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Wohnen | News

Trotz steigender Preise: Stiftung Warentest rät zum Immobilienkauf

Albert Linner

Level: Für Alle

Jahrelang steigende Preise lässt so manch einen vor dem Immobilienkauf zurückschrecken. Die Stiftung Warentest hingegen rät ausdrücklich dazu, jetzt zuzuschlagen – aus guten Gründen.

Der Traum von den eigenen vier Wänden – so manch einer in Deutschland hat ihn fast schon aufgegeben. Zu horrend sind die Preise, die noch dazu vielerorts stetig steigen. In München zum Beispiel sind die Preise für Einfamilienhäuser zwischen 2008 und 2018 um 240 Prozent gewachsen. Lohnt sich der Immobilienkauf überhaupt noch?

Ja, wenn es nach der Einschätzung der Stiftung Warentest geht. Die Experten sind der Meinung, dass sich der Kauf immer noch rechnet – weil die Zinsen für benötigte Kredite gerade sehr niedrig sind.

Laut einer Auswertung für die August-Ausgabe von "Finanztest" hat sich der Preisanstieg in den sieben größten Städten in Deutschland deutlich abgeschwächt. Im vergangenen Jahr hätten demnach Dortmund, Essen und Bayreuth zu den Städten mit der höchsten Preissteigerung gehört, nicht mehr München, Stuttgart, Köln und Hamburg.

Immobilien 5,6 Prozent teurer als im Vorjahr

Ausgewertet wurden Daten von Immobilienkäufern im ganzen Land. In der Zeitung findet sich eine Liste mit Preisen und Mieten für Wohnungen in 50 Städten und Landkreisen sowie Kaufpreise für Häuser in 25 Städten und Landkreisen.

Laut "Finanztest" sind Immobilien im letzten Quartal 2018 um 5,6 Prozent teurer geworden als noch im Jahr zuvor. Für Einfamilienhäuser mussten Käufer ganze 8,2 Prozent mehr berappen.

Der Kauf lohnt sich laut den Testern trotzdem – nicht zuletzt, weil auch die Mieten in den Großstädten immer weiter steigen. Das Fazit: Wer sich in deutschen Großstädten die Miete für eine Wohnung leisten kann, kann sich auch den Kauf einer Wohnung leisten – wenn er ein gewisses Eigenkapital mitbringt.

Eigenkapital lohnt sich beim Immobilienkauf

Der Einsatz von Eigenkapital sei aber auf jeden Fall sinnvoll, auch wenn Baugeld derzeit sehr billig ist und Kaufwillige bei entsprechend gutem Einkommen teilweise sogar den vollen Preis für eine Immobilie von der Bank geliehen bekommen. Denn auch wenn der Zinssatz für das restliche Darlehen sehr niedrig ist, müssen Immobilienkäufer oberhalb von 80 bis 90 Prozent des Kaufpreises weit mehr Zinsen zahlen.

Die reichen laut den Testern bis an die Zinssätze im Bereich des Dispokredits heran. Daher rät "Stiftung Warentest" Kaufinteressenten dazu, nicht mehr als 80 bis 90 Prozent des Kaufpreises durch einen Kredit zu finanzieren.

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