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Wohnen | Checkliste

10 Dinge, die ihr zu Hause in 2 Stunden erledigen könnt

Michael Penquitt

Die lange aufgeschobenen Aufgaben im Haushalt werden zu Zeiten von Corona besonders sichtbar: Hier kommen zehn Dinge, die ihr in zwei Stunden zu Hause erledigen könnt.

Die Gruppe derer, die zurzeit versuchen, möglichst zu Hause zu bleiben, um die Verbreitung des aktuellen Coronavirus zu verhindern, teilt sich grob in zwei Fraktionen: Die, die mit ihren Kindern zu Hause sind und gleichzeitig versuchen, von zu Hause aus zu arbeiten. Und diejenigen, deren Arbeit oder Schule ruht und die nur sehr wenig zu tun haben.

In beiden Fällen ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, an dem einige Aufgaben im Haushalt endlich nach langer Aufschieberitis erledigt werden wollen. Entweder weil sie dem effizienten Haushalt im Weg stehen oder weil ihr jetzt viel, viel Zeit habt. Keine Sorge, wir wollen euch damit auch nicht überfordern. Hier sind zehn Ideen, was ihr in nicht mehr als zwei Stunden zu Hause erledigen könnt.

1. Fenster putzen

Seit das Coronavirus Deutschland heimsucht, beschert uns beinahe jeder Tag sonnigstes, fast schon frühsommerliches Wetter. Normalerweise würden wir jetzt nach draußen strömen, uns mit Freunden zum Essen im Freien verabreden oder uns ein Feierabendbier mit den Kolleginnen und Kollegen genehmigen. Das fällt aktuell aus gegebenem Anlass aber aus!

Und doch hilft uns die Sonne dabei, nicht mit unserem Schicksal zu hadern, sondern voller Hoffnung der Zukunft entgegenzublicken. Damit die hellen Strahlen bis zu uns durchdringen und wir die Natur da draußen beim Frühlingserwachen in bester Bildqualität beobachten können, sind saubere Fenster unersetzlich. Also macht euch ran und spült den Winterschmutz von den Scheiben. Das Ergebnis macht gute Laune.

2. Balkon, Terrasse oder Garten bepflanzen

Noch besser habt ihr es natürlich, wenn ihr zu den Glücklichen zählt, die Zugang zu einem Balkon, einer Terrasse oder gar einem Garten haben. Auch diese Oasen der Erholung sollten spätestens jetzt aus dem Winterschlaf geholt werden. Etwas Pflege und eine liebevolle Gestaltung machen diese Orte sofort noch einladender.

Neben dem Abschrubben der Balkon- und Gartenmöbel gehört dazu eine frische Bepflanzung. Viele Blumenläden haben weiterhin oder wieder geöffnet. In zwei Stunden schafft ihr es locker einen Abstecher ins nächste Blumengeschäft zu machen, euch mit regionalen, bienenfreundlichen Pflanzen und Blumenerde einzudecken und sie zu Hause in Kübel, Blumenkästen oder das Beet zu füllen.

3. Steuererklärung erledigen

Mit der Steuererklärung ist es wie mit dem Abreißen eines Pflasters: Man zögert und drückt sich davor, sammelt allen Mut, trifft Vorkehrungen und zieht es schließlich durch. So viel Vorlaufzeit kostet viel Energie und ist zu alledem überflüssig. Am Ende stellt man jedes Mal fest: Die Sache ist gar nicht so schlimm gewesen.

Vor allem für Angestellte mit regelmäßigem Einkommen ist die Steuererklärung schnell erledigt. Zumal in diesen Fällen mittlerweile Smartphone-Apps wie Taxfix oder Steuerbot einen Großteil des Jobs übernehmen. In Zeiten, in denen man ohnehin lieber zu Hause bleiben sollte, gibt es keinen Grund mehr, sich vor der Steuererklärung zu verstecken. Wenn nicht ohnehin schon abgehakt, könnt ihr euch gleich auch der Steuererklärungen der vorangegangenen Jahre annehmen.

4. Ausmisten

In jedem Haushalt findet sich mindestens ein unliebsamer Ort, der schon lange darauf wartet, aufgeräumt zu werden. Ob es die Dokumentenablage ist, die von Woche zu Woche wächst, aber nicht abgeheftet wird. Oder die Kabelschublade, in der jedes zweite Kabel zu einem Gerät gehört, das nicht mehr in eurem Besitz ist. Oder, ganz heikel, der Kleiderschrank, aus dem nur jedes dritte Kleidungsstück regelmäßig angezogen wird.

Diese Baustelle ist schon in zwei Stunden keine mehr, denn es wird Zeit, dass ihr sie beseitigt. Nehmt euch aber nicht zu viel auf einmal vor. Einen ganzen Keller oder Dachboden werdet ihr innerhalb von zwei Stunden nicht aufgeräumt haben. Nehmt euch diese Aufgabe, wenn möglich, in Etappen vor.

