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Wohnen | Ratgeber

Heizen im Winter: Was bedeuten eigentlich die Zahlen auf dem Heizungsregler?

Michael Penquitt

Level: Für Einsteiger

Nie wieder Streit um die Heizung! Wir verraten euch, was die Zahlen auf dem manuellen Heizungsregler bedeuten und wann ihr Hand anlegen solltet.

Fröstelt ihr noch oder heizt ihr schon? Wenn die Temperaturen draußen vor dem Fenster sinken und die Tage immer kürzer werden, bricht jedes Jahr aufs Neue in so manchem deutschen Haushalt eine rege Diskussion aus. Im Mittelpunkt: der Heizungsregler.

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Den einen kann es nicht schnell genug gehen, bis die Heizung voll aufgedreht wird und fordern schon bei zweistelligen Plusgraden lauthals eine zusätzliche Wärmezufuhr. Die anderen sind scheinbar völlig kälteunempfindlich und finden, geheizt werden müsse erst, wenn sich auf den Fensterscheiben Eisblumen bilden. Und so zieht sich in der kalten Jahreszeit ein Riss durch zahllose Familien.

Das muss nicht sein! Dass an dieser Sache ein Streit entfacht, liegt einzig daran, dass der heimische Thermostat bis heute vielen ein Rätsel ist. Die Zahlen auf dem Heizungsregler haben tatsächlich eine Bedeutung, theoretisch könnt ihr die Heizung das ganze Jahr über in Ruhe lassen.

Das bedeuten die Zahlen auf dem Heizungsregler

Klar ist: Je höher die Stufe eingestellt ist, desto wärmer wird es. Das heißt aber nicht, dass die Heizung dem Raum sofort zusätzliche Wärme zuführt, sobald der Regler auch nur ein Stück aufgedreht ist. Auf den meisten manuellen Thermostaten stehen Zahlen von 1 bis 5. Wenn ihr die Heizung auf 1 dreht, bedeutet das nicht, dass sie mit einem Fünftel ihrer vollen Power heizt. Das heißt lediglich, dass sie bis zu einer bestimmten Temperatur heizt. Denn: Im Thermostat ist eine Art Thermometer eingebaut.

Welche genaue Bedeutung den Stufen auf dem Regler zugeteilt wird, ist nicht allgemeingültig festgelegt. In der Regel aber entspricht Stufe 3 einer Raumtemperatur von 20 Grad Celsius. Diese Angabe kann zwar von Hersteller zu Hersteller leicht variieren, im Zweifelsfall könnt ihr selbst mit einem Raumthermometer nachmessen.

Direkt neben der 3 findet ihr aus diesem Grund auch meist ein kleines Sonnensymbol. Dieses verrät euch: Das ist die ideale Temperatur für Räume, in denen ihr euch tagsüber aufhaltet. Die restlichen durch Zahlen markierten Stufen stehen im Abstand von 4 Grad zueinander. Die 2 entspricht 16 Grad, die 4 dagegen 24 Grad. Wenn es dazwischen Strichmarkierungen gibt, stehen die jeweils für ein Grad. Der Halbmond markiert die beste Temperatur für die nächtliche Ruhe. Die Schneeflocke steht für den Frostschutz, der sich bei extrem niedrigen Temperaturen automatisch einschaltet, damit die Heizung nicht einfriert.

Konstante Temperatur dank Thermostat

In der Praxis heißt das: Wenn die Raumtemperatur ohnehin über 20 Grad Celsius liegt, hilft es auch nicht, die Heizung auf Stufe 3 zu schalten. Das macht nur Sinn, wenn die Temperatur andernfalls unter diese Grenze fallen würde. Ihr könnt den Heizungsregler demnach auch das ganze Jahr über aufgedreht lassen, damit die Temperatur möglichst konstant bleibt.

Zu hoch solltet ihr die Heizkörper aber auch nicht schalten. Zum einen belasten dauerhaft hohe Temperaturen den menschlichen Organismus und trocknen die Luft aus. Zum anderen wird dadurch unnötig viel Energie verschwendet. Wer die Temperatur um einen Grad senkt, kann rund sechs Prozent der Heizkosten einsparen.

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