Mensch überprüft Stromverbrauch mit Smart Meter und App
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Bundesrat fordert schnelleren Smart Meter-Ausbau in Deutschland

Katharina Schneider

Der Bundesrat hat die Bundesregierung aufgefordert, den Ausbau mit Smart Metern voranzutreiben. Die intelligenten Stromzähler sind die Voraussetzung für die Umsetzung einer EU-Richtlinie, die vor allem Verbraucher stärken soll.

Der Bundesrat fordert die Bundesregierung auf, die Nutzung von smarten Strommesssystemen – sogenannte Smart Meter – auszubauen. Der Grund: Die Konzentration auf Erneuerbare Energien mache eine optimale Steuerung über digitale Verbrauchszähleinrichtungen notwendig. Das steht in einem Beschluss der Länderregierungen vom 3. Juli 2020.

Dabei folgt der Bundesrat einem Antrag der Regierung von Baden-Württemberg. "Aktuell ist Deutschland hinsichtlich des Einbaus und der Nutzung von intelligenten Messsystemen, sogenannten Smart Metern, im Vergleich zu anderen EU-Mitgliedstaaten noch weit im Rückstand", sagte Peter Hauk (CDU), Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg. Die Länder fordern daher, die europäische Strombinnenmarktrichtlinie möglichst schnell umzusetzen.

Smart Meter-Ausbau braucht Akzeptanz bei Verbrauchern

Der Schwerpunkt der Richtlinie liegt auf der neuen Rolle des Verbrauchers, dessen Stellung gestärkt werden soll. So muss künftig ein schnellerer und einfacherer Versorgerwechsel möglich sein. Außerdem müssen die EU-Mitglieder sicher stellen, dass Versorger Verbrauchern keine Gebühren bei einem Versorgerwechsel auferlegen. Die Smart Meter-Ausstattung sowie Verträge mit dynamischen Stromtarifen müssen zudem sichergestellt werden. Der Bund hat bis zum Ende des Jahres Zeit, die Richtlinie umzusetzen.

Der Smart Meter Rollout ist Anfang des Jahres gestartet, bis 2032 sollen alle Zähler in Deutschland ausgetauscht werden. "Die weitere Verbreitung intelligenter Messsysteme kann aber nur erfolgreich sein, wenn deren Akzeptanz bei den Verbrauchern gefördert wird", sagt Hauk. Für Verbraucher seien die Smart Meter ein Vorteil, weil sie einen transparenten und bewussten Energieverbrauch ermöglichten. Nun sei die Bundesregierung am Zug, die von der Mehrheit der Länder unterstützten Vorschläge umzusetzen.

System muss weiterentwickelt werden

Dazu gehören die technischen Voraussetzungen, wie eine sichere Steuereinrichtung zum Anschluss an ein Smart Meter-Gateway in Verbindung mit einer praxistauglichen Kommunikationsplattform. Auch die Gateways an sich seien nachzuentwickeln, heißt es vom Bundesrat. Zudem fordern die Länder die Regierung auf, die von der Richtlinie geforderten dynamischen Verträge bei den Versorgern durchzusetzen.

Der Bundesrat fordert außerdem, dass die Regierung mögliche Synergieeffekte bei der Digitalisierung des Verbrauchs von Strom, Wärme, Gas und Wasser prüft.

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