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Wohnen | Ratgeber

Hilfe für Pflanzen: Was tun, wenn die Blumenerde schimmelt?

Arne Schätzle


Gerade in der kalten Jahreszeit bildet sich leicht Schimmel auf der Blumenerde von Zimmerpflanzen. Wir geben euch Tipps, wie ihr eure Pflanzen retten könnt.

  1. 1. Warum schimmelt Blumenerde?
  2. 2. Check: Ist es überhaupt Schimmel?
  3. 3. Was kann ich tun, um den Schimmel loszuwerden?
  4. 4. Vorsicht beim Einpflanzen
  5. 5. Wie ihr in Zukunft Schimmel vermeidet

Wenn sich auf der Blumenerde eurer Zimmerpflanzen ein weißer Schimmelflaum bildet, solltet ihr schnell handeln, um die Pflanzen zu retten. Wir verraten euch, wie es geht und wie ihr in Zukunft vermeiden könnt, dass eure Blumenerde schimmelt.

1. Warum schimmelt Blumenerde?

Pilze brauchen vor allem zwei Dinge, um sich zu vermehren: Wärme und Feuchtigkeit. In Herbst und Winter, während der Ruhephase der Pflanzen, ist ihr Wasserbedarf geringer. Gießt ihr in dieser Zeit wie gewohnt und es bildet sich Staunässe am Boden des Blumentopfes, steht die Feuchtigkeit im Topf und trägt zusammen mit warmer Heizungsluft zum freundlichen Klima für Pilzsporen bei. Daher solltet ihr in dieser Zeit die Wasserversorgung reduzieren.

2. Check: Ist es überhaupt Schimmel?

Die erste Frage, die ihr euch beim Anblick der weißen Ablagerungen stellen solltet, lautet: Handelt es sich überhaupt um Schimmel? Manchmal sind es auch Mineralien, die sich bilden, wenn besonders kalkhaltiges Gießwasser verdunstet.
Auch dieses Phänomen zeigt sich bei Topfpflanzen besonders zu Beginn der Heizperiode. Allerdings: Während Schimmel sich als weicher Flaum zeigt, sind die Mineralien eher hart und krümelig. Riecht die Blumenerde leicht modrig, hat sich eure Pflanze höchstwahrscheinlich einen Schimmelpilz eingefangen.

3. Was kann ich tun, um den Schimmel loszuwerden?

Die Erste Hilfe-Maßnahme liegt auf der Hand: Ihr müsst die Pflanze möglichst gründlich von der befallenen Erde befreien. Der weiße Flaum an der Oberfläche ist nur der Fruchtkörper des Pilzes. Das Myzel, also die fadenförmigen Zellen des Pilzes, haben meist den gesamten Ballen befallen. Um nicht unnötig Sporen des Pilzes in der Wohnung zu verteilen, nehmt ihr die Arbeiten am besten im Garten oder auf dem Balkon vor. Entfernt die Erde vom Wurzelballen und säubert die Wurzeln anschließend gründlich unter fließendem Wasser.

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4. Vorsicht beim Einpflanzen

Wenn ihr den alten Topf einfach weiter verwendet, ist der Schimmel schnell zurück. Reinigt ihn am besten mit heißer Essiglösung oder, noch besser, verwendet einen neuen Topf. Achtet bei der neuen Erde darauf, dass es sich um hochwertige Erde handelt. Diese sollte einen möglichst hohen mineralischen Anteil wie zum Beispiel Sand oder Lavasplitt haben. Und zu guter Letzt empfiehlt sich eine gut funktionierende Drainage aus Tongranulat oder Kieseln, um in Zukunft Staunässe zu verhindern

5. Wie ihr in Zukunft Schimmel vermeidet

Mit einer guten Drainage und hochwertiger Blumenerde habt ihr bereits für die wichtigsten Voraussetzungen gesorgt. Gießt in Zukunft lieber etwas zu knapp, bevor sich wieder Staunässe bildet. Wasser braucht eure Pflanze erst, wenn die Oberfläche des Ballens trocken ist. Dafür solltet ihr wegen der trockenen Heizungsluft im Raum die Blätter regelmäßig mit Wasser einsprühen.

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