Was sich grundsätzlich im Jahr 2026 beim Wohnen und Bauen verändert, liest du in unserem großen Überblick: 24 neue Gesetze und Regelungen: Das ändert sich 2026
Entwurf für neues Heizungsgesetz wird erwartet
Im April könnte es beim Heizungsgesetz einen wichtigen Schritt geben: Die Bundesregierung will einen ersten Gesetzentwurf für das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) vorstellen. Es soll das bisherige Gebäudeenergiegesetz ersetzen und die energetischen Anforderungen für Gebäude neu ordnen.
Eine zentrale Änderung betrifft die bisherige 65-Prozent-Vorgabe für erneuerbare Energien beim Heizungstausch. Diese pauschale Pflicht soll entfallen. Stattdessen setzt das geplante Gesetz stärker auf technologieoffene Lösungen. Heizsysteme könnten künftig auch mit klimaneutralen Brennstoffen wie Biogas oder Bioöl betrieben werden.
Bis das neue Gesetz tatsächlich gilt, bleibt allerdings alles beim Alten: Das aktuelle Gebäudeenergiegesetz mit seinen Übergangsregeln bleibt zunächst in Kraft. Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz soll nach aktuellem Stand im Sommer 2026 starten.
Du willst wissen, was dann auf dich zukommt? Lies hier mehr zum neuen Heizungsgesetz 2026.
Tariflöhne im Bau steigen
Für Bauunternehmen und Handwerksbetriebe gelten ab 1. April 2026 höhere Tariflöhne. Im Bauhauptgewerbe steigen die Löhne im Westen um 3,9 Prozent. Gleichzeitig wird die Angleichung der Löhne zwischen Ost und West abgeschlossen.
Für die Mindestvergütungen gilt ab sofort:
- Werker (Lohngruppe 1) erhalten künftig 15,86 Euro pro Stunde.
- Fachwerker (Lohngruppe 2) verdienen 17,34 Euro pro Stunde.
Da Bauleistungen stark vom Faktor Arbeit abhängen, können höhere Löhne auch Auswirkungen auf Baupreise und Handwerkerkosten haben. Für Bauherren oder Eigentümer, die eine Sanierung planen, könnten Projekte dadurch etwas teurer werden.
Wie sich die Baukosten generell entwickeln, kannst du in unserem Ratgeber dazu nachlesen.
Neue Regeln für E-Scooter und andere Elektrokleinstfahrzeuge
Ab 1. April 2026 gelten neue technische Vorschriften für Elektrokleinstfahrzeuge wie E-Scooter oder Segways. Ziel ist vor allem mehr Sicherheit im Straßenverkehr.
Neu ist zum Beispiel: Mehrachsige Fahrzeuge müssen künftig zwei voneinander unabhängige Bremsen haben – eine für das Vorder- und eine für das Hinterrad. Außerdem müssen die Fahrzeuge mit einer hell klingenden Glocke ausgestattet sein.
Auch bei Batterien und Kennzeichnungen gibt es kleinere Anpassungen. Am Mindestalter ändert sich nichts: E-Scooter dürfen weiterhin ab 14 Jahren gefahren werden.
Internetanschluss kann teurer werden
Ein Teil der Festnetzkunden der Deutschen Telekom muss sich im April auf höhere monatliche Kosten einstellen. Betroffen sind vor allem ältere Internetverträge, etwa MagentaZuhause- oder Call-&-Surf-Tarife, die vor April 2023 abgeschlossen wurden.
Bei diesen Bestandsverträgen steigt der Preis um rund zwei Euro pro Monat. Ein Beispiel: Der Tarif MagentaZuhause L mit 100 Mbit/s kostet künftig etwa 46,95 Euro statt 44,95 Euro.
Die Telekom begründet die Anpassung damit, dass ältere Tarife preislich näher an die aktuellen Angebote angepasst werden. Für Neukunden liegen die regulären Preise teilweise bereits höher.
Private Krankenversicherung: Beiträge bei der DKV steigen
Viele Kundinnen und Kunden der privaten Krankenversicherung DKV müssen ab 1. April 2026 höhere Beiträge zahlen. Wie stark die Anpassung ausfällt, hängt vom jeweiligen Tarif und Alter ab.
Im Durchschnitt steigen viele Unisex-Tarife um etwa 7 bis 10 Prozent. Bei älteren Tarifen kann die Erhöhung deutlich höher ausfallen – teilweise um mehr als 30 Prozent.
Solche Anpassungen sind in der privaten Krankenversicherung nicht ungewöhnlich. Sie erfolgen, wenn sich Kosten für medizinische Leistungen oder die Lebenserwartung der Versicherten verändern.
Nahverkehr wird regional teurer
Auch im öffentlichen Nahverkehr steigen in einigen Regionen die Preise. In Schleswig-Holstein erhöhen sich die Ticketpreise ab 1. April 2026 um durchschnittlich 4 bis 5 Prozent.
Unabhängig davon wurde das Deutschlandticket bereits zu Jahresbeginn auf 63 Euro pro Monat angehoben. Beim Fernverkehr der Deutschen Bahn bleiben die Preise 2026 dagegen weitgehend stabil.
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