5. Fahrrad reparieren

"Ja, ich könnte diesen Weg auch mit dem Fahrrad machen. Aber das ist leider kaputt." Diese Ausrede zieht irgendwann nicht mehr. Vor allem, wenn das Fahrrad schon seit mehr als einem Jahr im Keller oder in der Garage einstaubt und das Social Distancing es gebietet, nicht mit anderen im Auto, im Bus oder in der Bahn zu sitzen.

Hinzu kommt, dass die Funktionsweise von Fahrrädern leicht zu verstehen ist. Die üblichen Problemchen, wie ein geplatzter Schlauch oder eine lose Bremse, kann beinahe jeder leicht lösen. Für alles andere gibt's Google und Youtube. Es gibt keine Ausreden mehr!

6. Essen machen

Ist heute Dienstag? Oder schon Donnerstag? Wirklich sicher sind sich viele derzeit nicht. Jeder Tag ist wie der andere, feste Fixpunkte gibt es kaum. Es hilft, kreativ zu werden und sich zum Beispiel etwas mehr Zeit fürs Kochen zu nehmen. Statt Nudeln mit Pesto gönnt euch und euren Liebsten einen echten Gaumenschmaus. Gerade in der aktuellen Situation wird so ein Festmahl zum echten Highlight für die Familie.

7. Kücheninventur machen

Noch leichter geht das Kochen von der Hand, wenn ihr für die Zeit, die ihr voraussichtlich noch in den kommenden Wochen zu Hause verbringt, einen Kochplan aufstellt. Das beginnt damit, dass ihr dokumentiert, welche Lebensmittel, ob frisch oder haltbar, ihr aktuell noch zu Hause habt. Darauf lässt sich aufbauen: Wie viele Mahlzeiten kann ich daraus kredenzen, für wie viele Tage reicht das Essen?

Dieses Vorgehen hat gute Gründe. Ihr solltet euren Aufenthalt in Supermärkten und den Kontakt zu fremden Menschen derzeit auf ein Mindestmaß reduzieren. Wenn ihr mit Plan einkauft, braucht ihr nicht so häufig vor die Tür zu gehen. Und auch in Nicht-Corona-Zeiten rät das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ohnehin dazu, sich einen Vorrat an Lebensmitteln und Getränken zuzulegen, der im Notfall für zehn Tage reicht.

8. Sport machen

Vielleicht habt ihr selbst schon Auswirkungen der Ausgangsbeschränkungen auf euren Körper festgestellt. Egal ob ihr den ganzen Tag auf dem Sofa zergeht oder euch über den Arbeitslaptop beugt: Beides ist nicht gut für euch. Eltern, die sich rund um die Uhr um ihre Kinder kümmern, sind in dieser Hinsicht fast zu beneiden.

Gerade jetzt ist es wichtig, die Muskeln zu bewegen und zu stärken. Nach einer Yoga-Session zu Hause, einem Fahrradausflug oder einer Runde Laufen fühlt ihr euch schon viel besser. Auch Duschen und Umziehen sind in den zwei Stunden locker drin.

9. Home Office einrichten

Von zu Hause aus zu arbeiten, ist im Frühjahr 2020 für viele Menschen plötzlich zum Alltag geworden. Um den Esszimmertisch zum richtigen Home Office umzugestalten, dafür blieb keine Zeit. Zwei Stunden, mehr braucht ihr nicht, um aus eurem neuen Arbeitsplatz mehr rauszuholen.

Achtet darauf, dass ihr aufrecht sitzt und euer Sessel Arm- und Rückenlehnen hat. Das Tageslicht sollte von der Seite kommen. Wir verraten euch noch mehr Tipps und Tricks zur Einrichtung eures Home Offices. Darüber könnt ihr bei euren Kolleginnen und Kollegen Eindruck schinden, wenn in eurem Rücken ein gut sortiertes Bücherregal steht oder beeindruckende Kunstwerke an der Wand hängen.

10. Erholen

Es gibt immer genug zu tun, ob da draußen nun eine Pandemie grassiert oder nicht. Der gewöhnliche Alltag ist stressig genug. Jetzt, da sich für viele die Gelegenheit bietet, kann man ohne Gewissensbisse auch mal tagsüber ein Nickerchen einlegen. Oder sich hinsetzen und ein Buch lesen. Die meisten von uns haben es nicht in der Hand, wie sich die medizinische und wirtschaftliche Situation von diesem Punkt an entwickelt.

Vergesst also nicht, Kraft zu tanken und die Zeit für Dinge zu nutzen, die euch gut tun. Ein erholter Organismus ist zugleich einer, der widerstandsfähiger gegen Krankheiten ist. Mit einer Auszeit, und seien es nur zwei Stunden mitten am Tag, leistet ihr euren Beitrag, dass das Gesundheitssystem nicht im Chaos versinkt. Bleibt gesund!

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