Betonfertiggarage mit angeschlossenem Caport.
© Zapf GmbH/www.garagen-welt.de

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Fertiggarage aus Beton: Alles über Kosten, Vorteile & Nachteile

Dirc Kalweit

Dirc Kalweit

Eine Fertiggarage aus Beton ist nicht nur fix aufgestellt. Sie bietet noch weitere Vorteile. Welche das sind, mit welchen Kosten ihr rechnen müsst und wie das eigentlich mit der Genehmigung aussieht, das erfahrt ihr hier.

Eine Fertiggarage aus Beton hat viele Vorteile gegenüber einer gemauerten Variante. Welche das sind, was so eine Garage kostet und worauf ihr beim Kauf achten solltet, das klären wir in diesem Artikel.

Wie ist eine Fertiggarage aus Beton aufgebaut?

Betonfertiggaragen gibt es in allen erdenklichen Größen und Ausführungen. Dabei können Länge, Breite und Höhe sowie Ausstattungsmerkmale wie Dachkante, Fenster, Torantrieb und Verputz je nach Hersteller ganz unterschiedlich sein.

Allen Betonfertiggaragen gemein ist der Baustoff. Die Garagen werden ausschließlich aus dem besonders hochwertigen Beton der Festigkeitsklasse C30/37 hergestellt. Das legt die Richtlinie für die Ausführung von Beton-Fertiggaragen (PDF) fest. Sie wurde von der Fachvereinigung Betonfertiggaragen e.V. erstellt und regelt darüber hinaus:

  • die technischen Bestimmungen
  • den Baustoff
  • die Konstruktionsdetails wie zum Beispiel den Garagenkörper, die Abdichtung und Entwässerung oder die Belüftung
  • die Fundamentierung
  • die Dachbelastung und Wandebelastung

Grundsätzlich bestehen Betonfertiggaragen aus Beton und einer so genannten Bewehrung aus Baustahlmatten und Stabstahl B 500 oder Stahlfasern. Dadurch entsteht ein belastbarer und gleichzeitig auch variabler Verbundwerkstoff.

Innenansicht einer Beton-Fertiggarabe mit Montagegrube
Auch bei der Innenausstattung lassen Betonfertiggaragen fast keine Wünsche offen. Es gibt sie auf Wunsch sogar mit einer Montagegrube. © Fachvereinigung Betonfertiggaragen e.V.

Fertiggaragen aus Beton: Die Vorteile und Nachteile

Die Vorteile einer Betonfertiggaragen liegen auf der Hand:

  • Im Vergleich zum gemauerten Pendant sind sie schneller und kostengünstiger aufgebaut.
  • Bei gleichen Außenmaßen hat die Betonfertiggarage rund 16 Prozent mehr Innenraumfläche als eine gemauerte Garage.
  • Der Einbau von Toren, Türen oder Fenstern mit einer hohen Widerstandsklasse ist ausschließlich in einer Betonfertiggarage oder in einer gemauerten Garage zulässig. In Holzständerwerken, Stahlgaragen oder Trockenbaukonstruktionen funktioniert das dagegen nicht.

Einige wenige Nachteile solltet ihr aber auch beachten:

  • Bei der Anlieferung müsst ihr entsprechend Platz und belastbare Wege einplanen.
  • Der Grundriss ist nicht frei wählbar, das Rechteck ist hier Standard.
  • Regelmäßiges Lüften ist aufgrund der Dichtigkeit des Betons immer notwendig.

Was benötige ich für eine Fertiggarage aus Beton?

Für eine Betonfertiggarage braucht ihr folgende Dinge:

  • ein (Streifen-)Fundament
  • ausreichend Platz für die Anlieferung
  • eine Baugenehmigung (dazu mehr im nächsten Abschnitt)

Da so eine Betongarage naturgemäß einiges an Gewicht mit sich bringt, könnt ihr diese nicht so ohne Weiteres auf die grüne Wiese setzen. Das heißt, ihr braucht ein Fundament. Normalerweise reichen zwei parallele bewehrte Streifenfundamente (Betonqualität C 25/30).

Angeliefert wird die Garage mit einem speziellen Transporter. Und der braucht nicht nur Platz. Vor allem die Zufahrt bis hin zum Aufstellort muss ausreichend befestigt sein. Denn so ein Transport kann schon mal locker über 30 Tonnen wiegen.

Gegebenenfalls kommen zum reinen Aufbau der Garage noch Strom, Wasser und vor allem die Entwässerung in die öffentliche Kanalisation dazu. Vergesst das bei der Planung nicht!

Brauche ich eine Genehmigung für eine Fertiggarage aus Beton?

Ob Anbau, Vordach oder Fertiggarage – für jedes Bauvorhaben in Deutschland benötigt ihr eine Genehmigung. Das kann eine einfache Bauanzeige sein, eventuell aber auch ein Einzelgenehmigungsverfahren. Je nach Genehmigungsart kann es wenige Tage bis mehrere Wochen dauern, bis ihr die offizielle Erlaubnis zur Errichtung der Betonfertiggarage habt.

Dabei gibt es keine bundesheinheitliche Regelung. Welches Genehmigungsverfahren speziell bei euch vor Ort gilt, müsst ihr bei eurem örtlichen Baumt erfragen. In der Regel unterstützen euch die Hersteller aber dabei, das heißt sie erstellen die erforderlichen Unterlagen und reichen diese in den meisten Fällen auch gleich ein.

Fertiggarage aus Beton wird angeliefert und aufgestellt.
Im Normalfall dauert das Aufstellen der Beton-Fertiggarage nur ein bis zwei Stunden. © Roland Seiler/Zapf GmbH/www.garagen-welt.de

Was kostet eine Fertiggarage aus Beton?

