Mann bohrt mit Akku-Bohrer in Holz
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Werkzeugakkus im Test: Makita mangelhaft, Bosch mit Risiko

Katharina Schneider

Katharina Schneider

Viele Hersteller bieten Werkzeugakkus an, die bei eine ganze Palette von Werkzeugen eingesetzt werden können. Doch was taugen diese Akkus? Stiftung Warentest hat acht Systemakkus getestet.

Werkzeugakkus, die zu einem System gehören, versprechen Heimwerkern allerlei Vorteile. Wenn eine Batterie für eine Vielzahl an Geräten genutzt werden kann, dann sind die Geräte günstiger – sie kosten teilweise sogar die Hälfte weniger –, die Umwelt wird geschont und nicht kompatible Akkus und Ladegeräte werden nicht benötigt. Dafür binden sich Verbraucher aber auch an einen Werkzeughersteller. Bei vielen namhaften Marken steht der Systemakku im Zentrum einer ganzen Werkzeugpalette. Doch diese Akkus ergeben nur dann Sinn, wenn sie auch lange halten. Deshalb stand die Haltbarkeit im Fokus einer Prüfung von Stiftung Warentest.

Die Stiftung testete acht Werkzeugakkus mit einer Spannung von 18 und 20 Volt. Diese Batterien können für Werkzeuge derselben Spannung genutzt werden. Die Systemakkus wurden auf Haltbarkeit, Handhabung, Stromverbrauch des Ladegeräts und Sicherheit geprüft. Am meisten fiel der Punkt Haltbarkeit beim Ergebnis ins Gewicht.

Um die Akkus daraufhin zu überprüfen, entluden die Tester sie abwechselnd in einem Laubblässer und einem Bohrschrauber – insgesamt 400 Lade-Entlade-Zyklen mussten die Batterien durchleben. Danach wurden sie auf Kapazitätsverlust überprüft. Zusätzlich steckten die Tester die Akkus für 120 Tage in einen 40 Grad warmen Schrank – auch hier maßen sie anschließend den Kapazitätsverlust.

Testsieger ist der Akku von Einhell

Die Werkzeugakkus konnten beim Test überwiegend gut abschneiden. Testsieger mit der Gesamtnote 2,0 ist der Akku von Einhell. Die Batterie für rund 35 Euro passt in mehr als 170 Geräte der Einhell-Power-X-Change-Serie des Herstellers. Der Akku konnte vor allem durch seine Haltbarkeit überzeugen.

Die Note gut erhielten auch Akkus von Metabo und Lidl.

Zwei Akkus von Bosch Professional könnten die Tester in punct0 Sicherheit nicht überzeugen. Denn die getesteten Geräte verfügten nicht über eine Einzelzellenüberwachung. Diese misst ständig die Spannung jeder Akkuzelle und verhindert so, dass diese überlastet, überhitzt oder sich zu tief entlädt. Im schlimmsten Fall kann es durch eine fehlende Einzelzellenüberwachung zu einem Brand der Batterie kommen. Ab dem Produktionsjahr 2019 ist die Einzelzellenüberwachung jedoch laut Bosch in jede Batterie integriert, die getesteten Akkus waren zuvor produziert worden.

Der teuerste Werkzeugakku ist der schlechteste

Ausgerechnet der teuerste Werkzeugakku im Test konnte die Tester gar nicht überzeugen. Der BL 1820B von Makita erreicht nur das Urteil "mangelhaft" (4,8). Das liegt vor allem daran, dass er beim Haltbarkeitstest versagt.

Cover der Zeitschrift "test", Ausgabe 10/2020

Richtiger Umgang mit Akku erhöht Lebensdauer

Doch bei einem Werkzeugsystem kommt es natürlich nicht nur auf die Qualität des Akkus an. Das System kann nur so gut sein wie die Werkzeuge. Und da hielten ein paar Exemplare in einigen Belastungstests weniger aus als ihre Batterien.

Nicht nur die Beschaffenheit und Qualität der Akkus trägt zu einer langen Lebensdauer bei. Wer seine Werkzeugakkus pfleglich behandelt, der hat auch lange etwas davon. So sollten Heimwerker mit ihnen nicht bei Extremtemperaturen arbeiten – optimal sind etwa 20 Grad. Außerdem sollten die Akkus an einem trockenen, frostfreien und nicht zu warmen Ort aufbewahrt werden – und zwar außerhalb des Ladegeräts. Ein regelmäßiges Nachladen auch bei seltener Nutzung schont den Akku außerdem.

Den vollständigen Systemakku-Test findet ihr in der November-Ausgabe der Zeitschrift "Test" und online (Inhalt kostenpflichtig).

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