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Wohnen | Listicle

Bilder aufhängen: 10 Ideen zum Schmücken der Wände

Michael Penquitt

Level: Für Alle

Bilder an den Wänden verleihen eurer Wohnung eine individuelle Note. Aber wie arrangiere ich sie am besten? Hier gibt's 10 Ideen zum Bilder aufhängen.

1. Viel hilft viel: Die Petersburger Hängung

Die Petersburger Hängung ist eine ganz besondere Herausforderung. Denn: Auf den ersten Blick wirken die kreuz und quer hängenden Bilder ganz schön chaotisch. Natürlich sind sie das aber nicht, zumindest sind sie nicht völlig wahllos angeordnet.

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Wer genügend Bilder hat, um einen größeren Bereich der Wand zu füllen, muss zu einem gewissen Grad aufs eigene Bauchgefühl hören. Es gibt aber auch Tipps und Tricks, wie ihr viele unterschiedliche Bilder dank der Petersburger Hängung zu einem Gesamtkunstwerk arrangiert.

2. Symmetrische Verhältnisse dank klarer Linien

Ein Gegenentwurf zur Petersburger Hängung ist die symmetrische Anordnung der Bilder. Ob Fotos, Drucke, Radierungen oder Gemälde, alle Bilder hängen in diesem Szenario im gleichen Abstand zu den benachbarten Werken und folgen geraden Linien.

Die größte Wirkung entfaltet eine solche Bilderwand, wenn die Werke alle aus einem Guss kommen – also entweder aus der Hand ein und desselben Künstlers stammen oder demselben Stil zuzuordnen sind. Dank der klaren Struktur bekommt jedes Bild dennoch genügend Raum, um für sich zu stehen.

3. Macht Eindruck: Das wandfüllende Kunstwerk

Der Klassiker unter allen, die den Luxus genießen, eine riesige Wohnung oder ein noch größeres Haus mit viel Platz an den Wänden zu haben: Ein Hingucker in Form eines großformatigen Gemäldes, der die Gäste gleich zu Beginn begrüßt. Das Werk muss selbstverständlich nicht unbedingt ein Gemälde sein und es muss auch nicht die komplette Wand ausfüllen.

Besonders gut kommt ein solches großformatiges Bild zur Geltung, wenn ihr die umgebende Wand als eine Art Passepartout betrachtet. Streicht die Wand in einer Farbe, die sich auch im Werk wiederfindet oder in einer dunklen Farbe, aus der das Bild geradezu heraussticht. Oder ihr nehmt tatsächlich die ganze Fläche, die euch zur Verfügung steht, und verpasst der Wand eine aufregende Tapete.

4. In Reih und Glied: Bilderleiste zum Aufstellen

Statt Bilder aufzuhängen, könnt ihr sie auch hinstellen. Das ist natürlich keine bahnbrechende Neuerfindung, Kommoden und Vitrinen mit eng gedrängten Familienfotos erfüllten schon unsere Großeltern mit Stolz.

In den vergangenen Jahren sind dagegen zunehmend an die Wand montierte Bilderleisten in die Mode gekommen. Die sorgen zwar für eine gewisse Ordnung, können aber auch dynamisch wirken, wenn eure Bilder in unterschiedlichen Größen und Formaten kommen. Um die Bilderleisten etwas aufzulockern, können sich auch andere Deko-Elemente zwischen den Rahmen dazugesellen.

5. Kreative Leitlinie: Auf Kante gehängt

Eine Bilderleiste, nur ohne Leiste, das ist die Kantenhängung. Das Prinzip ist einfach: Ihr orientiert euch an einer imaginären Linie und hängt eure Bilder bündig entlang dieser Linie auf. Die Bilderrahmen können unterschiedlich groß sein und in unterschiedlichen Formaten auftreten. Hauptsache der Abstand zwischen der oberen und der unteren Reihe bleibt gleich.

Als Hilfe könnt ihr ein Malerband an die Wand kleben. Die Bilder solltet ihr zunächst auf dem Boden arrangieren, um nicht unnötig viele Nägel in die Wand zu hauen. Gerade in langgezogenen Fluren eignet sich so eine visuelle Leitplanke hervorragend.

6. Alles im Rahmen: Inside the Lines hängen

Ähnlich wie bei der bereits erläuterten Petersburger Hängung können auch bei dieser Hängevariante unterschiedliche Größen, Formate und Stile miteinander kombiniert werden. Es gibt ebenso keinen einheitlichen Abstand zwischen den Bildern und keine eindeutigen Sichtachsen.

Der entscheidende Unterschied ist, dass ihr, wie der Name schon verrät, in einem selbst gewählten, frei wählbaren Rahmen bleibt. Entscheidet euch für eine geometrische Form (in diesem Fall ist es eine Art Oval) und hängt die Bilder innerhalb dieser definierten Grenzen. Am besten ihr fangt mit dem größten Bild in der Mitte an und wählt zu den Rändern hin kleinere Bilder.

7. Triptychon

Unter einem Triptychon versteht man ein Motiv, das auf drei Einzelbilder verteilt ist. Solche Triptychen kennen viele von Kirchenaltären und in anderen vor allem christlichen Kontexten. Mit der Zeit haben solche dreigeteilten Bilder auch Einzug ins Zuhause gefunden.

Dabei kann es sich um ein zusammenhängendes Bild handeln, muss es aber nicht. Das verbindende Element kann auch ein einheitlicher Stil sein. Hauptsache die drei Fragmente hängen in geringem Abstand zueinander in einer Reihe.

8. Um die Ecke gedacht

Kunst überwindet Grenzen. Viele Stellen an den Wänden werden schlicht nicht in Betracht gezogen, wenn es um eine kreative Gestaltung geht. Dadurch, dass diese Stellen oft leer bleiben, ist es umso aufregender, wenn es dort unerwartet doch mal etwas zu sehen gibt.

Zum Beispiel wird meistens ein Sicherheitsabstand zur nächsten Kante oder Ecke gewahrt, obwohl das gar nicht nötig ist. Wie wäre es, die beiden benachbarten Wandflächen als eine Gesamtfläche zu betrachten und die Bilder ohne Rücksicht auf konventionelle Sehgewohnheiten ums Eck zu hängen?

9. Bildergalerie über den Köpfen

Bilder können auch dort hängen, wo der Blick normalerweise nicht von selbst hinwandert. Da, wo die Decken hoch sind, ist beispielsweise über den Türen mehr als reichlich Platz zum Behängen der Wände.

Wenn die Bildergalerie, wie in diesem Beispiel, relativ kleinteilig bleibt, wirkt der Flur auf eine sympathische Art leicht urig. Eine absolut passende Hängung für Altbauwohnungen!

10. Den Boden als Ausstellungsfläche nutzen

Es müssen nicht immer gleich Nägel in die Wand gehauen werden. Gerade wenn ihr ein Bild mit großem Rahmen habt und nicht wisst, wohin damit: Lasst es auf dem Boden stehen! Ihr könnt es an einer geeigneten Stelle an die Wand anlehnen.

Das vermittelt den Eindruck, dass hier entspannte Menschen wohnen. Zugleich entsteht dadurch hinter dem Bild sogar ein wenig Stauraum, in dem ihr etwas verstecken könnt, was nicht komplett offen liegen soll. Aber Vorsicht: Stellt sicher, dass der Rahmen stabil steht und nicht nach wenigen Sekunden wieder auf dem glatten Boden wegrutscht.

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