Modernisieren | Homestory

Haus sanieren: So haben wir unseren Hauseingang verlegt

Lina Stefanie

Unsere Sanierungs-Familie geht es an: Nach der Heizung ist bei der Sanierung der Doppelhaushälfte jetzt der Hauseingang dran. Der wird nicht nur erneuert, sondern gleich komplett verlegt. Dafür legt Vater Sascha selbst Hand an.

Hallo liebe Sanierungs-Fans,

eine der ersten Maßnahmen, die wir bei der Sanierung unserer Doppelhaushälfte in Angriff genommen haben, war ein neuer Hauseingang. Warum wir das gemacht haben? Dafür gab es zwei ganz konkrete Gründe.

Mehr Platz schaffen durch den neuen Hauseingang

Zum einen wollten wir den Grundriss des Erdgeschosses verändern. Die Idee kam ein wenig von uns selbst, durch Gespräche mit Firmen und vor allem durch meinen 90-jährigen Opa.

Wenn er bei uns zu Besuch war, fiel uns immer eines auf: Es war für ihn sehr mühselig, die winzige Gästetoilette zu erreichen. Denn er musste sich immer erst umständlich um die (nach innen zu öffnende) Tür herumwinden, um zum WC zu gelangen. Der Abstand wurde beim Bau des Hauses viel zu eng bemessen, oder anders gesagt: Der Raum war so einfach viel zu klein.

Es klingt jetzt vielleicht etwas merkwürdig, aber auch wir wollten mit Mitte/Ende 30 an unser Alter denken. Und daraus entstand die Idee unseres altersgerechten, aber modernen Gästebades. Dazu mehr in einem eigenen Beitrag über das neue Gäste-WC. Für den geplanten Umbau war jedenfalls eine Verlegung des Hauseingangs nötig.

Grundrissskizze vom Erdgeschoss einer Doppelhaushälfte
Grundrissskizze als Plan für den Umbau. Das WC war ursprünglich ganz rechts platziert und wurde verlegt. Links, wo vorher der Eingang war, wurde der alte Windfang zugemauert. Der neue Hauseingang führt jetzt von vorn direkt in die Garderobe. © Lina Stefanie

Alter Hauseingang, hässlicher Hauseingang

Der zweite Grund für einen neuen Hauseingang war noch simpler: Uns gefiel der alte Hauseingang einfach nicht. Als wir unser Haus 2011 kauften, wurde der Eingang an der Wetterseite noch durch alte Glasbausteine geschützt.

Diese früher übliche Art des Schutzes vor Witterungseinflüssen haben wir noch im ersten Jahr nach dem Kauf abgerissen. Die Glasbausteine waren einfach nicht mehr zeitgemäß. Aber: Jetzt hatten wir eine ständig kalte Hausecke.

Das hatte zur Folge, dass sich im Laufe der Zeit hinter unseren Küchenmöbeln aufgrund des mangelnden Austauschs mit warmer Umgebungsluft Stockflecken an den Innenwänden in der Küche bildeten. Und nicht nur dort, sondern auch bei Lilly oben im Zimmer. Das war ein Schock und uns war klar, dass wir die offene Hausecke unbedingt schließen mussten.

Gegenüberstellung: Alter Hauseingang, jetzt zugemauert
Vorher/Nachher: Erst wurden die Glasbausteine im alten Hauseingang entfernt. Dann kam die alte Haustür raus und die komplette Ecke wurde zugemauert. © Lina Stefanie

Wo ein Fenster war, ist jetzt der neue Hauseingang

Im Juni 2019 war es dann soweit: Lang geplant und schnell umgesetzt, wurde der alte Hauseingang im Juni ruckzuck von Sascha und einem Freund mit Maurerkenntnissen zugemauert. Tja, nun brauchten wir aber zeitgleich eine neue Hauseingangstür – oder überhaupt erst einmal einen neuen Hauseingang. Den Platz dafür hatten wir uns gut überlegt: Der neue Eingang sollte dort entstehen, wo vorher das Fenster zum Flur war. Statt eines Eingangs an der Seite lag der neue Zutritt nun frontal.

Dass wir mit solch einem großen Eingriff an der Substanz des Hauses arbeiten und natürlich auch auf die Statik schauen mussten, war uns von Anfang an klar. Hier halfen uns die Baupläne des Hauses und ein Anruf bei einem befreundeten Architekten.

