Marienkäfer frisst Blattläuse
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Schädlinge im Garten: Tipps für eine natürliche Bekämpfung

Sabine Tropp

Level: Für Alle

Schädlinge im Garten: Die wenigsten Gartenbesitzer mögen Schnecken, Maden oder Wühlmäuse. Die Natur hat aber auch ohne Pestizide genügend Tricks auf Lager, um Schädlinge zu bekämpfen.

Pralle Äpfel, knackige Möhren und feinster Salat in einem Meer von bunten Blüten: So wünscht sich der Hobbygärtner sein grünes Paradies. Doch die Realität sieht oft anders aus. Schädlinge im Garten, die angefressene Blätter, kahle Triebe und welke Knospen hinterlassen oder Obst zerfressen, treiben Gartenbesitzer zur Verzweiflung.

In einem naturnahen Garten halten sich Nützlinge und Schädlinge normalerweise das Gleichgewicht. Aber ab und zu gerät etwas in Schieflage, etwa durch zu milde Winter, lange Trocken- oder Regenperioden. Mal stürzen sich Scharen von Blattläusen auf Rosenknospen, mal fressen sich Maden durch die Früchte am Obstbaum.

Im Untergrund zernagen Wühlmäuse, Raupen und Würmer die Wurzeln von Pflanzen und bringen diese im schlimmsten Fall zum Absterben. Besonders lästig sind durch Billig-Importpflanzen eingeschleppte Schädlinge wie der Buchsbaumzünsler, die kaum natürlich Fressfeinde in hiesigen Regionen haben.

Die häufigsten Pflanzenschäden

Ein wichtiger Schritt, um ungebetenen Besuchern den Aufenthalt im Garten zu vermiesen, ist, sie rechtzeitig zu erkennen. Woran erkennt man als Laie, wer sich gerade ungebetenerweise im Garten breit macht? Hier die gängigsten "Schadensbilder".

Nachteile von Pestiziden gegen Schädlinge

Die Verlockung, mit der Giftspritze Schnecken, Maden und Wühlmäuse möglichst schnell auszurotten, ist groß. Aber Hände weg von der chemischen Keule. Nicht nur in der kommerziellen Landwirtschaft, auch im heimischen Garten hat der übermäßige Einsatz von Insektiziden und Pestiziden drastische Folgen.

Chemikalien führen dazu, dass wichtige Bestäuber wie Bienen und Hummeln aussterben, außerdem rotten viele Pflanzenschutzmittel neben unerwünschten Krabbeltieren auch nützliche Kleinstlebewesen aus.

Die Folge: Vögel, Igel und Lurche, die sich und ihre Brut von Insekten und deren Larven ernähren, finden nicht mehr genug Nahrung. Zudem können sich die Inhaltsstoffe von Schädlings- und Unkrautvernichtungsmitteln im angepflanzten Obst und Gemüse ablagern.

Oft lässt sich mit wenig Aufwand natürlich Abhilfe schaffen. In naturnahen Gärten – die übrigens auch weniger Arbeit machen – leben Tiere, die Schädlinge zum Fressen gern haben. Sie helfen auf ganz natürliche Art und Weise bei der Schädlingsbekämpfung.

Natürliche Schädlingsbekämpung: 12 Nützlinge

Nicht alles, was da im und ums Beet kreucht und fleucht, ist schädlich. Viele Insekten und kleine Tiere haben den unerwünschten Besuch auf und unter der Erde zum Fressen gerne. "Wo sich viele Nützlinge vom Marienkäfer bis zur Erdkröte wohlfühlen, können weniger beliebte Gartenbewohner nur schwer die Oberhand gewinnen", rät auch der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde.

1. Florfliege gegen Blattläuse

Florfliegen bekämpfen die lästigen Blattläuse.

Florfliege
Die Florfliegen-Larven haben Blattläuse zum Fressen gern. © Uschi Dreiucker/ Pixelio

2. Kröte gegen Schädlinge

Kröten verspeisen Würmer, Maden und Raupen.

Kröte im Grünen
Kröten machen – gut versteckt im Gras – Jagd auf Würmer, Maden und Raupen. © Pxhere

3. Igel gegen Insekten

Igel sind im Morgengrauen im Garten unterwegs auf Nahrungssuche – sie sind leidenschaftliche Insektenfresser.

