Frau verschließt Bohrlöcher mit Füllspachtel
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Modernisieren | Expertentipp

Wie kann ich Bohrlöcher am besten verschließen?

Redaktion

Level: Für Anfänger

Ihr habt die Wohnung umdekoriert und jetzt hässliche, sichtbare Löcher in der Wand? Ihr zieht aus eurer Mietwohnung aus und müsst die Wände ordentlich hinterlassen? Wir erklären euch, wie ihr Löcher von Nägeln und Bohrungen ausbessert.

Folgende Frage wurde an die Redaktion herangetragen: "Ich habe ein paar unschöne Bohrlöcher in meiner Wohnzimmerwand. Wie verschließe ich die Bohrlöcher am besten?"

Die Wohnglück-Experten antworten:

Wenn ihr aus einer Mietwohnung auszieht oder wenn ihr eure Wand neu streichen oder verputzen wollt, dann müsst ihr die vorhandenen Löcher durch Schrauben oder Nägel verschließen. Das ist eigentlich ganz leicht.

So entfernt ihr Nägel, Schrauben und Dübel

Nägel könnt ihr einfach mit einer Kneifzange aus Wand und Decke herausziehen. Schrauben dreht ihr mit dem Schraubendreher fast bis zum Anschlag heraus und dann entfernt ihr sie ebenfalls mitsamt Dübel mit der Zange. Wenn keine Schraube mehr in dem Bohrloch steckt, dann schraubt einfach eine andere Schraube so tief wie nötig in die Wand. Anschließend könnt ihr sie dann ruckartig mit einer kreisenden Bewegung an der Schraube ziehen.

Falls ihr den Dübel so nicht herausbekommt, könnt ihr auch mit einem Korkenzieher versuchen, ihn heraus zu ziehen.

Vorsicht müsst ihr dabei nicht walten lassen. Wenn sich die Löcher dabei etwas vergrößern, ist das nicht schlimm. Im Gegenteil: Loser Putz wird auf diese Weise direkt entfernt und Spachtelmasse hält auf gröberem Untergrund besser. Deshalb ist es empfehlenswert, wenn ihr Nägel und Schrauben beim Herausziehen etwas hin und her bewegt, um das Loch auszuweiten.

Bohrlöcher säubern

Damit sich die Spachtelmasse optimal mit dem Untergrund verbinden kann, solltet ihr die Wandlöcher mit dem Staubsauger von Staubresten und losem Mauerwerk befreien.

Löcher in der Wand verschließen

Das Verschließen der Bohrlöcher geht ganz einfach mit Füllspachtel (zum Beispiel "Moltofill"). Das Pulver wird wie Gips mit Wasser zu einem dicken Brei angerührt. Damit könnt ihr gut große Löcher, Risse und Spalten verfüllen.

Es gibt allerdings auch fertige Füllspachtel in Tuben. Diese sind für kleinere Löcher gut geeignet.

Wenn ihr Füllspachtel zum Anrühren verwendet, dann füllt ihr die Spachtelmasse mit einem Spachtel in die Wandlöcher. Achtet darauf, dass ihr die Löcher in ihrer gesamten Tiefe verputzt und dass keine Hohlräume bleiben. Ihr solltet die Wandlöcher deshalb mehrmals verspachteln. Dabei solltet ihr nicht trödeln, damit der Füllstoff nicht antrocknet.

Wenn ihr fertige Spachtelmasse aus der Tube verwendet, dann könnt ihr diese direkt aus der Tube in die Wandlöcher drücken und sie anschließend mit einem Spachtel glatt streichen.

Bei großen und tiefen Löchern, kann die Spachtelmasse beim Trocknen schrumpfen. Dann müsst ihr das Ausspachteln wiederholen.

Nachbehandlung der gefüllten Löcher

Lasst die Spachtelmasse dann trocknen. Die Angaben zur Trockenzeit stehen auf der Packungsbeilage des verwendeten Füllstoffes. Wenn die Fläche nach dem Trocknen noch zu uneben ist, dann könnt ihr sie mit Schleifpapier etwas glätten.

Abhängig von der Spachtelmasse, die ihr verwendet habt, könnt ihr die Stelle nun grundieren oder direkt mit Wandfarbe überstreichen. So fällt es fast niemandem mehr auf, dass sich an dieser Stelle vor Kurzem noch ein Bohrloch befand.

Bohrlöcher in tapezierten Wänden verschließen

Die Methode mit Füllspachtel eignet sich gut für verputzte oder gespachtelte Wände. Was aber, wenn das Loch in einer tapezierten Wand ist und ihr die Tapete nicht abnehmen wollt?

Für das Verfüllen von Löchern in mit Raufaser tapezierten Wänden gibt es spezielle Reparaturspachtel für Raufasertapeten*. Darin sind kleine Raufaser-Flocken enthalten, die die typische Struktur der Raufasertapete täuschend echt nachahmen.

Es gibt aber auch eine schnelle und preiswerte Alternative: Watte. In kleinen Portionen verschließt ihr damit die Bohrlöcher. Anschließend streicht ihr mit einem Pinsel und etwas Farbe über die ausgebesserte Stelle. So verfüllte Bohrlöcher in Raufasertapeten sind fast unsichtbar, da die Oberflächenstruktur der Raufaser sehr gut nachempfunden wird. Nehmt ihr normalen Füllspachtel, dann habt ihr oft hässliche Spachtelflächen. Die fallen zwar weniger auf als offene Bohrlöcher, aber man sieht sie eben doch.

Allerdings solltet ihr vor dem nächsten Tapetenwechsel das Loch dann fachgerecht mit Gipsspachtel verschließen.

Unser abschließender Hinweis: Ihr habt auch eine Frage und benötigt den Rat unserer Wohnglück-Experten? Kein Problem: Schreibt uns über den Facebook-Messenger und wir stehen euch nach Möglichkeit mit Rat und Tat zur Seite.

*Dieser Beitrag wurde um sogenannte Affiliate-Links ergänzt. Dadurch bekommen wir bei Kaufabschluss einen kleinen Anteil der Provision.

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