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Wohnglück trifft: Tiny House-Berater Jean-Pierre Jacobi

Antonia Eigel

Level: Für Alle

Erst lebte er im Tiny House, dann baute er die kleinen Häuser selbst und mittlerweile arbeitet er als Berater: Jean-Pierre Jacobi ist Tiny House-Experte durch und durch. Wohnglück hat ihn in seinem Seecontainer besucht und ihm Fragen zum Tiny House-Wohntrend gestellt.

Jean-Pierre Jacobi ist in bester Gastgeberlaune. "Kommt erst mal rein und wärmt euch auf", sagt der 35-Jährige und hält unserem Wohnglück-Team die Tür zu seinem Tiny House auf. Draußen in der Hamburger Hafencity pfeift der eiskalte Wind, drinnen ist es überraschend warm. "Das liegt an meiner Fußbodenheizung", erklärt "Johnny" Jacobi. Der Tiny House-Berater kann sich ein stolzes Lächeln nicht verkneifen, während er mit einem Touchpad die Heizungsleistung erhöht.

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Es ist nicht die letzte überraschende Erkenntnis, zu der wir bei unserem Dreh mit Jean-Pierre Jacobi gelangen. Der alte Seecontainer, den er zu einem Coworking-Space umgebaut hat, dient uns zwei Stunden als Drehort und man merkt Jacobi an, wie viel Freude es ihm bereitet, über Tiny Houses zu sprechen. Kein Wunder, schließlich veranstaltet er auch Workshops zu diesem Trendthema.

Kurzinterview mit Jean-Pierre Jacobi

Der 35-Jährige lebt zusammen mit seiner Frau und Kind in Hamburg (nicht in einem Tiny House) und realisiert mit dem Projekt "CoWorkLand" ländliche Coworking-Spaces im Norden Deutschlands. Mit seinem mobilen Tiny House tourt Jean-Pierre Jacobi durchs Land und macht Station auf Tiny House-Festivals oder Pop-Up-Campus. Am liebsten steht er mit dem mobilen Seecontainer aber am Meer.

Wie er zum Thema Tiny House gekommen ist, verrät uns Jean-Pierre Jacobi im Kurzinterview:

Wohnglück: Jean-Pierre, seit wann beschäftigst du dich mit dem Thema Tiny House?

Jean-Pierre Jacobi: Das erste Mal bin ich 2007 so wirklich mit dem Thema Tiny House in Berührung gekommen. Damals lebte ich während meines Studiums den kompletten Sommer in einem Bauwagen, quasi dem Vorgänger des heutigen Tiny House.

Du bist Teil des Projekts CoWorkLand. Was genau kann man sich darunter vorstellen?

Jean-Pierre Jacobi: CoWorkLand ist eine Gemeinschaft, die sich für Coworking im ländlichen Raum einsetzt. Wir möchten Möglichkeiten schaffen, auch auf dem Land einen attraktiven Arbeitsplatz zu finden. Mittlerweile haben wir bereits einige Coworking-Spaces errichtet, wie zum Beispiel einen alten ausgebauten Heuboden in Felde, Schleswig-Holstein. Hier kann sich jeder ein Tages- oder Monatsticket online kaufen und mit anderen zusammen arbeiten.

Neben unseren festen Coworking-Spaces stehen wir mit unserem Pop-Up-Coworking-Space übers ganze Jahr verteilt an vielen verschiedenen Standorten in Deutschland.

Wie würdest du deinen Beruf bezeichnen?

Jean-Pierre Jacobi: Eigentlich bin ich Berater im Logistik-Bereich für eine Genossenschaft, die Tiny Houses verwendet. Das Thema Tiny House nutze ich als Werkzeug, um meinen Kunden Inhalte zu vermitteln und zu transportieren, die sie benötigen.

Welches Projekt war 2019 dein Highlight?

Jean-Pierre Jacobi: Ein ganz besonderes Projekt war im Sommer 2019 der Pop-Up-Campus in Gröhnwohld, direkt am Strand bei Schwedeneck. In Zusammenarbeit mit dem deutsch-dänischen Projekt VekselWirk haben wir hier einen Campus aus Tiny Houses aufgebaut. Es gab neben Arbeitsplätzen auch eine Küche, Übernachtungsmöglichkeiten und sogar eine Sauna und das direkt am Meer.

Was hat sich verändert, seitdem du dich mit dem Thema Tiny House und Coworking-Spaces beschäftigst?