Igel im Laub
Igel sind leidenschaftliche Insektenfresser. © Pxhere

4. Blindschleiche gegen Schädlinge

Blindschleichen sind keine Schlangen, sondern Echsen ohne Beine. Sie essen am liebsten Schnecken, Würmer und Insekten.

Blindschleiche
Die kleine Blindschleiche sieht aus wie eine Schlange, ist aber eine Echse ohne Beine! © JenaFoto24.de / Pixelio

5. Marienkäfer gegen Blattläuse

Ein Marienkäfer frisst täglich 100 bis 150 Pflanzen saugende Blattläuse. Auch seine Larven sind sehr gefräsig. Jede einzelne frisst in den drei Wochen bis zu ihrer Verpuppung bis zu 600 Blattläuse.

Die Nachkommen eines einzigen Marienkäfers können so während des Sommers an die 100.000 Läuse vertilgen.

Marienkäfer
Marienkäfer und ihre Larven fressen Unmengen von Blattläusen. © Pxhere

6. Ohrwurm gegen Schädlinge

Auch der Ohrwurm isst gerne Blattläuse. Als Allesfresser vernichtet er aber auch andere Schädlinge.

Ohrwurm
Der Ohrwurm ist ein Allesfresser und verschmäht weder Blattläuse noch Raupen. © G. Bohne/Wikimedia

7. Schlupfwespe gegen Motten

Anders als ihre Verwandte, die Wespe, sticht die Schlupfwespe nicht. Und noch dazu frisst sie am liebsten Läuse, Käfer und vor allem Motten.

Schlupfwespe
Die Schlupfwespe ähnelt zwar ihrer Verwandten, sticht aber nicht. © Luise / Pixelio

8. Spinnen gegen Insekten

Von wegen "Igitt"! Spinnen machen in ihren Netzen Jagd nach geflügelten Schädlingen.

Spinne im Spinnennetz
Spinnen legen sich in ihren Netzen auf die Lauer nach Fliegen, Mücken und anderen Insekten. © Xavier Demarets /Pixnio

9. Spitzmaus gegen Kriechtiere

Während Wühlmäuse im Garten eher unerwünscht sind, ist die Spitzmaus nützlich. Sie füllt sich den Magen mit lästigen Kriechtieren.

Spitzmaus
Maus ist nicht gleich Maus. Die winzige Spitzmaus verspeist lästige Kriechtiere. © Pixabay

10. Weinbergschnecke gegen Schädlinge

Schnecken mit Gehäuse sind harmlos. Die Weinbergschnecke frisst sogar die Gelege ihrer nackten Verwandtschaft.

Weinbergschnecken
Die Weinbergschnecke ist durchaus nützlich gegen Schädlinge. © Pixabay

Grundsätzlich gilt: "Gärtnern ist immer eine Arbeit in der Natur und mit der Natur", sagt der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde. "Die volle Kontrolle über das, was wächst, hat auch der beste Gärtner nicht. Im Zweifel hilft nur ausprobieren, beobachten, nachjustieren und nicht zu sehr ärgern."

Abwehr und Bekämpfung der wichtigsten Schädlinge

Was lässt sich gegen Blattläuse, Nacktschnecken, Wühlmäuse, Raupen und Larven, Erdflöhe und Buchsbaumzünsler tun? Hier kommen Tipps, wie ihr die häufigsten Schädlinge mit natürlichen Mitteln aus dem Garten vertreibt.

Blattläuse

Kaum zu übersehen sind im Frühjahr die ersten Blattläuse und ihre Hinterlassenschaften. In manchen Jahren treten sie gleich massenhaft auf. Die kleinen schwarz oder hellgrün gefärbten Feinschmecker saugen den Saft aus jungen Knospen und Trieben von Blumen, Gehölzen, Obst oder Gemüse und lassen sie verwelken.

Ameisen und Blattläuse
Blattläuse sind schwarz oder hellgrün und saugen den Saft aus jungen Knospen und Trieben von Blumen, Gehölzen, Obst oder Gemüse und lassen sie verwelken. © Pxhere

Abwehr: Marienkäfer, Flor- und Schwebfliegen, Schlupfwespen und deren Larven vertilgen die Läuse gleich in Scharen, darunter auch Schildläuse, die Pflanzen wie Oleander und Lorbeer befallen. Manchmal hilft auch schon eine kräftige Dusche gegen die Käfer. Einzelne Läuse, bevor sie sich zu sehr vermehren, mit einem starken Wasserstrahl von der Pflanze abwaschen oder einfach mit den Fingern abstreifen.