Im Erdgeschoss war unser Haus durch die Betondecke zum Obergeschoss ausreichend gestützt. Der Architekt empfahl uns trotzdem, für alle Öffnungen ab einem Meter Breite einen zusätzlichen Sturz einziehen zu lassen. Hier ließen wir an nur zwei Tagen vom Bauunternehmem Rennert aus Kassel an der Vorderseite unseres Hauses zuerst die Arbeiten für drei neuen Fensteröffnungen in der Fassade ausführen. Gleichzeitig wurden dann auch gleich die wichtigen Fensterstürze darüber eingezogen.

Mit OSB-Platten sicherten die Rohbauer anschließend die neu geschaffenen, Tageslicht bringenden Öffnungen am Haus für wenige Tage. Dann folgte der Einbau des geplanten bodentiefen Fensters in Lillys Kinderzimmer im Obergeschoss und unten im Flur für unsere zukünftige Garderobe sowie das liegende Fensterelement in unserem neuen Duschbad. Zum Einbau der Fenster lest ihr in einem späteren Teil mehr.

Eine neue Haustür in nur zwei Tagen

Der Architekt erklärte uns auch, dass sich auf allen Hausseiten über den Fenstern im Obergeschoss ein so genannter Ringanker befindet. Glück für uns, denn so brachten wir die Stabilität des Hauses beim Öffnen der Hauswand auch in Lillys Kinderzimmer nicht in Gefahr.

Alles in allem ging der Einbau der neuen Haustür ziemlich fix über die Bühne. Die neue Haustür inklusive Sturz war innerhalb von zwei Tagen eingebaut. Und weil wir den alten Hauseingang zugemauert haben, hatten wir mal eben vier Quadratmeter Wohnfläche mehr.

Fehlte nur noch die Haustür selbst. Die hatten wir bereits im März bestellt. Hier war uns wichtig, dass sie sich gut in die gesamte Frontansicht des Hauses einfügt und mit den neuen Fenstern (dazu mehr in einem der nächsten Teile) harmoniert. Uns gefiel von Anfang an die schlicht gehaltene Haustür "Thermo 65" der Firma Hörmann in der RAL Farbe 7016. Stahl-Türblatt und Aluminiumzarge waren uns in punkto Sicherheit wichtig.

Austausch einer Hauseingangstür, Vorher/Nachher
Die neue Haustür wurde nicht nur versetzt, sie ist auch deutlich funktionaler (und schöner) als die alte. © Lina Stefanie

Übersicht der Kosten für den neuen Hauseingang

  • Zumauern des alten Hauseingangs: ca. 200 Euro für Material, sonst Eigenleistung
  • Aufstemmen der Wand für den neuen Hauseingang: Eigenleistung
  • Einbau neuer Sturz durch Fachfirma: 544,43 Euro inkl. MwSt.
  • Haustür von Hörmann, Modell Thermo 65: 1.764,04 Euro inkl. MwSt.

Über den Daumen haben wir für den neuen Hauseingang rund 2.500 Euro ausgegeben. Das wir so günstig weggekommen sind, haben wir vor allem durch viel Eigenleistung geschafft.

Tipp: Das solltet ihr beim Einbau einer neuen Haustür beachten

Wenn ihr euch überlegt, auch eine Haustür selbst einzubauen, ist eines ganz wichtig: Die Tür muss gut ausgerichtet sein. Sonst lässt sie sich später schlecht öffnen und schließen. In den meisten Haustüren sind heute Metallbänder eingearbeitet, über die sich die Tür mit Hilfe eines Inbusschlüssels gut einstellen lässt. Und: Der Rahmen der Haustür muss von Anfang an mit Wasserwaagen ausgerichtet und gut verschraubt sein. Hier werden vom Hersteller auch meist die passenden Schrauben empfohlen.

Ich hoffe, ihr hattet ein paar spannende Einsichten und konntet für euer eigenes Projekt einiges mitnehmen. Und ich würde mich natürlich sehr freuen, wenn ihr auch in den nächsten Blog-Beitrag reinschaut.

Bis dahin, liebe Grüße,

Eure Lina Stefanie

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