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Wohnen | Listicle

Überraschungsbesuch?! 10 Aufräum-Tipps für Verzweifelte

Sandra Brajkovic

Level: Für Alle

Ihr bekommt spontan Besuch, und eure Wohnung sieht aus, als könne nur das Sondereinsatzkommando für Ordnung sorgen? Mit diesen 10 Tipps macht ihr eure Bude zumindest auf den ersten Blick vorzeigbar – und behaltet ein bisschen eurer Würde.

1. Steckt ein klares Einsatzgebiet fest

Die Zeit ist knapp, die Lage ernst, aber nicht hoffnungslos. Die wichtigste Frage, die ihr nun beantworten müsst, ist die folgende: Will ich, dass die ganze Wohnung gleichmäßig etwas weniger schrecklich aussieht? Oder konzentriere ich mich bei den Aufräumarbeiten lieber auf ein bestimmtes Areal und hole dort das Beste heraus? Es kommt darauf an, wer kommt und was sie von euch wollen:

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Szenario 1: Jemand holt etwas bei euch ab

Das ist das glücklichste Szenario, denn es betrifft vermutlich nur euren Flur. Sollte es sich um einen Verkauf bei eBay-Kleinanzeigen handeln, überlegt ob die Person noch etwas brauchen könnte, zum Beispiel einen Spiegel zur Anprobe. Wenn ja, dann holt ihn vorher aus dem unordentlichen Schlafzimmer in den aufgeräumten Flur.

Szenario 2: Die Eltern kommen

Bei diesem Szenario könnt ihr eigentlich nur verlieren, ein paar traurige Schlupflöcher gibt es aber. Einsatzgebiet ist zwar die ganze Wohnung, wir empfehlen dennoch: Macht das Beste aus eurem Wohnzimmer und tut euer Bestes, um sie im Wohnzimmer zu behalten.

Szenario 3: Das Tinder-Date / der Schwarm ist "gerade zufällig in der Nähe"

Dieses Szenario betrifft hauptsächlich das Wohnzimmer (Netflix gucken und Tee trinken?), das Badezimmer (vor allem wenn es Damenbesuch ist) und vielleicht das Schlafzimmer. Alle anderen Zimmertüren gehören fest verschlossen.

Egal welches Szenario auf euch zutrifft, die nächsten zwei Tipps betreffen uns alle. Also erst einmal:

2. Kein Umherlaufen mit leeren Händen mehr!

Ab dem Zeitpunkt, an dem ihr die Hiobsbotschaft erhalten habt, dass jemand vorbei kommt, gilt: Egal in welches Zimmer ihr geht, ihr müsst etwas mitnehmen, das in ein anderes Zimmer gehört. Schaut euch um: Die Tassen im Wohnzimmer müssen in die Küche, der Reiniger aus der Küche vielleicht ins Bad, die Dreckwäsche im Bad in den Korb im Schlafzimmer. Ab jetzt gibt es kein Umherlaufen mit leeren Händen mehr – jeder Gang wird sinnvoll genutzt!

3. Sorgt sofort für einen frischen Geruch

Auch wenn es schlimm aussieht, kann es dennoch so frisch riechen wie der junge Morgen. Daher die klare Empfehlung: Als erste Maßnahme, noch vor dem Aufräumen, einmal komplett durchlüften, dann sofort Duftkerze(n) oder ähnliches ins Einsatzgebiet schicken – die brauchen ja Zeit zu wirken.

Während sie vor sich hin flimmern, werft ihr einen Blick ins olfaktorische Krisengebiet: Ist der Mülleimer zu? Die Mülltüte verschlossen? Steht etwas Schimmeliges in der Spüle, das zumindest kurz abgebraust werden könnte? Stinkt der Geschirrspüler? Wenn ja, schnell einen Tab rein und anmachen. Ist die Katzentoilette sauber? Bleibt noch Zeit, Gardinen, Couch und Teppiche mit Textilerfrischer zu besprühen? Wer auf Nummer sicher gehen will, schiebt eine Tiefkühlpizza in den Ofen. Das riecht heimelig, und ihr habt euren Gästen gleich etwas anzubieten und im Zweifel noch mehr Chaos, für das ihr euch schämen könnt, wenn ihr gerade eh schon dabei seid.