Helfershelfer der Sauger sind oft Ameisen. Sie sind zwar nicht direkt schädlich, pflegen und hegen aber ihre "Haustiere" wegen deren süßer Ausscheidungen. Da Ameisen Pflanzenabfälle und tote Tiere fressen, sind sie aber gleichzeitig auch nützlich. Deshalb nicht sofort töten, sondern einfach umsiedeln. Mit einer Schaufel den Bau vorsichtig ausgraben und an einem geeigneten Ort absetzen.

Tipp: Duftende Kräuter wie Lavendel, Thymian und Bohnenkraut zwischen Rosen, Bohnen und Apfelbäumen gepflanzt "stinken" den Läusen und halten sie in Schach. Haben sich die Insekten doch einmal zu stark ausgebreitet, mit einem Tee aus Rainfarn, Wermut oder Rhabarberblättern besprühen. Auch ein Sud aus Schmierseife hilft.

Nacktschnecken

Nacktschnecken sind der Albtraum jedes Gärtners. Kaum zeigen sich an Kräutern, Salat und Gemüse die ersten Triebe, machen sich ihre verfressenen Liebhaber in der Nacht auf den Weg. Am nächsten Morgen bietet sich ein trauriges Bild im Beet: eine Spur von Schneckenschleim, die zu den bis auf die Stängel abnagten Jungpflanzen führt.

Nacktschnecke
Nacktschnecken hinterlassen eine Spur von Schneckenschleim und fressen Jungpflanzen ab. © Pxhere

Abwehr: Einen besonders großen Appetit auf Nacktschnecken haben Maulwürfe, Spitzmäuse, Igel, Kröten und Blindschleichen. Auch vielen Vögeln wie Rotkehlen, Meisen, Amseln und Buchfinken dienen die Weichtiere als Nahrung.

Wen Maulwurfshügel im Rasen stören, einfach die Erde abtragen und in den Balkonkasten geben. Ein toller Dünger!

Tausendfüßler und Weinbergschnecken fressen gern die Schneckengelege. Die kleinen Gehäuseschnecken richten übrigens kaum Schaden an. Sie können getrost im Garten toleriert werden.

Tipp: Einen ungemütlichen Saum aus spitzen Tannennadeln, Eier- oder Nussschalen um die Beete streuen. Ihm gehen Nacktschnecken lieber aus dem Weg. Außerdem frühmorgens statt abends wässern. Feuchte Erde lockt die Nachtschwärmer in der Dunkelheit aus ihrem Versteck. Ist Regen vorhergesagt, abends Kartonstücke oder Holzbretter auslegen. Unter ihnen lassen sich die Schnecken am nächsten Tag bequem aufsammeln.

Wühlmäuse

Die schlimmsten Schäden im Garten hinterlässt die Wühlmaus. Das 12 bis 20 Zentimeter große Tier frisst die Wurzeln von Gemüsepflanzen und Obstgewächsen, Sträuchern sowie Stauden. Auch die Zwiebeln vieler Blumensorten sind für den Erdbewohner ein Leckerbissen. Die Pflanzen sterben ab.

Wühlmaus
Die Wühlmaus hinterlässt die schlimmsten Schäden im Garten. © Wikimedia

Abwehr: Der kleine Nager ist zum Unmut aller Gartenbesitzer extrem schwer zu vertreiben. Seine schnurgeraden Gänge durchziehen den ganzen Garten, die Wühlmaus bringt selbst junge Obstbäume zu Fall. Knoblauch, Kaiserkronen, Schwarze Johannisbeeren oder Narzissen, Fischköpfe und Thujablätter sollen mit ihrem starken Geruch angeblich die empfindliche Nase der Wühlmaus stören und sie vertreiben. Manche Hobbygärtner schwören auf Holunderblätter-Jauche oder menschliche Haarreste.

