Es ist Winter und Kübelpflanzen stehen in einem Garten auf und neben einen Gartentisch auf der Terrasse.
© Getty Images/ Rosmarie Wirz

Wohnen | Ratgeber

Frostschäden an Pflanzen: Was tun bei erfrorenen Blättern & Trieben?

Michael Penquitt

Michael Penquitt

Frostschäden an draußen stehenden Pflanzen sind im Winter nicht ungewöhnlich. Auch wenn alle Hoffnung verloren scheint: Mit diesen helfenden Tipps rettet ihr eure Pflanzen.

Durch Frost stark mitgenommene Pflanzen sehen auf den ersten Blick häufig übel aus. So schwach wie sie scheinen, ist es um sie aber häufig nicht bestellt. Pflanzen mit Frostschaden lassen sich in vielen Fällen nämlich noch retten.

Auf der Terrasse eines modernen Holzhauses stehen zwei bunte Stühle und die Sonne scheint durch Baumkronen.

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Dafür solltet ihr aber, zumindest im Fall von Kübelpflanzen, schnell handeln. Denn meistens sind es die jungen Blätter und Triebe, die zuerst von der eisigen Kälte geschädigt werden. Sie enthalten viel Wasser, das gefriert und die Blattzellen zerstört. Ältere Pflanzenteile, besonders die bereits verholzten Triebe, halten Minusgraden viel länger Stand.

Woran erkenne ich Frostschäden an Pflanzen?

Bevor wir zu den eigentlichen Frostschäden kommen: Für Kübelpflanzen kann auch die sogenannte "Frosttrocknis" zur Gefahr werden. Diese tritt ein, wenn ihr euch vom Winter täuschen lasst und aufhört, die Pflanzen zu gießen. Doch auch im Winter betreiben Pflanzen Photosynthese, wenn auch langsamer. Sie brauchen also weiterhin regelmäßig Wasser, um nicht zu vertrocknen. Gebt ihnen den Winter über regelmäßig Wasser in kleinen Dosen. Vermeidet es, sie an frostigen Tagen zu gießen, denn ganz besonders dann können Frostschäden entstehen.

Diese erkennt ihr an herunterhängenden, schlaffen und zusammengerollten Blättern. Spätestens, wenn ihr feststellt, dass die Wurzeln faulen, ist das ein trügerisches Zeichen dafür, dass es der Pflanze miserabel geht. Schimmel an den Wurzeln tritt aber auch dann auf, wenn ihr zu viel gegossen habt und sich Staunässe bildet. Seid mit der Wassergabe deshalb sehr vorsichtig.

Manchmal wird der Frostschaden erst im Frühling deutlich, wenn die Pflanze neu austreibt. Sind die Zweige dunkel und erscheinen trocken oder sehen die Stauden glasig und matschig aus, könnte das an einem davongetragenen Frostschaden liegen. Seid ihr euch bei der Diagnose nicht sicher, hilft es, leicht an der Rinde zu kratzen. Ist der Trieb darunter grün, ist er noch am Leben.

Wie lässt sich eine Pflanze nach einem Frostschaden retten?

Besonders anfällig für Frostschäden sind eher junge, eingetopfte Pflanzen. Beetpflanzen hingegen profitieren von der im Erdreich gespeicherten Wärme. Es braucht schon mehrere Tage und Nächte am Stück mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, damit diese Pflanzen echte Schäden davontragen. Damit das nicht geschieht, solltet ihr eure Pflanzen, ob im Beet oder im Kübel, rechtzeitig vor Frost schützen.

Ist das Kind in den Brunnen gefallen, gilt es schnell zu handeln: Kübelpflanzen sollten zügig in einen etwas milderen Unterschlupf wie einen Keller oder einen Wintergarten gestellt werden. Idealerweise sollten dort Temperaturen zwischen 5 und 7 Grad herrschen. Beobachtet die Pflanze und vergesst nicht, sie weiterhin regelmäßig zu gießen. Die noch lebenden Blätter und Triebe sollten sich in wenigen Tagen wieder aufrichten. Die erfrorenen Pflanzenteile, die keine Regung mehr zeigen, solltet ihr abschneiden, sobald sie abgetrocknet sind. Ihr könnt die Kübelpflanze anschließend ins eigentliche Winterquartier mit einer Temperatur zwischen 10 und 15 Grad stellen.

Im Fall von Beetpflanzen könnt ihr zunächst nicht viel ausrichten. Hier heißt es abwarten und die Pflanze in der Zwischenzeit möglichst gut vor weiteren Frostschäden schützen. Sobald es wieder dauerhaft etwas wärmer wird, könnt ihr die abgestorbenen Teile abschneiden. Wartet dabei darauf, dass die Pflanze neu austreibt, damit ihr euch sicher seid, welche Triebe tot sind.

Im Frühling solltet ihr die Pflanze dann auch genauestens auf Schädlinge und Krankheiten untersuchen. Frostgeschädigte Pflanzen sind schwächer und damit anfälliger für Infektionen. Im schlimmsten Fall werdet ihr feststellen, dass die Wurzeln faulen. Schimmelnde Wurzeln solltet ihr sofort vorsichtig entfernen und die Pflanze in neue Erde pflanzen. Danach könnt ihr nur noch Daumen drücken, dass die Pflanze das überlebt.

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