Herbstblumen im Garten werden von der flachen Nachmittagssonne beschienen
© Getty Images / Nabiha Dahhan

Wohnen | Listicle

Die schönsten Herbstpflanzen für Balkon & Terrasse

Alexander

Adieu Stimmungstief und Herbstblues: Wir verraten euch, mit welchen Pflanzen ihr euren Balkon und Garten in ein farbenfrohes Naherholungsgebiet verwandelt.

Mit dem Sommer verabschieden sich nicht nur die lauen Spätsommerabende, die Freibad- und Eisdielen-Temperaturen, sondern auch die kräftigen Farben und satten Grüntöne der Flora. Doch nur weil Jahreszeit und Natur die Farbpalette auf Grau, Braun und Beige umstellen, müsst ihr noch lange nicht dem Herbstblues verfallen.

Wir verraten euch, wie ihr Balkon und Terrasse mit dekorativer Bepflanzung in farbenfrohe Oasen verwandelt. Hier lest ihr zudem weitere Tipps, wie ihr es euch im Herbst so richtig gemütlich auf dem Balkon macht.

Wenn im Herbst die Bäume ihr verwelktes, braungefärbtes Blattwerk auf den asphaltgrauen Beton fallen lassen, wirkt sich das auch auf unser Gemüt aus. Denn Farben beeinflussen unsere Stimmung. So wirkt zum Beispiel Gelb anregend und befreiend, Orange erwärmend und Hellgrün besänftigend. Zum Glück braucht es nur wenig Aufwand und nicht mal einen grünen Daumen, um sich mit ein paar pflanzlichen Stimmungsaufhellern die Herbsttage zu versüßen.

1. Heidekraut: Der Klassiker im Herbst

Nahezu unverwüstlich und bescheiden in ihrer Pflege: Die Heide (auch Heidekraut oder Erica genannt) umfasst 800 Arten, von denen die meisten in Afrika heimisch sind. Für mitteleuropäische Balkone und Terrassen kommen deshalb nur ein paar Sorten infrage, die unserem Klima gewachsen sind. Vom Frühjahr bis in den November hinein erfreut euch die Besenheide mit ihren weißen, roten oder violetten Blüten. Die Beisenheide gehört zwar zur Familie der Heidekrautgewächse, ist aber streng genommen keine Erica, sondern eine Calluna.

Eine besondere Unterart der Besenheide stellt die Knospenheide dar. Ihre Blüten entwickeln sich nicht über das Knospenstadium hinaus (daher der Name). Da die Blüten nicht blühen, können sich auch nicht verblühen, was sie sehr temperaturresistent macht. Die farbigen Kelchblätter umschließen die Knopsen und schützen sie so vor Temperatur von bis zu minus zehn Grad.

Eine Nahaufnahme von schönen roten, weißen und rosanen Heideblüten
Die Heide begeistert im Herbst mit ihren wunderschönen, warmen Farben. © Getty Images / asobov

Ebenfalls sehr pflegeleicht und für unsere Klimazone gut gewappnet ist die Winterheide, auch Schneeheide genannt. Während ihrer Blütezeit von Dezember bis April erstrahlt sie in leuchtendem Weiß, Rot oder Rosa. Die 30 Zentimeter hohen Zwergsträucher sind vor allem im Frühjahr eine wichtige erste Anflugstelle für Bienen.

2. Hornveilchen: Duft des Frühlings

Hornveilchen blühen überwiegend im Frühjahr und Sommer. Dennoch gibt es ein paar Vertreter, die Balkon und Terrasse auch im Herbst noch bereichern. Die Staudenpflanzen sind winterhart und eignen sich aufgrund ihrer kurzen Stiele vor allem für die flächige Aussaat. In ihrem Farbspektrum ist das Hornveilchen dabei nahezu unbegrenzt: Von Weiß, Gelb, Orange, Rot bis hin zu Blau und Violett erstrahlen die schmetterlingsförmigen Blätter, ohne dabei allzu große Ansprüche zu stellen. Regelmäßiges Gießen und gelegentlich etwas Dünger sorgen für einen zweiten Frühling auf dem Balkon, der bis in die Nase steigt.

