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Wohnen | Ratgeber

Arbeitsplatz einrichten: 11 Tipps & Ideen, die ihr beachten solltet

Antonia Eigel

Level: Für Alle

Wer bei der Einrichtung seines Arbeitsplatzes einige Punkte beachtet, steigert seine Produktivität und kann entspannter arbeiten. Pflanzen, das richtige Licht und ein richtiger Schreibtischstuhl sind da nur der Anfang. Wir geben euch 11 Tipps, wie ihr euer Arbeitszimmer passend einrichtet.

Wie richtet man eigentlich einen Arbeitsplatz richtig ein? Das habt ihr euch vielleicht schon mal gefragt, wenn euch nach einem langen Arbeitstag der Nacken wehtut, die Augen brennen und ihr in einem heillosen Chaos versunken seid.

Einige Ursachen könnt ihr schnell und problemlos selbst beheben: Fehlendes oder zu wenig Licht oder die Positionierung eures Bildschirms. Manchmal bedarf es aber einer genaueren Planung.

Wenn ihr euer Arbeitszimmer komplett neu einrichten möchtet, solltet ihr euch intensiver mit eurem zukünftigen Arbeitsplatz beschäftigen. Wir nennen euch elf Dinge, auf die ihr achten müsst, wenn ihr euren Arbeitsplatz neu einrichten oder optimieren wollt.

1. Platz im Arbeitszimmer richtig ausnutzen

Wer seinen Arbeitsplatz neu einrichten will, sollte nicht einfach losmarschieren und wahllos Büromöbel kaufen. Zunächst ist räumliches Vorstellungsvermögen gefragt: Was passt überhaupt in den Raum rein und wo könnten die einzelnen Möbel stehen? Als erstes raten wir euch dazu, euer zukünftiges Arbeitszimmer genau zu vermessen. Mit den Maßen könnt ihr dann die Einrichtung planen. Dazu gibt es online kostenlose Raumplanungs-Tools, zum Beispiel von Palettehome.

Eine harmonische Anordnung der Möbel sorgt für eine ideale Arbeitsatmosphäre. Nichts ist schlimmer, als sich an seinem eigenen Arbeitsplatz nicht wohl zu fühlen. Macht euch auch Gedanken darüber, wie viel Stauraum ihr benötigt. Wer hohe Decken hat, kann Ordner gut auf Regelböden oder in Schränken verstauen.

2. Welche Wandfarbe für den Arbeitsplatz wählen?

Die psychologische Wirkung von Farben spielt auch an eurem Arbeitsplatz eine große Rolle. Je nach Tätigkeit oder Größe eures Arbeitsplatzes, kann sie dazu beitragen, dass ihr entspannt und konzentrierter arbeiten könnt.

Warme Farben wie Gelb, Rot und Orange strahlen Wärme aus. Je intensivere Farbtöne ihr auswählt, desto dezenter solltet ihr sie an den Wänden eures Arbeitsplatzes einsetzen. Kalte Farben wie Blau, Grün und Lila vermitteln Ruhe und Gelassenheit und können großflächiger verwendet werden. Die wichtigsten Farbwirkungen findet ihr in unserer Übersicht:

  • Rot: Rottöne wirken besonders anregend und stimulierend. Diese Farbe eignet sich als sekundäre Farbe, um Akzente zu setzen.
  • Gelb und Orange: Warme Töne wie Gelb und Orange assoziieren wir mit Sonnenstrahlen. Sie können ein Gefühl von Zufriedenheit und Wärme vermitteln.
  • Grün und Blau: Grüntöne sorgen für Entspannung, Blautöne reduzieren Stress. Beide Farben sind besonders angenehm fürs Auge.
  • Weiß: Weiße Wände können stark reflektieren, was für das Auge sehr anstrengend sein kann.Wer viel vor dem Bildschirm sitzt, sollte diese Wandfarbe dezent einsetzen.

Kalte Farben wie Grün und Blau und besonders Olivtöne eignen sich am besten für den Arbeitsplatz, denn sie sorgen dafür, dass ihr euch besser konzentrieren und damit mehr leisten könnt.

Arbeitsplatz einrichten Wandfarbe
Kühle Wandfarben haben eine beruhigende Wirkung. Sie eignen sich besonders für euren Arbeitsplatz. © Getty Images/iStockphoto

3. Die richtigen Lichtverhältnisse am Arbeitsplatz schaffen

Licht spielt eine wichtige und nicht zu unterschätzende Rolle bei der Einrichtung eures Arbeitsplatzes. Schlechte Sehbedingungen führen häufig zu Kopfschmerzen, mangelnder Konzentrationsfähigkeit oder wirken sich negativ auf euer Wohlbefinden aus.

