Wohnungen in einer Siedlung
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Wohnen | News

Wohngeld-Reform: Mehr Zuschüsse für Geringverdiener

Albert Linner

Level: Für Alle

Schon im nächsten Jahr sollen Haushalte mit geringem Einkommen mehr Wohngeld bekommen. Der Bundesrat hat einer entsprechenden Gesetzesreform jetzt zugestimmt.

Menschen, die wenig verdienen, sollen ab dem kommenden Jahr mehr Wohngeld bekommen. Der Bundesrat hat einer Gesetzreform der Bundesregierung zugestimmt.

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Mit dem neuen Wohngeld sollen Haushalte mit wenig Einkommen unterstützt werden, die keine andere staatliche Unterstützung bekommen. Schon 2020 soll der Zuschuss steigen. Ab 2022 soll er alle zwei Jahre angepasst werden. Die Bundesregierung will eine Steigerung von rund 30 Prozent im Vergleich zum aktuellen Stand. Das soll in erster Linie Rentnern und Alleinerziehenden zu Gute kommen.

Wohngeld für mehr Haushalte als bisher

Von der Gesetzesnovelle profitieren auch Menschen, die in Gegenden mit extrem hohen Mieten leben. Um diese zu unterstützen, führt der Gesetzgeber zu den schon existierenden sechs Mietstufen eine Mietstufe VII ein. Bei der Berechnung des Zuschusses sollen künftig außerdem regionale Unterschiede und Voraussetzungen eine Rolle spielen. Damit will die Große Koalition der unterschiedlichen Preisentwicklung Rechnung tragen.

Laut Bundesregierung wird die Zahl der Wohngeldempfänger dann etwa 660.000 Haushalte betragen. Aktuell sind in Deutschland rund 480.000 Haushalte berechtigt, Wohngeld zu beziehen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die staatlichen Ausgaben für Wohngeld 2018 um 89 Millionen Euro auf rund 1,05 Milliarden Euro gesunken. Das liegt daran, dass seit der letzten Wohngelderhöhung im Jahr 2016 viele Empfänger in die Grundsicherung gewechselt sind.

Mieterbund begrüßt Wohngeld-Reform

Die Bundesregierung rechnet für 2020 mit Ausgaben von rund 1,2 Milliarden Euro. Die zusätzlichen rund 200 Millionen sollen Bund und Länder zu gleichen Teilen übernehmen.

Der Deutsche Mieterbund hat die Reform begrüßt – insbesondere die lange geforderte Anpassung des Wohngeldes an Einkommen und steigende Mieten. Allerdings kritisierte der Verband, dass für die Berechnung die Kaltmiete als Grundlage gelte und keine Rücksicht auf steigende Heizkosten genommen werde.

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