Heizung Brennstoffzellen-Heizgerät Vitovalor von Viessmann
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Modernisieren | Ratgeber

Förderung für Brennstoffzellen­heizung: So kassiert ihr KfW-Zuschüsse

Dirc Kalweit

Level: Für Einsteiger

Eine Brennstoffzellenheizung gehört zu den effizientesten Heizungsarten. Für den Einbau gibt es eine Förderung von bis zu 40 Prozent der Kosten. So kommt ihr an die staatlichen Zuschüsse.

Ihr wollt euch eventuell eine Brennstoffzellenheizung anschaffen, schreckt aber vor den Kosten zurück? Lest hier, wie ihr bis zu 28.200 Euro an Förderung erhalten könnt.

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Eine tolle, aber teure Technik: Brennstoffzellenheizungen fristen trotz ihrer tollen Energiebilanz in Deutschland noch ein Nischendasein. Das liegt vor allem an den hohen Anschaffungskosten, rund 30.000 Euro kostet so ein Heizungsanlage.

Von wem bekomme ich Fördermittel für die Brennstoffzellenheizung?

Um die Investitionskosten zu reduzieren und die Verbreitung diese Technologie zu fördern, gibt es für den Kauf und die Inbetriebnahme von Brennstoffzellenheizungen Fördermittel von zwei Stellen:

  • Von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die KfW bezuschusst den Kauf und die damit verbunden Kosten für Brennstoffzellenheizungen aus dem "Programm 433".
  • Die Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellt Födermittel für diese Technik im Rahmen der so genannten Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) zur Verfügung. Hier sind es die Mini-KWK-Anlagen, die in Form von Brennstoffzellenheizungen gefördert werden.

Die Förderung für eine Brennstoffzellenheizung durch die KfW

Bei der KfW setzt sich die Fördersumme aus zwei Komponenten zusammen. Zum einen gibt es einen grundsätzlichen Festbetrag von 5.700 Euro. Zu diesem Betrag kommen noch zusätzlich 450 Euro je angefangene 0,1 kWel (= 100 Watt elektrische Leistung).

Je höher also die elektrische Leistung, desto mehr Zuschüsse gibt es. Da grundsätzlich Brennstoffzellensysteme von 0,25 bis 5,0 kW elektrischer Leistung sowohl in neuen als auch in bestehenden Wohn- und Nichtwohn­gebäuden gefördert werden, könnt ihr unter Umständen Fördermittel im fünfstelligen Bereich erhalten:

  • Elektrische Leistung bis
  • Zuschuss in Euro (inklusive 5.700 Euro Grundförderung)
  • 0,25 kW
  • 7.050
  • 0,30 kW
  • 7.050
  • 0,40 kW
  • 7.500
  • 0,50 kW
  • 7.950
  • 0,50 kW
  • 7.950
  • 0,60 kW
  • 8.400
  • 0,70 kW
  • 8.850
  • 0,80 kW
  • 9.300
  • 0,90 kW
  • 9.750
  • 1,00 kW
  • 10.200
  • 1,50 kW
  • 12.450
  • 2,00 kW
  • 14.700
  • 2,50 kW
  • 16.950
  • 3,00 kW
  • 19.200
  • 3,50 kW
  • 21.450
  • 4,00 kW
  • 23.700
  • 4,50 kW
  • 25.950
  • 5,00 kW
  • 28.200

Fördermittel der KfW für Brennstoffzellenheizungen aus dem Programm "Energieeffizient Bauen und Sanieren - Zuschuss Brennstoffzelle"

Der Höchstzuschuss von 28.200 Euro ist aber eher ein theoretischer Wert. Unabhängig von den laut Tabelle zu erreichenden Summen bekommt ihr maximal 40 Prozent der förderfähigen Kosten erstattet.

Welche Kosten sind bei der KfW bei einer Brennstoffzellenheizung förderfähig?

Neben der reinen Investition sind noch folgende Kosten förderfähig, die mit dem Einbau der Brennstoffzellenheizung entstehen:

  • der Einbau des Brennstoffzellensystems
  • der zehnjährige Wartungsvertrag
  • die Leistungen des Energieberaters
Heizung Brennstoffzellen-Heizgerät Vitovalor von
Brennstoffzellen-Heizgeräte (hier: Vitovalor von Viessmann) liefern zuverlässig und hocheffizient Wärme für Heizung und Warmwasser. © Viessmann

Welche Voraussetzungen gibt es für die Förderung einer Brennstoffzellenheizung durch die KfW?