Jean-Pierre Jacobi: Tatsächlich kann ich mir seitdem meinen Traum vom unabhängigen Arbeiten besser realisieren und somit auch ein Stück weit unabhängiger leben.

Alle Tiny House-Videos mit Jean-Pierre Jacobi

Woher kommt der Tiny House-Trend?

Ein überhitzter Wohnungsmarkt treibt viele Städter raus aus Großstädten wie Hamburg oder München. Dazu wächst das Bedürfnis nach einem bewussteren Konsum. Jean-Pierre Jacobi erklärt, wo der Tiny House-Trend seinen Ursprung hat.

Diese drei Fragen kennt jeder Tiny House-Bewohner

Noch gibt es nicht allzu viele Tiny Houses in Deutschland – und dementsprechend viel Neugier. Welche drei Fragen jeder Tiny House-Bewohner kennt, verrät uns Jean-Pierre in diesem Video:

Was sind die größten Vorteile eines Tiny Houses?

Ein großer Vorteil vom Leben im Tiny House ist die größere Flexibilität. Welche Vorteile das Leben im Tiny House außerdem mit sich bringt, erfahrt ihr hier:

Was sind die größten Nachteile eines Tiny Houses?

Die Suche nach dem richtigen Stellplatz stellt viele Tiny House-Besitzer vor eine große Herausforderung. Welche weiteren Nachteile sich mit dem Einzug ins Tiny House ergeben, hat Jean-Pierre kurz für euch zusammengefasst.

Ist es im Winter nicht schweinekalt im Tiny House?

Ob es sich bei dieser Frage um ein Klischee handelt? Tiny House-Experte Jean-Pierre Jacobi löst auf, wie es sich mit der Kälte im Tiny House im Winter verhält.

Was kostet ein Tiny House?

Jean-Pierre Jacobis Traumhaus würde mindestens 100.000 Euro kosten, sagt er. Doch muss es gleich so teuer sein? Wo die Preisspanne für Tiny Houses anfängt und was das mit Nachhaltigkeit zu tun hat, verrät der Experte hier:

Wie sieht der typische Tiny House-Interessent aus?

Den typischen Tiny House Interessenten gibt es eigentlich nicht. Welche Zielgruppen überraschenderweise am Tiny House-Bau interessiert sind, könnt ihr euch hier anschauen:

Von der Idee zur Umsetzung: Wie fange ich mit einem Tiny House-Projekt an?

Der Traum vom eigenen Tiny House scheitert bei vielen Interessierten bereits beim ersten Schritt. Denn wo fängt man eigentlich an? Tipps für die ersten Schritte zum eigenen Tiny House gibt euch Jean-Pierre Jacobi.

Lässt sich ein Tiny House ohne fremde Hilfe bauen?

Theoretisch ja, praktisch eher nein. Wenn es um den Bau eines Tiny House geht, sollte man nicht auf die Hilfe von Profis verzichten, meint Jean-Pierre Jacobi.

Tiny House-Baurecht: Wohin kann man ein Tiny House stellen?

Kann man ein Tiny House überall hinstellen? Spoiler: in Deutschland natürlich nicht. Was Jean-Pierre Jacobi dazu sagt, seht ihr im Video. Und auf wohnglück.de findet ihr natürlich auch eine ausführliche Antwort zum Thema "Baugenehmigung fürs Tiny House".

Drei klassische Fehler beim Tiny House-Bau?

Tiny House-Experte Jean-Pierre gibt Tipps, worauf ihr beim Bau eines Tiny Houses achten müsst und wieso ihr unbedingt einen festen Holzrahmenbau verwenden solltet.

Sind Tiny Houses nachhaltig?

Nachhaltigkeit und Tiny Houses. Zwei Begriffe, die oft in einem Satz genannt werden. Doch wie nachhaltig ist ein Tiny House wirklich? Antworten auf die Frage findet ihr in diesem Video:

Tiny House – echter Trend oder nur Hype?

Wird es in Zukunft immer mehr Tiny Houses geben oder ebbt der Hype um das kleine Minihaus bald schon wieder ab? Was Tiny House-Experte Jean-Pierre Jacobi darüber denkt, verrät er euch hier:

Ihr wollt noch mehr über Tiny Houses wissen? Dann besucht unsere Tiny House-Themenseite, die euch sämtliche Fragen rund ums Leben in den Minihäusern, und vor allem den Weg dorthin, beantwortet:

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