Die in Hotspots stark gestiegenen Immobilienpreise, aber auch die zuletzt aufgrund von Lieferengpässen ebenfalls stark gestiegenen Baukosten werden bei einigen Menschen die Prioritäten zugunsten von einem minimalistischeren, nachhaltigen Leben verschoben haben", fasst die Interhyp-Vorständin die Ergebnisse der aktuellen Umfrage zusammen.

Mehr als ein Drittel der Befragten kann sich vorstellen, aus Kostengründen in ein Tiny House zu ziehen, oder wenn die Immobilienpreise weiter ansteigen. Die Kosten für ein Tiny House liegen noch in einem überschaubaren Rahmen von etwa 40.000 bis 100.000 Euro, je nach Ausstattung und Materialkosten. Hier erfahrt ihr mehr zu den Kosten eines Tiny Houses.

Für 22 Prozent der Befragten könnte der ökologische Aspekt den Ausschlag für den Erwerb eines Kleinsthauses geben. Und für 31 Prozent wäre ein Tiny House als Ferienimmobilie, für 23 Prozent im Alter als Wohnsitz eine realistische Option. Nur ein Drittel der Bevölkerung kann sich partout nicht mit einem Tiny House anfreunden und sich in keinem Fall vorstellen, in einem Kleinsthaus zu wohnen.

Das sind die Vorzüge von Minihäusern

Die Vorzüge der Minihäuser liegen für die Befragten auf der Hand: Mehr als die Hälfte (54 Prozent) verbindet geringe Baukosten und sparsames Wohnen mit dem Tiny House. Weniger Zeitaufwand für Putzen und Aufräumen attestieren 41 Prozent dem kleinen Haus. Knapp ein Drittel (31 Prozent) schätzt das nachhaltige Wohnen. Etwas weniger, nämlich 28 Prozent die innovative Wohnform und nur knapp ein Viertel der Befragten (22 Prozent) die Mobilität. Für die restlichen 78 Prozent dürfte damit ein Minihaus eine echte Alternative zum Tiny House auf Rädern sein.

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