Die Freigabe der Fördermittel ist an ein paar technische und organisatorische Bedingungen geknüpft:

  • Die Brennstoffzelle müsst ihr zwingend in die Wärme- und Stromversorgung eures Gebäudes einbinden.
  • Bei der Inbetriebnahme der Brennstoffzelle muss diese einen Gesamtwirkungsgrad von η ≥ 0,82 und einen elektrischen Wirkungsgrad von ηel ≥ 0,32 haben.
  • Beim Einbau der Brennstoffzelle müsst ihr einen hydraulischen Abgleich durchführen lassen.
  • Den Einbau muss ein Fachunternehmen durchführen.
  • Der Hersteller der Brennstoffzelle stellt deren Betrieb für mindestens zehn Jahre sicher.
  • Für die Brennstoffzelle wird ein zehnjähriger Wartungsvertrag abgeschlossen.

Darüber hinaus müsst ihr einen Energieberater mit einbinden. Ohne ihn könnt ihr keinen Antrag auf die Förderung stellen.

Wie beantrage ich die Förderung für eine Brennstoffzellenheizung bei der KfW?

Die Beantragung der KfW-Zuschüsse für eine Brennstoffzellenheizung erfolgt in vier Schritten:

  1. Sucht euch einen Energieberater, der auch beim Thema Heizungstausch kompetent ist.
  2. Beantragt vor dem Beginn des Einbaus oder Tauschs der Heizung die Fördermittel direkt über das KfW-Zuschussportal.
  3. Nach Erhalt der Zusage von der KfW könnt ihr mit der Heizungserneuerung starten. Zeitgleich müsst ihr noch eure Identität nachweisen.
  4. Sind die Arbeiten abgeschlossen, erstellt ihr mit eurem Energieberater die "Bestätigung nach Durch­führung" (BnD) und belegt damit, was genau gemacht wurde. Anschließend zahlt die KfW euch den Investitions­zuschuss aus.

Alles in allem könnt ihr so eine ganze Menge Geld sparen. Das Prozedere ist aber wie beschrieben mit einigen Auflagen und Dokumentationen verbunden. Deshalb findet ihr hier noch das ausführliche Merkblatt der KfW für den Zuschuss zur Brennstoffzelle (PDF).

Die Förderung für eine Brennstoffzellenheizung durch das BAFA

Brennstoffzellen gehören zu den Strom erzeugenden Heizungen. Sie fallen damit unter das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz und werden in diesem Rahmen von Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bezuschusst. Allerdings nur in bestehenden Gebäuden. Und auch nur noch bis zum 31. Dezember 2020.

Ähnlich wie bei der KfW richtet sich auch hier die Höhe der Förderung nach der elektrischen Leistung. Der Zuschuss wird für neue Mini-KWK-Anlagen mit einer Leistung bis zu 20 Kilowatt (kWel) gewährt und liegt zwischen 1.900 und 3.500 Euro. Zu dieser Basisförderung gibt es für besonders effiziente Anlagen noch eine Bonusförderung in Höhe von 25 Prozent der Basisförderung.

Hier findet ihr eine Liste der förderfähigen Mini-KWK-Anlagen sowie ein Merkblatt zum Antragsverfahren.

Fazit: Lohnt sich für mich die Installation einer Brennstoffzellenheizung?

Hohe Kosten, aber auch üppige Fördermittel: Bei der Brennstoffzellenheizung gilt dasselbe, was grundsätzlich bei der Neuanschaffung einer Heizung gilt: die sorgfältige Gegenüberstellung von Kosten und Nutzen.

In diesem Fall, bei dem es ja neben der Wärme auch um die Erzeugung und Nutzung von Strom geht, ist das noch einmal komplizierter. Da die Vergabe der Fördermittel seitens der KfW ja zwingend an die Einbindung eines Energieberaters gebunden sind, solltet ihr mit ihm eine ausführliche Rechnung aufstellen.

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