4. Erste Hilfe für den Flur: Was versteckt sich hinter den Türchen?

Im Flur wird kaum wer lang genug verweilen, um sich wirklich umzugucken – noch weniger, wenn ihr der Person die Jacke abnehmt und sie liebevoll in einen anderen Raum drängt. Konzentriert euch beim Aufräumen also nur auf das Schlimmste: Schnell alle Schuhe wegräumen und lieblos in die Räume schieben, aus denen ihr eure Gäste fern haltet.

Profi-Tipp: Alle vom Flur abgehenden Zimmertüren zu schließen sieht verdächtig aus – so als wäret ihr Blaubart und hättet dahinter Leichen zu verstecken. Lasst stattdessen die Türen wenigstens halboffen, schiebt aber allen Unrat beiseite, den man durch den entstandenen Türspalt sehen könnte. Sollte eines der Zimmer tatsächlich ok aussehen oder innerhalb der nächsten 5 Minuten in einen annehmbaren Zustand zu versetzen sein, dann lasst diese Tür ganz offen.

5. Badezimmer schnell aufräumen: Erste Hilfe für Klo & Co.

Habt ihr ein Fenster? Dann auf damit! Der nächste Blick gilt allem, was potenziell peinlich sein könnte. Wo sind die Beißschiene, die Kaltwachsstreifen für den Damenbart und die Schrunden-Creme? Ab in irgendeinen Korb damit! Mit einem Stück Klopapier lassen sich fix ein paar Haare und Flusen vom Boden auflesen. Sieht die Toilette ok aus? Der Klodeckel gehört so oder so zu, der Duschvorhang ebenso, sofern eure Dusche nicht blitzeblank ist (wovon wir nicht ausgehen, weil ihr diesen Artikel hier lest). Die Dusche ist außerdem ein prima Ort um Dinge zu verstecken, sofern ihr einen guten Duschvorgang habt.

Hängt eure Handtücher säuberlich gefaltet über den Handtuchhalter, das macht was her. Wer noch mehr Zeit hat, sprüht mit Glasreiniger über den Spiegel, fix noch über das Waschbecken und auch das Innere der Toilette – für ein sauber wirkendes Blau und einen reinlichen Geruch. Auf zum nächsten Raum!

6. Wohnzimmer schnell aufräumen: Achtet auf Symmetrie und Textilien

Wir kennen euer Wohnzimmer nicht, aber irgendetwas werdet ihr euch sicherlich mal bei der Einrichtung gedacht haben. Was ist euer liebstes Areal, das Herzstück des Raums? Die große Lümmel-Couch? Dann streicht diese schnell glatt, schüttelt die Kissen auf und faltet die Sofadecke vernünftig – das sieht einladend aus. Was sieht man, wenn man auf dieser Lümmelcouch sitzt? Wohin der Blick geht, ist vermutlich der nächste Ort, den ihr aufräumen solltet.

Ansonsten gilt: Bringt etwas Symmetrie rein, indem ihr Teppich und Sofatisch zurecht rückt und Zeitschriften und Bücher stapelt. Dann sieht das Zimmer gleich weniger willkürlich aus. Selbiges gilt für knitterige, wulstige Vorhänge, die ihr noch schnell zurecht ziehen solltet. Alles, was umher liegt und keine Daseinsberechtigung hat, wandert in irgendeinen Korb. Falls ihr keinen Deckel dafür habt, legt ihr eines eurer Sofakissen oder die Sofadecke drüber. Fürs Staubwischen reicht es vermutlich nicht mehr, aber im Vorbeigehen kräftig die Kommode anpusten sollte noch drin sein. Schnell noch alles einsammeln, was nicht in diesen Raum gehört und ab in die Küche damit.

