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Wohnen | Ratgeber

Pflanzen gießen bei Sommerhitze: Darauf müsst ihr achten

Michael Penquitt

Gerade im heißen Sommer stellt der Garten für viele Hobby-Gärtner eine Herausforderung dar. Wir stellen euch 5 wissenswerte Tipps zum Gießen eurer Pflanzen vor.

Zum vollständigen Traum von einem Einfamilienhaus gehört ein idyllischer Garten, in dem die Kinder toben, das Gemüse wachsen und ihr im Sommer im Schatten eines Baumes entspannen könnt. Doch so ein Garten und selbst ein mit Pflanzen dekorierter Balkon bedeuten reichlich Pflege und nicht wenig Arbeit. Gerade Hobby-Gärtnern kann diese Herausforderung über den Kopf wachsen. Vor allem im Sommer brauchen die Pflanzen viel Wasser, es gibt dabei aber auch einiges zu beachten. Bevor ihr euch also mit mäßigem Erfolg abrackert, haben wir fünf Tipps für euch, die ihr beim Gießen eurer Pflanzen im Sommer beachten solltet.

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1. Pflanzen nachts gießen

Die erste Regel, die ihr euch hinter die Ohren schreiben könnt: Es ergibt keinen Sinn, Pflanzen mitten am Tag in der sengenden Hitze zu gießen. Ja, es kann ihnen sogar schaden. Denn das Wasser verdunstet bei hohen Temperaturen viel zu schnell, als dass es tiefer ins Erdreich sickern könnte, wo es die Wurzeln aufnehmen können.

Wenn ihr das Wasser zudem direkt auf die Pflanzen spritzt, bilden sich Wasserperlen auf den Blättern, die wie ein Brennglas funktionieren. Dann können die Gewächse sogar einen "Sonnenbrand" bekommen.

Empfehlenswert ist es, das Beet in den sehr frühen Morgenstunden zu wässern. Zwischen 3 und 5 Uhr haben es die Pflanzen am liebsten. Dabei hilft euch ein smartes Gartenbewässerungssystem wie Eve Aqua oder Gardena Smart Water Control. Alternativ könnt ihr möglichst spät abends gießen, wenn das Erdreich bereits etwas abgekühlt ist. Am besten ihr greift euch einen Gartenschlauch oder eine Gießkanne und führt das Wasser direkt der Erde zu.

2. Viel hilft viel

Wenn ihr einen Garten unter eurer Obhut habt, zögert nicht, den Pflanzen viel Wasser zu gönnen. Ihr solltet es lieber vermeiden, sie jeden Tag zu gießen, damit sie nicht anfangen zu faulen. Stattdessen ist die Maxime: Seltener gießen, dafür viel. So können die Pflanzen tiefe Wurzeln bilden und werden dadurch resistenter gegen Trockenheit. Ein guter Indikator dafür, wann die Pflanzen wieder Wasser brauchen, ist, wenn die Blätter anfangen, ein wenig zu hängen.

Anders bei Topf- und Kübelpflanzen auf dem Balkon: Sie können keine besonders tiefen Wurzeln bilden und kommen deswegen nicht so leicht ans Wasser. Hier lieber häufiger gießen, dafür in kleineren Mengen. Bei extremer Hitze wollen einige Pflanzen sogar zwei Mal am Tag gegossen werden.

Beet- und Balkonpflanzen bevorzugen die Gießkanne oder den Gartenschlauch. © Getty Images

3. Wassermenge berechnen

Wann hat denn eigentlich so ein Beet oder Rasen genug? Zu wenig hat es der Rasen, wenn sich die Grashalme nach dem Betreten nicht mehr aufrichten. Dann ist es Zeit, den Rasensprenger anzuschmeißen. Bei Trockenheit ist das in der Regel etwa zwei Mal die Woche der Fall. Dabei gibt es einen Trick: Stellt ein leeres Wasserglas auf den Rasen und macht den Sprenger an. Erst wenn das Glas zu 1 bis 1,5 Zentimetern mit Wasser gefüllt ist, hat der Rasen genug. Das entspricht pro Quadratmeter 10 bis 15 Litern Wasser.

Bei Beetpflanzen könnt ihr pro Quadratmeter ungefähr zwei Gießkannen einrechnen. Kippt aber lieber nicht alles auf einmal in die Erde, sondern verteilt das Wasser über eine Stunde. Dann sickert es besser ins Erdreich bis hinunter in die Wurzelspitzen.

4. Pflanzen nicht erschrecken

Achtet darauf, eure Pflanzen keinen allzu großen Temperaturunterschieden auszusetzen. Das bedeutet auch, dass ihr sie nicht zu kalt gießen solltet. Wenn ihr Leitungswasser verwendet, lasst es vor dem Gießen einige Stunden bis zu einem Tag stehen und an die Außentemperatur anpassen. Noch besser: Ihr nehmt Regenwasser aus der Zisterne oder der Regentonne.

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5. Balkonpflanzen retten

So liebevoll ihr euch auch um eure Pflanzen kümmert, machen dennoch manche von ihnen wegen Wassermangel schlapp. Das ist manchmal unvermeidbar und passiert selbst den besten Gärtnern. Doch es besteht noch eine Chance auf Rettung: Wenn der Topf ein Abflussloch hat, empfehlen wir euch, die Pflanze mitsamt Topf in ein Becken voller Wasser zu stellen. Wenn keine Luftblasen mehr aufsteigen, könnt ihr die Pflanze rausholen und sie anschließend weiterhin regelmäßig gießen. Dann heißt es ganz fest Daumen, eine Garantie auf Erholung gibt es nicht.

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