Doch das alles hilft wenig gegen Wühlmäuse, sagen die Experten vom Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG). "Hausmittel wie Knoblauch, dessen Geruch die Tiere angeblich vertreibt, sind leider wirkungslos", sagt BDG-Fachberater Thomas Wagner. "Nur weil Menschen starken Knoblauchgeruch unangenehm finden, geht es der Wühlmaus nicht genauso. Sie vertilgt sogar mit Vorliebe Porree und Zwiebeln von Zierlaucharten – alle eng mit dem Knoblauch verwandt."

Und auch der Kauf von Klappermühlen, Klopfschallvibratoren oder Ultraschallgeräte lohne sich nicht. Solche Geräte seien "langfristig wirkungslos", meint der BDG und rät stattdessen zu konsequentem Schutz durch Pflanzkörbe: "Die Maschen des Drahtes sollten nicht größer als 15 Millimeter sein, und wer selber bastelt, muss darauf achten, die Seiten gut zu verhaken."

Tipp: Die sicherste Methode, die lästige Maus und ihren Anhang loszuwerden, ist der größte Feind ihrer gesamten Spezies: die Katze. Wo ein Stubentiger auf Beutezug geht, ist der Garten meist innerhalb weniger Monate frei von den ungebetenen Gästen.

Larven und Raupen

Finden sich winzige Löcher oder Fraßkanäle an Knollen, Zwiebeln, Erbsenschoten und Wurzeln, sind die Täter oft unter der Erde zu finden. Larven und Raupen von Dickmaulrüsselkäfern, Maulwurfsgrillen, Nachtfaltern, Schnellkäfer, Lauchmotte oder Möhrenfliege waren hier am Werk.

Maulwurfsgrille
Eine Maulwurfsgrille ist hier am Werk. © Pixabay

Abwehr: Ihre Maden und Raupen haben viele natürliche Fressfeinde wie Igel, Spitzmäuse, Amseln, Laufkäfer, Schlupfwespen, Maulwurf oder Ohrwürmer. Regelmäßiges Harken der Beete stört die Larven und vertreibt sie aus der Erde.

In der Dunkelheit lohnt sich ein Rundgang durch den Garten. Mit der Taschenlampe bewaffnet lassen sich die nachtaktiven Kriecher ebenso wie Nacktschnecken gut aufstöbern und entfernen. Eine Dusche mit Rainfarn- oder Wermut-Tee auf Pflanzenblätter und die sie umgebende Erde hält die Schädlinge ebenfalls ab.

Schädliche Wurzelälchen oder die Larven des gefürchteten Dickmaulrüsslers lassen sich mit Nematoden bekämpfen. Diese "guten" Wurzelälchen gibt es im Spezialhandel. Sie werden im Frühjahr und im Herbst großflächig per Gießwasser im Garten (und auch in Balkon- und Terrassenkästen!) verteilt.

Tipp: Intensiv duftende Pflanzen wie Ringelblumen und Tagetes zwischen Gemüsepflänzchen setzen. Ihr Geruch schreckt ab. Mischkulturen mit Tomaten, Sellerie und Zwiebel zwischen Möhren zum Schutz pflanzen. Ist das Gemüse bereits befallen, die Erde um die Pflanze aufgraben und die Schädlingslarven aufsammeln.

Erdflöhe

Wenn im Frühling grüne Blätter von Kohl, Radieschen, Rettich und Kapuzinerkresse mit einem Lochmuster perforiert wurden, haben Erdflöhe ihr Markenzeichen hinterlassen. Die winzigen schwarzen oder grünlich schimmernden Käfer springen in hohem Bogen statt auf Hund und Katze von einer Pflanze zur anderen.

Erdfloh
Erdflöhe hinterlassen ein Lochmuster auf den Blättern von Kohl, Radieschen, Rettich und Kapuzinerkresse. © Wikimedia

Abwehr: Laufkäfer, Spitzmäuse, Igel und Kröten jagen die winzigen Käfer. Spinat oder Salat zwischen die gefährdeten Gemüse gesetzt hält die Ausbreitung der Insekten in Schach. Die Beete regelmäßig harken, gießen und mulchen.

Tipp: Pflanzen mit Brennnesseljauche sowie Wermut- und Rainfarntee gießen oder mit Gesteinsmehl und Algenkalk bestäuben.