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3. Skimmie: Ein Hauch von Fernost

Der Japan-Import, die Skimmie, hat sich auch in unseren Breitengraden gut eingerichtet. Die "Skimmia Japonica Pabella", so der offizielle Name, ist als immergrünes Gewächs ideal für Herbst und Winter geeignet. Die anfangs grünen Beeren verfärben sich zum Herbst hin in leuchtendes Karminrot. Da Vögel und Kleintiere an den bunten Beeren kein Interesse zeigen, könnt ihr sie dafür umso länger genießen.

Die Pflanzen erreichen eine Höhe von etwas über einem Meter und finden sowohl auf der Terrasse als auch auf dem Balkon ausreichend Platz. Wichtig bei der Topfbepflanzung ist, dass das Wasser jederzeit ablaufen kann. Denn die ansonsten bescheidene Skimmie verträgt stehendes Wasser und zu viel Feuchtigkeit auf Dauer nicht.

Übrigens: Da die Skimmie zur Familie der Rautengewächse gehört, ist sie auch artverwandt mit dem Zitrusbaum. Wenn ihr die Blätter der Skimmie vorsichtig reibt, verströmen sie den süßlichen Duft frischer Zitronen. Alles weitere über Zitrusgewächse für Balkon & Terrasse findet ihr in unserem Ratgeber: "Zitrusbäume: Mittelmeer-Flair für Balkon und Garten".

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4. Fetthenne: Das Kamel unter den Balkonpflanzen

Ebenfalls kein Fan von Staunässe, ansonsten aber absolut pflegeleicht, ist die Fetthenne. Botanisch korrekt "Sedum", zählt die Fetthenne aus der Familie der Dickblattgewächse als ideale Herbstpflanze für Balkon und Terrasse. Dank ihrer kräftigen Stängel und der robusten Blüten ist die 50 bis 70 Zentimeter hohe Staude bis tief in den Winter hinein ein farbenfroher Anblick.

Die schirmförmigen Blüten leuchten ab Oktober in sattem Rot mit Nuancen ins Rosafarbene, bevor sie in intensivem Braun absterben. Mit der Fetthenne macht ihr nicht nur euch selbst eine Freude, sie dient Bienen und Schmetterlingen auch im Herbst noch als Nahrungsquelle.

Aufgrund ihrer stämmigen Struktur kann die Fetthenne viel Wasser in den Blättern und Stängeln speichern. Dadurch ist sie sehr genügsam und muss nicht jeden Tag gegossen werden. Auch hier ist wichtig, dass überschüssiges Wasser aus dem Gefäß abfließen kann. Die winterharte Fetthenne übersteht Temperaturen bis zu minus 25 Grad ohne Hilfe.

Sedum mit rosa Blüten
Winterhart und wunderschön: Die Fetthenne macht sich auch im Herbst auf jeder Terrasse und jedem Balkon gut. © Getty Images

5. Chrysanthemen und Herbstaster: Ein herbstliches Duett

Herbstaster und Chrysanthemen bieten sich im Duett für die herbstliche Balkonbepflanzung an, denn sie sind als Korbblütler artverwandt. Darüber hinaus beginnen Chrysanthemen, auch Winteraster genannt, zu blühen, wenn sich die Herbstaster gegen Ende Oktober langsam verabschiedet. Bei den Herbstastern eignen sich vor allem die Kissen-Astern für die Topfbegrünung, da sie eine maximale Wuchshöhe von 50 Zentimeter erreichen. Farblich treten die sonnenförmigen Blüten mit ihren länglichen Blättern sowohl pastellig als auch intensiv leuchtend in Erscheinung. Dabei deckt die Herbstaster das ganze Spektrum des Regenbogens ab: von Rosa über Rot und Blau bis zu Violett.

Auch die Chrysantheme sorgt im herbstlichen Grau für pittoreske Heiterkeit. Typische Farben hier sind: Gelb, Rot, Rosa, aber auch Bronze, Lachs und Burgunderrot. Die aus China stammende Pflanze steht dort übrigens für Glück und Wohlstand – kein Wunder bei den Farben. Anders als die Herbstaster wächst die Chrysantheme gut und gerne über einen Meter hoch. Bei der Höhe braucht sie auf jeden Fall eine Pflanzenstütze, zum Beispiel in Form von in den Boden gesteckten Bambusstangen.

Chrysanthemen brauchen durchgehend viel Wasser, da Regen bei dichtem Bewuchs oft nicht bis zur Erde durchdringt. Mangelnde Versorgung signalisieren euch die Pflanzen durch herunterhängende Blätter. Bei zeitnaher Bewässerung erholt sich die Pflanze zum Glück aber schnell wieder.

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