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Wohnen | News

Hält die Preis-Rallye bei Wohnimmobilien an?

Katharina Schneider

Die Preise für Wohnimmobilien sind im ersten Quartal des Jahres weiterhin gestiegen. Ob dieser Trend auch mit der Coronakrise so weitergeht, bleibt abzuwarten. Neueste Prognosen gehen nicht von einem Einsturz des Wohnimmobilienmarktes aus.

Die Immobilienpreise in Deutschland steigen und steigen. In den ersten drei Monaten dieses Jahres sind die Preise für Wohnimmobilien durchschnittlich um 6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden (Destatis) hervor.

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Demnach sind Wohnimmobilien nicht nur in den Städten, sondern auch auf dem Land teurer geworden. In den sieben größten Städten des Landes – Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf – mussten Käufer für Ein- und Zweifamilienhäuser im Schnitt 9,5 Prozent und für Eigentumswohnungen durchschnittlich 7,4 Prozent mehr bezahlen als noch ein Jahr zuvor.

In den kleineren Großstädten ab 100.000 Einwohnern ist das Bild umgekehrt: Hier kletterten die Preise für Eigentumswohnungen um 9,5 Prozent nach oben, die für Ein- und Zweifamilienhäuser um 8,3 Prozent. Auch wer sich für eine Wohnimmobilie im ländlichen Raum entschieden hat, musste für ein Ein- oder Zweifamilienhaus im Durchschnitt 6,1 Prozent, für eine Eigentumswohnung 4,9 Prozent mehr bezahlen.

Wie wirkt sich Corona auf die Preise von Wohnimmobilien aus?

Die Auswirkungen der Coronakrise dürften in den Zahlen aus dem ersten Quartal 2020 aber noch nicht zu sehen sein. Wie sich die mit der Pandemie verbundene Rezession auf den Markt der Wohnimmobilien auswirkt, ist noch unklar. Zumindest die Angebotspreise sind weiterhin stabil. Laut dem Corona-Index des Hamburger Analysehauses F+B sind die Angebotspreise für Wohnimmobilien leicht um 0,7 Prozent gestiegen. Eine Berechnung der Angebotspreise des Immobilienportals Immobilienscout24 zeigt ebenfalls einen Anstieg der Preise.

Zu Beginn der Krise besagten erste Schätzungen einen Preiseinbruch am Wohnungsmarkt um bis zu 25 Prozent. Das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln (IW) schätzte im April noch, dass die Preise für Wohnimmobilien um bis zu 17 Prozent sinken können. Mittlerweile hat das Institut die Schätzung bezüglich des Wohnungsmarktes allerdings revidiert.

"Auswirkungen auf Wohnimmobilien überschaubar"

Eine unlängst veröffentlichte Studie des Bundesverbands der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) hält die Auswirkungen der Coronakrise auf Wohnimmobilien für "überschaubar". Laut BVR-Prognose werden die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum im Jahr 2020 bundesweit um 4,8 Prozent steigen. Im vergangenen Jahr lag der Anstieg bei 5,7 Prozent. "Der Zuzug vieler Menschen in die Schwarmstädte wird sich fortsetzen und die weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen dürften einen Preiseinbruch verhindern", sagt BVR-Vorstandsmitglied Andreas Martin.

Zwar wirke sich die Pandemie negativ auf den Arbeitsmarkt und das verfügbare Einkommen der Menschen aus. Allerdings zeichne sich gerade ab, dass sich die Konjunktur stabilisiere – auch dank des Konjunkturpakets der Bundesregierung.

Das zeigt sich auch am aktuellen Index des Ifo Instituts für Wirtschaftsforschung in München: Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im Juni deutlich auf 86,2 Punkte angestiegen. Im Mai hatte er noch bei 79,7 Punkten gelegen.

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