Buchsbaumzünsler

In den letzten Jahren hat sich der Buchsbaumzünsler besonders im Süden Deutschlands ausgebreitet. Die gelb-grün-schwarz-gestreiften Raupen des kleinen Falters zerfressen nicht nur die Blätter des immergrünen Strauches, sondern nagen gleichzeitig auch noch die Rinde ab. Das führt in der Regel zum Tod des Buchsbaums.

Den kleinen Falter zu bekämpfen, ist nichts für schwache Nerven. Viel Zeit und Geduld sind nötig, wenn man nicht ganz auf das Immergrün verzichten will. Mehr zum Thema findet ihr in unserem Artikel "Buchsbaum: Tipps zu Standort, Pflege und Schädlingen".

Buchsbaumzünsler
Der Buchsbaumzünsler hat sich in den vergangenen Jahren besonders im Süden Deutschlands ausgebreitet. © Pixabay

Abwehr: Natürliche Feinde haben weder Falter noch Raupen. Da hilft es nur, befallene Sträucher gründlich von innen nach außen nach den typischen Gespinsten des Zünslers absuchen. Raupen und Gespinst sorgfältig herausschneiden und im Hausmüll entsorgen. Zu stark befallene Pflanzen besser entfernen und neu pflanzen.

Tipp: Beim Kauf von Buchsbäumen auf neue Zuchtsorten achten, die möglichst resistent gegen den Schädling sind.

7 Tipps für die natürliche Schädlingsbekämpfung

Wer seinen Garten naturnah gestaltet, hat weniger Arbeit – und weniger Schädlinge. Mit diesen sieben Tipps gelingt die natürliche Schädlingsbekämpfung:

  1. Dichte Hecken und Sträucher sowie spezielle Kästen aus dem Handel bieten Vögeln und Fledermäusen eine Nisthilfe oder Schlafgelegenheit. Die fleißigen Helfer vertilgen als Belohnung für den Gartenbesitzer Unmengen an Insekten und Larven.
  2. Unordnung im grünen Paradies ist gewünscht. Im Herbst die Reste von Beeten und Sträuchern nebst Laub in einer ungenutzten Ecke locker aufhäufen. Sie sind das perfekte Winterquartier für Nützlinge wie Igel, Lurche, Ohrwürmer, Marienkäfer, Spinnen und viele Kriechtiere. Als perfekte Kinderstube für Nützlinge eignet sich ein selbst gebautes Insektenhotel. Kostenlose Anleitungen dazu gibt es beispielsweise beim NABU.
  3. Samen- und Beerenstände von Gräsern und Stauden erst im Frühjahr schneiden. Sie locken als Nahrung im Winter Vögel an. Können diese noch dazu ungestört in einer Hecke oder in einem Baum brüten, füttern sie im Frühjahr ihre Brut mit Raupen, Schnecken und anderen Schädlingen.
  4. Gesunde Pflanzen an einem optimalen Standort fallen Schädlingen und Krankheiten nicht so leicht zum Opfer. Mit Kompost, Mulch und entsprechender Gründüngung ausreichend gestärkt wachsen Obst, Gemüse und Blumen unbeschadet fast wie von selbst.
  5. Abgeerntete Beete im Herbst sorgfältig glatt harken. Nacktschnecken überwintern in Hohlräumen im Boden und legen in den Erdritzen gut versteckt ihre Eier ab. Die Beete erst nach dem ersten Frost umgraben. In der harten Erde haben Nacktschnecken weniger Möglichkeiten, ihre Eier abzulegen.
  6. Das Bestäuben von Pflanzen mit Gesteinsmehl oder Algenkalk fördert nicht nur ihr Wachstum. Es hält – zumindest bis zum nächsten Regenguss – auch viele Schädlinge ab.
  7. Brennnesseln nicht verteufeln, sondern sammeln! Aus den Blättern lassen sich Tees oder Jauchen herstellen. Als Düngung oder Spritzmittel sind sie ein preiswerter Helfer im Garten, auch wenn der Sud ein wenig müffelt.

Auf den Seiten regionaler Behörden wie der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau oder der Landwirtschaftskammer von Niedersachsen gibt es Unterstützung bei der Analyse und umweltfreundlichen Bekämpfung von Schädlingen im heimischen Garten.

Auch Umweltverbände wie der NABU oder Portale wie bio-gaertner.de halten umfangreiche Ratgeber über den richtigen Umgang mit Schädlingen und Nützlingen bereit.

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