Die Lichtverhältnisse am Arbeitsplatz haben einen großen Einfluss darauf, wie ihr euch fühlt und wie produktiv ihr am Ende arbeiten könnt. Das richtige Licht motiviert zudem.

In der Tabelle seht ihr, wie hell es wo in eurem Arbeitszimmer sein sollte. Die Beleuchtungsstärke (Lux) könnt ihr mit einem Luxmeter* messen.

  • Beleuchtungsstärke (Lux)
  • Bereich
  • 500
  • im Arbeitszimmer und am Bildschirmarbeitsplatz
  • 750
  • Arbeitsfläche auf dem Schreibtisch von mindestens 60 x 60 Zentimetern zum Lesen, bei filigranen Handarbeiten
  • 750-1000
  • für ältere Menschen

Beleuchtungsstärke am Arbeitsplatz

Doch welches Lichtkonzept ist jetzt das richtige? Generell solltet ihr darauf achten, dass sich das Licht an eurem Arbeitsplatz aus einer Mischung von direkter und indirekter Beleuchtung zusammensetzt. Also benötigt ihr eine Arbeitsplatzleuchte sowie ausreichend Tageslicht. Bei der Lichtfarbe solltet ihr Neutralweiß (3.500 bis 5.500 Kelvin ) oder Tageslichtweiß (über 5.300 Kelvin) wählen.

Tipp: Manchmal hilft es sogar schon, den Schreibtisch ein paar Zentimeter zu verrücken oder den Bildschirm leicht zu drehen, um bessere Lichtverhältnisse zu schaffen.

4. Die Ausrichtung des Bildschirms

Die richtige Position des Bildschirms ist das A und O für effizientes Arbeiten. Enstehen Reflexionen auf der Bildschirmoberfläche, beeinträchtigt das euer Sehvermögen und kann unterbewusst sogar als störend empfunden werden. Damit das nicht passiert, gibt es einige hilfreiche Tricks, wie ihr entspannt vor eurem Bildschirm arbeiten könnt:

  • Stellt euren Bildschirm parallel zum Fenster auf. So vermeidet ihr Spiegelungen durch Gegenlicht.
  • Bringt Lichtschutzvorrichtungen wie Jalousien oder Gardinen an, wenn ihr euren Bildschirm nicht anders aufstellen könnt.
  • Positioniert jegliche Lampe so, dass keine Spiegelungen auf dem Bildschirm auftreten.
  • Verwendet entspiegelte Bildschirme. Die matte Oberfläche vermeidet direkte Spiegelungen.

5. Multifunktionale Geräte und Möbel

Drucker, Scanner und Kopierer in einem: Multifunktionale Geräte haben viele Vorteile. Sie sparen Platz und sind meist günstiger in der Anschaffung als die einzelnen Geräte. Dazu benötigen sie meist nur ein einziges Anschlusskabel. Viele Geräte sind mittlerweile so kompakt konzipiert, dass sie sich gut unter dem Schreibtisch oder versteckt im angrenzenden Schrank platzieren lassen.

Einen weiteren Vorteil liefern multifunktionale Möbel. Besonders in kleinen Arbeitsräumen bietet es sich an, auf Möbel mit Mehrfachfunktion zu setzen. Das kann ein Schreibtisch mit integrierten Schubladen sein oder einer, der über ein zusätzliches Fach verfügt, in dem ihr Kabel verstauen könnt. So wandern sie aus dem Blickfeld und es sieht gleich ordentlicher aus.

6. Wohlfühlfaktor Pflanzen

Ein grüner Arbeitsplatz ist besonders wichtig für ein gutes Arbeitsklima. Wer sein Arbeitszimmer einrichtet, sollte sich deshalb Pflanzen neben den Schreibtisch stellen. Die positiven Effekte von Grünpflanzen im Büro sind sogar wissenschaftlich erwiesen: In einer Studie fanden Wissenschaftler heraus, dass Pflanzen nicht nur eure Konzentration fördern, sondern auch aufkommende Müdigkeit bei der Arbeit bekämpfen.

Zudem sorgen Zimmerpflanzen für ein verbessertes Raumklima, denn sie filtern Schadstoffe aus der Luft. Dazu produzieren sie Sauerstoff, der eure Konzentration und euer Wohlbefinden steigert.

Arbeitsplatz einrichten Pflanzen
Pflanzen schaffen an eurem Arbeitsplatz eine Wohlfühl-Atmosphäre und fördern eure Konzentration. © Getty Images/iStockphoto

7. Ordnung schaffen mit Ordnern und Boxen

Papierstapel, die sich bis unter die Decke türmen, ein unaufgeräumter Schreibtisch oder Chaos in der Schublade: Bei der Suche nach den richtigen Unterlagen kann euch kostbare Arbeitszeit verloren gehen. Das bremst euch nicht nur in eurem Arbeitsflow aus, sondern kann schnell demotivieren.

