Eine lockige Frau sitzt im HomeOffice und nimmt an einer Videokonferenz teil.
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Wohnen | Ratgeber

Schwaches WLAN zu Hause? 4 Tipps für dauerhaft starkes Internet

Michael Penquitt

Michael Penquitt

Wer zu Hause mit schwachem Internet zu kämpfen hat, hat möglicherweise bloß ein schwaches WLAN. 4 Tricks, wie ihr das WLAN-Signal selbst verstärkt.

Mehr Menschen denn je sind zu Hause auf eine stabile und schnelle Internetverbindung angewiesen. Für zahlreiche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist die Arbeit im Homeoffice Alltag geworden. Doch bei der Videoübertragung von Konferenzen mit den Kollegen ruckelt es immer noch zu häufig.

Auch das flüssige Streamen von Filmen, Serien, Musik und Videospielen sollte nicht als unwichtige Zerstreuung abgetan werden. Viele sind auf diesen Ausgleich in ihrer Freizeit angewiesen. Vor allem dann, wenn sie aus Mangel an Alternativen mit ihren Kindern oder allein zu Hause "eingeschlossen" sind.

Warum ist mein Internet so langsam?

Wenn das Internet mal wieder spinnt, kann das unterschiedliche Ursachen haben. Bevor ihr irgendwelche Annahmen trefft, solltet ihr einen schnellen Speed-Test machen. Im Internet findet ihr zahlreiche Tools, mit denen ihr eine Breitbandmessung vornehmen könnt, um zu überprüfen, ob die mit eurem Anbieter vereinbarte Datenübertragungsrate tatsächlich eingehalten wird. Ist dies nicht der Fall, steht der Anbieter in der Bringschuld.

Vielleicht wird euch vertraglich aber auch nur eine geringe Datenübertragungsrate zugesichert. In dem Fall ist die Wahl eines besseren Tarifs oder der Wechsel zu einem anderen Anbieter der richtige Schritt. Vielleicht seid aber generell schlecht angebunden und es führen nur alte Kupferleitungen statt moderner Glasfaserkabel ins Haus. Dann bleibt euch nur ein Umzug, wenn ihr nicht noch einige Jahre auf den Ausbau warten wollt.

In ganz vielen Fällen liegt das Problem aber in eurem Haushalt. Denn viele Geräte sind kabellos mit dem Router verbunden, der gewissermaßen euren persönlichen Zugangspunkt zum Internet darstellt. Und der wird häufig zum Nadelöhr. Das WLAN-Signal, das der Router aussendet, kann eingeschränkt sein und schwach ausfallen. Auch die Einrichtung eures Zuhauses spielt eine gewisse Rolle. Wie ihr das volle Potenzial eures Anschlusses abruft und das WLAN-Signal ganz einfach selbst verstärkt, verraten wir euch jetzt.

Mit diesen Tricks verstärkt ihr das WLAN-Signal

Wer mit seiner Internetgeschwindigkeit nicht zufrieden ist und deshalb zum teureren Internettarif greift, handelt womöglich voreilig. Zumindest dann, wenn ihr nicht zuvor andere Maßnahmen ergriffen habt.

1. Zentralen Standort für den Router finden

Eigentlich logisch: Je weiter ihr vom Router entfernt seid, desto schwächer ist das WLAN-Signal. Dieser sogenannte Access Point sollte daher nicht versteckt in einer abgelegenen Ecke stehen. Platziert ihn an einem möglichst zentralen Standort, sodass ihr euch mit euren internetfähigen Geräten nie weit vom Router entfernt befindet.

Auch solltet ihr wissen, dass sich das Funksignal am besten zu den Seiten und nach unten ausbreitet. Der Router sollte also am besten erhöht stehen oder hängen.

2. Störquellen beseitigen

Im Haushalt finden sich unzählige potenzielle Störquellen, die einen Einfluss auf die Signalstärke des Routers haben. Dazu gehören unter anderem Metallflächen, Wände aus Stahlbeton, reflektierende Flächen, elektronische und andere funkende Geräte, mit Wasser gefüllte Gefäße, Pflanzen sowie Heizkörper. Die allermeisten dieser Gegenstände lassen sich zu Hause nicht vermeiden. Sie sollten allerdings nicht unmittelbar neben dem Router stehen, wenn ihr keine empfindlichen Signaleinbußen spüren wollt.

Ein schwarzer Router steht auf einem weißen Tisch und im Hintergrund sitzt ein Mann mit einem Tablet in der Hand.
Der Router sollte möglichst frei und zentral stehen. © Getty Images

3. Frequenzband und Funkkanal anpassen

Sowohl in eurem Haushalt als auch in der Nachbarschaft gibt es unzählige Geräte, die Funksignale aussenden. Je mehr Geräte es sind, die in derselben Frequenz und auf demselben Funkkanal kommunizieren, desto stärker kommen sie sich gegenseitig in die Quere. Die gute Nachricht: Ihr könnt die Frequenz und den Funkkanal, auf denen sich das von eurem Router ausgesendete WLAN-Signal bewegt, eigenständig ändern.

Dafür ruft ihr über einen mit dem Router verbundenen Computer oder ein Smartphone die Benutzeroberfläche eures Routers auf. Die erreicht ihr über den Internetbrowser eurer Wahl. Was ihr dafür in die Adresszeile eintippen müsst, erfahrt ihr in der Bedienungsanleitung des Routers. Andernfalls könnt ihr nach der Antwort googeln, indem ihr den Modellnamen eures Routers eingebt.

In der Benutzeroberfläche angekommen, könnt ihr in der Regel wählen, auf welcher Frequenz der Router kommunizieren soll. Das 2.4 GHz-Frequenzband wird meistens nur noch für ältere Geräte benötigt. Sind in eurem Zuhause nur neuere Geräte zu finden, könnt ihr stattdessen das weniger frequentierte 5 GHz-Frequenzband wählen.

Bei der Wahl des Funkkanals bekommt ihr meistens eine Darstellung über die in der Umgebung genutzten Funkkanäle dargestellt. Wählt möglichst eines aus, das frei ist und dessen Nachbarkanäle auch so wenig genutzt sind wie möglich.

4. WLAN-Verstärker kaufen

Die einfachste Lösung ist die Anschaffung eines WLAN-Verstärkers. Solche "Repeater" werden einfach in die Steckdose gesteckt und funktionieren wie eine Brücke zwischen dem Router und dem Gerät, das zu weit entfernt steht. Steht der Router beispielsweise im Arbeitszimmer und im Wohnzimmer kommt nur noch ein schwaches WLAN-Signal an, steckt ihr einen solchen Verstärker auf halbem Weg zwischen den beiden Zimmern in die Steckdose. Der Repeater nimmt das schwache Signal auf und leitet es verstärkt weiter.

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Unser abschließender Tipp: Wenn ihr eine schnelle und stabile Internetverbindung für eure Büroarbeit zu Hause braucht, könnt ihr die Ausgaben für einen WLAN-Verstärker, den Internetanschluss sowie andere Kosten anteilig von eurem Arbeitgeber erstatten lassen oder von der Steuer absetzen. Wie das geht, erfahrt ihr hier:

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