Ansicht der Hansestadt Lübeck
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Kaufen | News

Neuer Vergleich: Was kosten Immobilien in eurer Stadt?

Neue Daten zeigen, was Wohnimmobilien in welcher Stadt kosten. Ob sich Kaufen noch lohnt, hängt dabei immer auch vom Kaufpreis-Mieten-Verhältnis ab.

Ein Eigenheim scheint vielerorts kaum noch bezahlbar zu sein. Dennoch gibt es Städte, wo der Kauf noch immer eine gute Alternative zur Miete sein kann. Das Forschungsinstitut des Verbandes Deutscher Pfandbriefbanken, vdpResearch, hat aus den Daten von etwa 350.000 Immobilienkäufen ermittelt, was Eigentumswohnungen und Häuser in 57 deutschen Städten und Landkreisen 2020 kosteten. Das Besondere daran: Die Zahlen beruhen auf den Daten aus tatsäch­lich abge­schlossenen Kauf­verträgen, nicht auf Annoncen oder Makler­umfragen.

Preisanstieg bei Immobilien hält an

Die Preise reichen dabei von unter 2.000 Euro pro Quadratmeter in Gera, Suhl oder Eisenach bis zu über 13.000 Euro pro Quadratmeter in München. Im Schnitt verzeichnete vdpResearch im Jahr 2020 ein Plus von 7,4 Prozent. Und der Boom scheint weiter zu gehen. Für 2021 erwarten die Immobilienexperten einen Anstieg von mindestens vier Prozent.

Dabei hängen die Preise unter anderem stark von der Region ab: Während in der Hauptstadt Berlin in guter Lage Quadratmeterpreise von 4.350 Euro bis 6.600 Euro gezahlt werden, kostet im angrenzenden Landkreis Oberhavel der Quadratmeter nur gut ein Drittel davon. In keiner anderen deutschen Stadt lohnt der Kauf weniger als in der Hauptstadt. Wer nach den eigenen vier Wänden sucht, sollte daher auch abseits gefragter Regionen Ausschau halten.

Kaufpreis-Mieten-Verhältnis entscheidet darüber, ob sich der Kauf lohnt

Ob sich ein Kauf lohnt, hängt auch vom Kaufpreis-Mieten-Verhältnis in der jeweiligen Stadt ab. Wenn eine Wohnung für weniger als das 25-fache der Jahresmiete zu haben ist, dann lohnt sich der Kauf in der Regel. Das ist in 125 von 401 Landkreisen und Städten der Fall. Darunter sind zum Beispiel Emden, Görlitz, Jena, Speyer und auch Lübeck. In keiner Stadt mit mehr als 200.000 Einwohnern ist das Kaufpreis-Miete-Verhältnis so günstig wie in der Hansestadt.

Kostet Wohneigentum dagegen mehr als das 30-fache der Jahresmiete, dann lohnt sich der Kauf eher nicht. Das ist in immerhin 96 Kreisen und Städten der Fall, darunter die Großstädte Berlin, Hamburg, München und Stuttgart.

Immobilien-Kaufpreise in 57 Städten und Landkreisen

Die Zeitschrift Finanztest unterstützt Kaufinteressenten mit einer Übersicht der Immobilienpreise und Mieten in 57 Städten und Landkreisen. Zusätzlich sind online die Kaufpreise und Neuvertragsmieten für Eigentumswohnungen sowie die Kaufpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser für alle 401 kreisfreie Städte und Landkreise in Deutschland zu finden. Der Test "Immobilienpreise" findet sich in der August-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und ist online hier kostenpflichtig abrufbar.

Die Angaben sind aber natürlich nur ein Richtwert für eine ganze Stadt. Wenn ihr eine genaue Einschätzung einer ganz bestimmten Immobilie haben wollt, nutzt unsere kostenlose Immobilienbewertung.

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