7. Küche schnell aufräumen: Tricks für Messis, die nicht so genannt werden wollen

Wenn ihr ganz viel Glück habt, wird niemand eure Küche in Augenschein nehmen. Mit etwas Pech wiederum verliert ihr zwischen angetrockneten Soßenresten und Töpfen, an denen von außen Spaghetti kleben, euren letzten Rest Würde. Lasst uns raten, den sprichwörtlichen Krisenherd bilden eure Spüle und eure Arbeitsfläche? Dann in den wortwörtlichen Krisenherd damit: egal ob dreckiges Geschirr, das nicht mehr in den Geschirrspüler passt oder benutzter Pürierstab und was sonst noch so auf der Ablage anzutreffen ist – euer Ofen bietet wertvollen Platz für alles, das erstmal aus den Augen und somit aus dem Sinn soll. Wir raten euch allerdings, diese Gegenstände nicht einfach zu vergessen... Noch mal lieblos über die Ablage wischen und alle verbliebenen Gegenstände etwas symmetrischer als zuvor anordnen, zack, auf zum nächsten Raum!

8. Schlafzimmer schnell aufräumen: Lasset das Stopfen beginnen!

Das Herzstück eures Schlafzimmers ist das Bett – egal wie schlimm der Rest aussieht. Also macht erstmal besagtes Bett! Kissen aufschütteln, im besten Fall eine Tagesdecke drüber, schon sind mehrere Quadratmeter eures Zimmers mit einem Schlag aufgeräumt.

Ansonsten gilt: Räumt den Fußboden frei und auch die "Endstation Stuhl", also jenen Stuhl im Zimmer, auf dem immer Kleidung landet, die für die Wäsche zu sauber und den Schrank zu dreckig ist. Die gehört aber – das weiß doch jedes Kind – in das unterste Fach des Kleiderschranks gestopft. Da wo die Outdoor- und Gammelklamotten drin sind.

9. Der Wäscheberg: Euer persönlicher Mount Everest

Egal wie sehr der Wäscheberg auch ruft, bezwingen werdet ihr ihn in den nächsten 20 Minuten nicht. Aber ihr könnt euch quasi zum Basiscamp durchschlagen und zumindest oberflächlich Erfolge feiern. Alle Wäsche, die irgendwo in der Wohnung rumliegt und auf die Schnelle weder als sauber noch dreckig identifiziert werden kann, gehört bis auf weiteres in die Waschmaschine gestopft. Sollte dort kein Platz mehr sein, macht sich Wäsche in einer Tüte auch auf dem Balkon sehr gut...

Immer eine Überlegung wert: wirklich noch schnell eine Waschladung einschmeißen. Das verbreitet einen angenehmen Geruch und lässt euch geschäftig aussehen. Frei nach dem Motto: Ok, die Wohnung sieht nicht so gut aus, aber er/sie ist ja noch mitten am Aufräumen und Waschen.

10. Ein Blick auf sich selbst: Erste Hilfe für den spontanen Gastgeber

Und zu guter Letzt: Ein kritischer Blick auf den Hausherrn/die Hausherrin. Seid ihr selbst so verwahrlost wie eure Wohnung? Wenn euch der spontane Besuch quasi wie Chipskrümel von der Couch gefegt hat, seht ihr vermutlich auch genau so aus. Also lieber noch mal kämmen und die Jogginghose mit dem Senffleck gegen eine weniger besudelte tauschen. Schon suggeriert ihr, dass ihr euer Leben genau so gut im Griff habt wie eure Wohnung. Noch mal duschen? Geht wahrscheinlich nicht...

Wohnung ordentlich halten: Wappnet euch für den nächsten Besuch!

Der Schock, das Adrenalin und die Demütigung dieses Überraschungsbesuchs stecken euch in den Knochen? Dann lasst euch das eine Lehre sein – und es nicht noch einmal so weit kommen! Wir haben für euch die besten Tipps, wie auch faule Menschen ihre Wohnung ordentlich(er) halten können und eine Ausmiste-Liste mit 101 Gegenständen, die ihr ganz sicher aus eurer Wohnung verbannen könnt – wetten, ihr habt etliche davon? Die Wohnglück.de-Redaktion wünscht euch jedenfalls viel Glück bei dieser Mission!

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