Eine Frau entstaubt einen Gummibaum
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Wohnen | Ratgeber

Zimmerpflanzen im Winter: 4 Tipps zur richtigen Pflege

Michael Penquitt

Michael Penquitt

Zimmerpflanzen bedürfen im Winter einer besonderen Pflege. Wenn ihr diese vier Aufgaben richtig angeht, werden eure Pflanzen gesund überwintern.

Zimmerpflanzen stehen auch im Winter geschützt und haben es muckelig warm. So können sie gut überwintern, würde man meinen. Leider wird genau dieses Setting in der dunklen Jahreszeit eher zum Problem. Denn wegen der milden Raumtemperatur merken Zimmerpflanzen nicht, wann sie sich zur Winterruhe begeben sollten. Ihr Stoffwechsel bleibt auf hohem Niveau. Doof nur, dass da die Sonne nicht mitmacht und nicht ausreichend natürliches Tageslicht hergibt. Hinzu kommt noch die trockene Heizungsluft, die vielen Pflanzen zu schaffen macht.

Auf der Terrasse eines modernen Holzhauses stehen zwei bunte Stühle und die Sonne scheint durch Baumkronen.

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Alles in allem sind Topfpflanzen wegen dieser widrigen Bedingungen vor allem im Winter Krankheiten und Schädlingen ausgesetzt. Es sei denn, ihr wisst, was sie brauchen.

1. Hellen, aber kühlen Standort wählen

Eingetopfte Zimmerpflanzen sollten im Winter nicht zu warm stehen: Sucht den kühlsten, am schwächsten beheizten Raum in eurem Zuhause aus. Häufig ist das das Schlafzimmer. Für einen gesunden Schlaf ist es ohnehin am zuträglichsten, bei etwas kühleren Temperaturen zu schlafen. Für die Nacht könnt ihr die Heizung im Schlafzimmer sogar ausschalten.

Wer große Fenster hat, die viel Licht einlassen, kann die Pflanzen gerne näher an die Fenster stellen. Passt nur darauf auf, dass die Blätter nicht die kühle Scheibe berühren. Und wenn ihr das Fenster bei niedrigen Temperaturen öffnet, solltet ihr die Pflanzen zur Seite stellen. Denn das könnte wiederum zu kalt sein. Insbesondere die Wurzeln reagieren empfindlich auf Kälte. Es bietet sich also an, den Topf auf einen Hocker oder einen Untersetzer zu stellen, damit die Kälte nicht hochkriecht.

Wo die Pflanzen eindeutig zu wenig Licht erhalten, könnt ihr auch auf künstliche Lichtquellen zugreifen. Im Handel findet ihr mittlerweile recht günstige, spezielle LED-Lampen, die den Mangel an wichtigen UV-Strahlen kompensieren. Sie werden auch bei längerem Betrieb nicht heiß und ihr könnt sie genau auf euren Bedarf einstellen. Diese Lampen gibt es in ganz unterschiedlichen Größen mit Standfuß oder mit Aufhängung, sodass sie in jedem Fall passen.

2. Luftfeuchtigkeit erhöhen

Die trockene Heizungsluft trägt nicht gerade zum Wohlbefinden eurer Pflanzen bei. Ihr könnt nachhelfen und die Luftfeuchtigkeit erhöhen, indem ihr die Blätter alle paar Tage mit lauwarmem, kalkarmem Wasser besprüht.

Auch trotzen Pflanzen der trockenen Raumluft besser, wenn sie im Verbund arbeiten. Habt ihr viele Zimmerpflanzen, erhöhen sie die Luftfeuchtigkeit dadurch, dass ihr sie gießt und sie dieses Wasser wieder verdunsten. Je höher die Luftfeuchtigkeit, desto langsamer trocknen eure grünen Freunde aus.

Falls all das nicht ausreichend hilft, könnt ihr auch hier auf technische Hilfsmittel setzen. Wählt einen guten Luftbefeuchter aus, aber erwartet auch von ihm keine Wunder. Ist die Luftfeuchtigkeit besonders niedrig, seid ihr mit einer Kombination dieser Maßnahmen am besten beraten.

3. Blätter pflegen

Weil die Ressourcen im Winter so knapp sind, ist es besonders wichtig, dass die Pflanzenblätter das wenige Licht möglichst gut einfangen. Die Heizungsluft sorgt jedoch dafür, dass sich mehr Staub auf den Blättern ablegt. Es liegt an euch, die Blätter mit einem feuchten Tuch regelmäßig abzuwischen und vom Staub zu befreien.

Kleinere Pflanzen könnt ihr auch mit dem Duschkopf abbrausen. Seid aber vorsichtig bei dieser Vorgehensweise und passt auf, dass ihr die Erde nicht komplett durchnässt. Denn genauso wie den Rest des Jahres über auch, haben nur wenige Topfpflanzen gerne ständig nasse Füße.

4. Gießen nicht vergessen!

Apropos nasse Füße: Natürlich möchten eure Pflanzen auch im Winter gegossen werden. Wenn sie tatsächlich etwas kühler stehen als sonst, sollte das nur nicht so häufig und nicht so ausgiebig geschehen wie zu anderen Jahreszeiten. Versucht euch danach zu richten, wann die Erde durchgetrocknet ist – erst dann brauchen die meisten Pflanzen frisches Wasser.

Anders hingegen bei Topfpflanzen, die auf der Fensterbank oder über einer Heizung stehen. Das Wasser verdunstet hier eher schneller als sonst. In diesen Fällen könnt ihr also etwas öfter zur Gießkanne greifen. Nur auf Dünger solltet ihr bei den meisten Zimmerpflanzen im Winter ganz verzichten. Die zusätzlichen Nährstoffe lassen sich wegen der Lichtarmut kaum verarbeiten.

Und klar, zu guter Letzt: Überprüft die Pflanze regelmäßig, zumindest einmal die Woche, auf möglichen Schädlingsbefall. Das solltet ihr ohnehin das ganze Jahr über im Blick behalten, im Winter aber ganz besonders.

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