Die Kosten einer Fertiggarage aus Beton hängen natürlich von den Ausstattungsmerkmalen ab. Größe, Fenster, ein funkbetriebenes Garagentor, spezielle Türen, ans Haus angepasste Optik – fast alles ist möglich, kostet aber entsprechend.

Grob überschlagen bezahlt ihr für ein Basismodell mit den Maßen 6 x 3 Meter rund 4.500 Euro. Das ist aber dann wirklich die "Standard einfach"-Variante. Dazu kommen dann noch die Kosten für das Fundament. Die liegen bei rund 700 bis 1.000 Euro. Eventuell müsst ihr noch die Transportkosten dazurechnen, je nach Hersteller und Vertrag.

Wie gesagt: Das ist nur eine ganz grobe Überschlagsrechnung. Wenn ihr es genau wissen wollt, müsst ihr Angebote von einem (möglichst ortsnahen) Hersteller holen. Hier findet ihr eine Liste aller der im Fachverband Betonfertiggaragen e.V. organisierten Hersteller. Oder nutzt online einen der von den Herstellern angebotenen Garagen-Konfiguratoren. Darüber könnt ihr ziemlich schnell und einfach eure Garagenwünsche angeben und erfahrt den entsprechenden Preis.

Interessante Extras: Smarte Garage und Dachbegrünung

Neben der reinen Montage der Garage bieten viele Hersteller auch Zusatzleistungen an. Dazu zählen unter anderem smarte Funktionalitäten und die Dachbegrünung. Wir stellen beides hier kurz vor:

Smart Home-Anwendungen für Fertiggaragen

  • Intelligente Garagenlüftung: Viele Hersteller von Betonfertiggaragen bieten eine intelligente Garagenlüftung. Dabei misst ein Feuchtigkeitssensor die Luftfeuchtigkeit. Ist diese zu hoch, so wird das Garagentor entweder leicht geöffnet oder (bei Premium-Sektionaltoren) die Lüftungsstellung aktiviert.
  • Torsteuerung per Lichthupe: Funkgesteuerte Garagentore sind nichts Besonderes. Die Steuerung per Lichthupe schon. Dafür müsst ihr nur eine selbst festgelegte Folge von Lichtimpulsen (zum Beispiel zwei mal kurz, zwei mal lang) abgeben, schon wird das Tor über ein stationäres Funk-Sendemodul mit Lichtsensoren geöffnet.
  • Parkpositonslaser: Wenn es mal eng wird, hilft dieser, das Auto perfekt in der Garage zu positionieren.

Dachbegrünung bei Fertiggaragen

Fertiggarage aus Beton mit begrüntem Flachdach.
Das Flachdach einer Betonfertiggarage eignet sich perfekt zur Begrünung. © Roland Seiler/Zapf GmbH/www.garagen-welt.de

Graue Bitumenbahnen? Vielleicht maximal ein wenig Kiesel? Langweilig. Denn so ein Garagendach eignet sich ganz hervorragend, um es zu begrünen. So könnt ihr – wenigstens zum Teil – ein klein wenig der versiegelten Fläche wieder zurückgewinnen. Außerdem werden der Schall gemindert und die Kanäle entlastet, weil ein Teil des Regenwassers verdunstet oder zeitverzögert abfließt.

Sogar konstruktiv hat so eine Dachbegrünung Vorteile. Denn sie schützt vor der UV-Strahlung, Hagel und Schnee. Darüber hinaus verringert sie das Temperaturgefälle zwischen Dach und Wand. Die Fachvereinigung Betonfertiggaragen hat dafür einen Leitfaden für die Dachbegrünung (PDF) herausgegeben. Weitere Infos zu diesem Thema findet ihr auch hier:

Die Fertiggarage als Kellerersatz

Die wenigsten Bauherren leisten sich heutzutage noch einen Keller – zu aufwändig, zu teuer. Stauraum brauchen sie trotzdem. Dagegen gibt es bei einer Fertiggarage nicht nur die Möglichkeit, diese von vornherein etwas größer zu dimensionieren und so auch Lagerfläche zu schaffen. Viele Hersteller bieten auch die Möglichkeit, durch eingezogene Wände einen abgetrennten Raum zu schaffen. Zusätzliche Elektroinstallation ab Werk für den Hobby-Heimwerker, zusätzliches Seitenfenster oder auch eine separate Seitentür – auf Wunsch ist so ziemlich alles machbar. Allerdings muss die vorhandene Stellfläche dafür groß genug sein.

Großraumgarage der Firma Zapf mit offenem Tor und eingelagerten Utensilien
Wer den nötigen Platz hat, kann seine Fertiggarage auch um Stauraum erweitern und sie so als Kellerersatz nutzen. © Zapf GmbH

Fazit: Für wen lohnt sich eine Fertiggarage aus Beton?

Geringere Kosten, mehr Volumen, zig denkbare Ausstattungsvarianten ... Egal ob Neubau oder bestehendes Haus, wer die Errichtung einer Garage plant, für den ist ein Fertigmodell aus Beton auf jeden Fall eine Überlegung wert.

Einzig Besitzer mit engen oder nur wenig belastbaren Zufahrten haben hier ein Problem. Allerdings sollte das nur selten ein Hinderungsgrund sein. Und alle anderen dürfen sich schon bei der Online-Konfiguration auf ihre neue Garage freuen.

Zum Schluss noch ein (Werbe-)Video, der natürlich die Vorteile hervorhebt, das Thema aber noch einmal gut zusammenfasst:

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Unser abschließender Tipp: Ihr habt bereits eine Garage und wollt diese wieder auf Vordermann bringen? Dann schaut euch gern auch folgenden Artikel an:

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