Dabei kann Ordnung am Arbeitsplatz so einfach sein: Mit beschrifteten Ordnern und Boxen, die ihr in einem Regal schön anordnet, könnt ihr euch schnell ein nachhaltiges System für eure Unterlagen überlegen. So verliert ihr nie wieder den Überblick.

Mit einem Prägegerät* könnt ihr Etiketten zum Aufkleben selbst erstellen. Das vereinfacht die Suche nach den richtigen Unterlagen und sieht dabei sogar schön aus. Wenn ihr Platz sparen wollt, verwendet am besten schmale Aktenordner und sortiert eure Unterlagen sofort ein, bevor sich neue Stapel anhäufen.

Regal Ordner Arbeitsplatz einrichten
Mit Ordnern und Boxen könnt ihr schnell Ordnung schaffen. © Getty Images/iStockphoto

8. Kabelmanagement

Computer, Bildschirm und Drucker sind von einem modernen Arbeitsplatz nicht mehr wegzudenken. Leider ist der Kabelsalat unter und auf dem Schreibtisch oft die unschöne Konsequenz. Mit dem richtigen Kabelmanagement schafft ihr Ordnung und Ruhe am Arbeitsplatz. Mithilfe von Kabelwannen und -kanälen könnt ihr das Kabelmonster unter dem Schreibtisch bändigen. Sie lassen sich meist einfach unter der Tischplatte montieren.

Ladekabel verschwinden im Handumdrehen in schicken Kabelboxen. Ohne viel Aufwand könnt ihr so Ordnung und eine professionell aussehende Arbeitsumgebung schaffen.

Die Kabelbox von Bosign dient gleichzeitig als Ablage für Smartphones. © Bosign

9. Ergonomie am Arbeitsplatz

Wer von euch hat nach einem langen Arbeitstag nicht schon mal wegen Kopf- oder Nackenschmerzen gestöhnt? Die Ursache liegt meist an der falschen Körperhaltung am Arbeitsplatz. Ist der Bildschirm zu nah oder der Sitz zu tief eingestellt, beeinträchtigt das langfristig eure Gesundheit. Deshalb solltet ihr beim Einrichten eures Arbeitsplatzes immer darauf achten, das ihr folgende Bedingungen einhaltet:

  • Abstand zwischen Auge und Bildschirm: 50 bis 70 Zentimeter
  • Blickwinkel: 20 Grad (Blick nach unten gerichtet)
  • Optimale Temperatur: 20 bis 22 Grad Celsius
  • Sitzhöhe: 42 bis 53 Zentimeter
  • Schreibtischhöhe: 19 bis 28 Zentimeter über der Sitzhöhe
  • Lufftfeuchtigkeit: 40 bis 60 Prozent
  • Lärmpegel: maximal 55 Dezibel
  • Arme liegen im 90 Gradwinkel (maximal 100) auf der Tischplatte ab
  • Licht: Kombination aus Tageslicht, indirekter und direkter Beleuchtung
  • Schreibtischgröße: mindestens 80 x 160 Zentimeter
  • verstellbarer Schreibtischstuhl

Wenn ihr diese Bedingungen einhaltet, dann könnt ihr entspannt und schmerzfrei arbeiten.

10. Dekoration im Arbeitszimmer

Was nützt der ordentlichste Arbeitsplatz, wenn er kahl und ungemütlich wirkt? Mit sparsam eingesetzten Accessoires, seien es Bilderrahmen mit den letzten Urlaubsfotos, oder zum Beispiel einem DIY-Stiftehalter, verleiht ihr eurem Arbeitsplatz eure ganz persönliche Note. Seid bei der Deko-Auswahl aber sparsam. Zu viele Accessoires am Arbeitsplatz können schnell vom Wesentlichen ablenken und kostbaren Platz auf eurem Schreibtisch einnehmen.

11. Einmal ordentlich ausmisten

Zu guter Letzt ein Tipp, der nicht nur eurem Arbeitsplatz gut tut, sondern auch euch: Einmal richtig ausmisten. Marie Kondo hat der Welt bereits gezeigt, wie man im eigenen Zuhause einmal richtig ausmisten kann. Das bekannte Prinzip könnt ihr auch an eurem Arbeitsplatz anwenden.

Alte Dokumente und Notizen könnt ihr getrost in den Papierkorb werfen. Behaltet nur solche Dokumente, die von Bedeutung sind. Das verschafft euch nicht nur Durchblick, sondern hat auch gleich etwas Bereinigendes. Mit gutem Gewissen könnt ihr jetzt in eurem neuen Arbeitszimmer durchstarten.

*Produkthinweise erfolgen rein redaktionell und unabhängig. Durch die von uns platzierten Affiliate-Links bekommen wir bei Kaufabschluss einen kleinen Anteil der Provision.

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