Berlin bei Herbst
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Wohnen | News

Augsburg und Berlin leiden am stärksten: Wo Wohnen besonders teuer geworden ist

Katharina Schneider

Level: Für Alle

Die Immobilienpreise steigen weiterhin. Besonders drastisch war die Entwicklung in den vergangenen fünf Jahren in der Hauptstadt. Das hat vor allem einen Grund.

Die Immobilienpreise steigen und steigen – und am schlimmsten trifft es Berlin. Dort sind die Mieten seit 2014 um ganze 37,5 Prozent gestiegen. Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen sind in den fünf letzten Jahren sogar um 77,1 Prozent nach oben gegangen. Nur in Augsburg ist diese Entwicklung noch extremer: Dort müssen Wohnungskäufer 81 Prozent mehr ausgeben als noch im Jahr 2014.

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Das geht aus dem Städteranking 2019 (Link führt zu bezahlpflichtigem Inhalt) von "Wirtschaftswoche", Immobilienscout 24 und dem Institut der Deutschen Wirtschaft hervor.

Dafür werden alle 71 kreisfreien deutschen Städte über 100.000 Einwohner verglichen. Ein Teil des detaillierten Städtetests ist das Immobilienranking, dessen Datengrundlage Angebotspreise für Miet- und Eigentumswohnungen auf dem Immobilien-Portal Immbilienscout 24 sind.

Zuzug Grund für hohe Preise in Berlin

Als Grund für den starken Anstieg der Immobilienpreise in der Hauptstadt, der weit über dem Durchschnitt der 71 Test-Städte von 18,9 Prozent liegt, nennen die Studienautoren den starken Zuzug. Seit 2014 hat Berlin 250.000 zusätzliche Einwohner bekommen – und die müssen schließlich irgendwo leben.

Entwicklung der Mietpreise von 2014 bis 2019

  • Rang
  • Stadt
  • Mietpreisentwicklung
  • 1
  • Berlin
  • + 37,5 %
  • 2
  • Heilbronn
  • + 37,0 %
  • 3
  • Stuttgart
  • + 33,5 %
  • 4
  • München
  • + 32,6 %
  • 5
  • Augsburg
  • + 31,5 %
  • ...
  • 69
  • Salzgitter
  • + 9,8 %
  • 70
  • Cottbus
  • + 4,6 %
  • 71
  • Chemnitz
  • + 3,9 %

Entwicklung der Mietpreise in Bestandswohnungen pro Quadratmeter in den 71 kreisfreien deutschen Städten über 100.000 Einwohner (in Prozent, 2019 zu 2014).

Doch die Berliner können aufatmen. Denn gerade geht das Wachstum etwas zurück. Laut einem Ranking des Verbands der Deutschen Pfandbriefbanken sind die Mieten dort 2018 im Vergleich zum Vorjahr nur noch um 6,6 Prozent gestiegen. Auch das Wachstum der Eigentumswohnungspreise ist nicht mehr ganz so hoch. Mit 10,6 Prozent liegt es aber immer noch auf Platz der sieben größten deutschen Städte.

Auch in süddeutschen Städten müssen Menschen heute sehr viel mehr für eine Mietwohnung ausgeben als noch vor fünf Jahren. In Heilbronn stiegen die Preise um 37 Prozent, in Stuttgart um 33,5 Prozent und in München um 32,6 Prozent. In Augsburg müssen Menschen für Mietwohnungen auch viel mehr bezahlen als 2014 – 31,5 Prozent.

Immobilienpreise für Wohnungen in Augsburg stark gestiegen

Die schwäbische Stadt ist beim Preisanstieg der Eigentumswohnungen allerdings Spitzenreiter knapp vor Berlin. Im Durchschnitt der 71 Städte sind die Kaufpreise in den vergangenen fünf Jahren um 46,5 Prozent nach oben geklettert.

Entwicklung der Preise von Eigentumswohnungen von 2014 bis 2019

  • Rang
  • Stadt
  • Kaufpreisentwicklung
  • 1
  • Augsburg
  • + 81,0 %
  • 2
  • Berlin
  • + 77,1 %
  • 3
  • Leipzig
  • + 74,4 %
  • 4
  • Heilbronn
  • + 70,6 %
  • 5
  • Stuttgart
  • + 66,7 %
  • ...
  • 69
  • Cottbus
  • + 24,3 %
  • 70
  • Gelsenkirchen
  • + 21,5 %
  • 71
  • Hagen
  • + 16,3 %

Entwicklung der Preise für Eigentumswohnungen in den 71 kreisfreien deutschen Städten über 100.000 Einwohner (Wert in Prozent, 2019 zu 2014)

Am vergleichsweise günstigsten kommt davon, wer eine Wohnung in Cottbus (Preissteigerung von 24,3 Prozent), Gelsenkirchen (21,5 Prozent) oder Hagen (16,3 Prozent) kauft.

Auch die Mieten sind in Cottbus seit 2014 mit 4,6 Prozent nur wenig gestiegen. Am geringsten ist das Wachstum in Chemnitz: Dort muss heute nur 3,9 Prozent mehr Miete gezahlt werden als noch vor fünf Jahren.

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