Einfamilienhaus
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Wohnen | News

Wohnvorlieben: Wie die Deutschen am liebsten wohnen wollen

Eva Dorothée Schmid

Eva Dorothée Schmid

Haus oder Wohnung? Zentrumsnah oder auf dem Land? Groß oder klein? Wie die Deutschen am liebsten wohnen würden, das hat eine Studie des Institut der deutschen Wirtschaft jetzt herausgefunden.

Wenn man Menschen fragt, ob sie lieber eine größere oder eine kleinere Wohnung hätten oder lieber besser oder schlechter an den ÖPNV angebunden wären, dann ist die Antwort ziemlich klar.

Auf der Terrasse eines modernen Holzhauses stehen zwei bunte Stühle und die Sonne scheint durch Baumkronen.

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Wie aber würden sich Menschen entscheiden, wenn sie tatsächlich zwischen zwei Alternativen wählen müssten? Für diese Frage interessierte sich das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln (IW). Es hat im Auftrag der Deutschen Reihenhaus AG mit einem Auswahlexperiment mit 1.000 Teilnehmern versucht herauszufinden, welche Wohnvorlieben die Deutschen haben. Wir stellen euch die spannendsten Ergebnisse vor.

So sieht die ideale Wohnform aus

Über alle Teilnehmer der Studie hinweg ist die am meisten bevorzugte Wohnoption:

  • ein freistehendes Einfamilienhaus
  • mit 90 bis 120 Quadratmetern Wohnfläche
  • fünf Zimmern
  • mit dem ÖPNV oder Pkw in weniger als 20 Minuten von einem städtischen Zentrum erreichbar
  • es gibt fußläufig Läden des täglichen Bedarfs

Am liebsten würden die Befragten zudem im Vorort leben, als Eigentümer ihrer Immobilie und mit einer Wohnkostenbelastung von 20 Prozent.

Die meisten wollen im Einfamilienhaus leben

Es gibt eine eindeutige Präferenz unter allen Gruppen für freistehende Einfamilienhäuser oder andere Formen des Einfamilienhauses. Auch Mieter aus Großstädten oder Single-Mieter-Haushalte bewerten Mehrfamilienhäuser schlechter als Einfamilienhäuser. Am Einfamilienhaus werden insbesondere der Garten, ein Stellplatz beziehungsweise eine Garage sowie die Ruhe geschätzt.

Für alle befragten Gruppen stellen große Mehrfamilienhäuser den am wenigsten präferierten Objekttyp dar. Auch kleinere Mehrfamilienhäuser werden durchgängig schlechter eingestuft als Reihenhäuser und Einfamilienhäuser.

Wunschlage hängt vom Wohnort ab

Der Wunsch nach spezifischen Lagen hängt stark davon ab, wo die Befragten zurzeit wohnen. Wer in der Großstadt lebt, bevorzugt in der Regel auch die zentralen Lagen in der Großstadt. Bewohner einer Kleinstadt lehnen die Großstadtzentren als Wohnstandort eher ab.

Bis zu 40 Minuten Fahrzeit ins Zentrum sind akzeptabel

Schnelle Anbindungen schätzen grundsätzlich alle Befragten. ÖPNV-Reisezeiten von bis zu 40 Minuten Fahrzeit zum Hauptbahnhof werden von den meisten Befragten akzeptiert. Auch beim Auto werden ähnlich lange Reisezeiten ins Zentrum in Kauf genommen.

Die Beobachtungen könnten bedeuten, dass viele Haushalte gerne ins Umland ausweichen würden, wenn sie dort bei einer geeigneten Anbindung den Wunsch nach einem Einfamilienhaus realisieren könnten. Wichtig ist aber nahezu allen Befragten, dass die Nahversorgung fußläufig erreichbar ist.

Wohnkostenbelastung von bis zu 40 Prozent ist akzeptabel

Anders als in der öffentlichen Diskussion meist angenommen, wird auch eine Wohnkostenbelastung von bis zu 40 Prozent akzeptiert. Natürlich werden geringere Wohnkostenbelastungen stark bevorzugt, aber bei vielen Gruppen gibt es erst dann einen Malus bei der Bewertung der Wohnoption, wenn der Wert 40 Prozent übersteigt.

Hier könnt ihr nachlesen, wie viel Haus ihr euch leisten könnt.

Wichtiger als Wohnfläche ist die Zahl der Räume

Die meisten Befragten finden eine Wohnfläche von 90 bis 120 Quadratmetern optimal. Bestimmten Single-Haushalten reichen 50 bis 72 Quadratmeter. Insgesamt werden sehr kleine und sehr große Wohnflächen eher kritisch gesehen.

Wichtiger als die Wohnfläche ist vielen Befragten, dass die Wohnung oder das Haus mehr Räume bietet. Projektentwickler sind also gefordert, nicht immer größere Wohnungen zu bauen, sondern die Wohnfläche besser nutzbar zu machen.

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