Garten beleuchtet mit Globen
© Getty Images/iStockphoto

Wohnen | Listicle

LED-Gartenstrahler: Was ihr vor dem Kauf unbedingt wissen solltet

Katharina Schneider

Die richtige Beleuchtung macht einen schönen Garten noch schöner. Mit LED-Gartenstrahlern könnt ihr unterschiedliche Effekte erzielen. Ein Profi gibt Tipps, was ihr euch vor der Anschaffung überlegen solltet.

Wer einen schönen Garten hat und sich damit viel Mühe gibt, der will diesen auch schön in Szene setzen wenn es dunkel ist. Besonders gut eigenen sich dafür LED-Gartenstrahler. Die gibt es mittlerweile in vielen verschiedenen Formen und mit ganz unterschiedlichen Lichttemperaturen – so dass für jeden Geschmack ein Produkt dabei ist. Wir zeigen euch, was ihr über LED-Gartenleuchten wissen müsst.

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Warum sind LED-Gartenstrahler sinnvoll?

Eine Gartenbeleuchtung taucht euren Garten und eure schönsten Pflanzen nicht nur in ein tolles Licht. Sie ist auch noch aus anderen Gründen sinnvoll.

Sie sorgen für eine gute Stimmung

Eine schöne Gartenbeleuchtung macht auch eine schöne Stimmung. Das gilt nicht nur in lauen Sommernächte, wenn man bis spätabends auf der Terrasse sitzen kann, sondern auch in der kalten Jahreszeit. Mit ganz unterschiedlichen Lampen könnt ihr verschiedene Bereiche eures Gartens ganz unterschiedlich in Szene setzen.

Sie erhöhen die Sicherheit

Eine beleuchteter Garten bietet nicht nur Bewohnern und Gästen eine Orientierungshilfe und sorgt dafür, dass niemand über Steine, Stufen oder Sträucher stolpert. Auch Einbrecher schrecken vor gut beleuchteten Grundstücken zurück. Wenn ihr dunkle Hecken an Haus und Garten vermeidet, tut ihr aktiv etwas für den Einbruchschutz.

Beleuchteter Weg im Garten bei Nacht
Ein beleuchteter Weg sieht nicht nur schön aus – er bietet auch Orientierung in der Dunkelheit. © Getty Images/iStockphoto

LEDs sind langlebig und energiesparend

LEDs sind nicht nur energiesparender und damit besser für Umwelt und Geldbeutel als herkömmliche Glühbirnen. Sie sind äußerst langlebig, sehr kälteresistent, schaltfest und sind für Insekten ungefährlicher, weil sie nicht heiß werden. Sie sind auch, weil sie im Niedrigvolt-System betrieben werden können, gefahrlos vom Laien zu installieren. Hochwertige LEDs erreichen eine Brenndauer von mehreren 10.000 Stunden. Es gibt mittlerweile LED-Gartenstrahler auch mit einem kleinen Solarpanel. Sie laden sich immer wieder auf und sind so natürlich besonders umweltfreundlich.

Wenn ihr über die Anschaffung von LED-Gartenstrahlern nachdenkt, solltet ihr euch davor einige Gedanken machen. Jürgen Waldorf, Vorsitzender des Fachverbands Licht im Zentralverband Elektrotechnik und Elektroindustrie (ZVEI), hat dafür einige Tipps.

1. Überlegt euch, was ihr mit dem LED-Gartenstrahler erreichen wollt

"Es gibt keine Universalleuchte, die für alles geeignet ist", sagt Waldorf. Ihr solltet euch also vor dem Kauf überlegen, was ihr mit der Leuchte anstellen, wo und wofür ihr sie verwenden wollt. Im Fachhandel gibt es zahlreiche LED-Gartenstrahler für ganz unterschiedliche Bereiche eures Gartens. So kommt zum Beispiel eine ganz andere Lampe in Betracht, wenn ihr ein Blumenbeet oder die Einfahrt beleuchten wollt. Auch für die Terrasse gibt es natürlich zahlreiche Produkte. Aber: Eine Leuchte mit Erdspieß wird auf der Terrasse eher wenig Sinn machen.

2. Sollen die Leuchten funktional sein oder geht es um die Ästhetik?

Klar, Funktion und Ästhetik müssen sich nicht ausschließen. Aber wer ein Beet oder eine Pflanze in Szene setzen will, der sollte auch auf eine andere Lichttemperatur und -intensität achten als jemand, der einen dunklen Kellerabgang beleuchten will. Geht es um eine funktionale Beleuchtung, dann solltet ihr kalt-weiße Lichtfarben einsetzen. Die beginnen bei 3.300 Kelvin, 10.000 Kelvin eignen sich aber auch.

Geht es euch darum, euren Garten zu inszenieren, dann empfehlen sich eher warm-weiße Farben. Die Lichttemperaturen reichen von 2.000 bis 3.300 Kelvin und zeichnen die Konturen der Pflanzen besonders weich. So entsteht eine schöne Stimmung.

3. Für die Pflanzenbeleuchtung auf flexible Leuchten setzen

Fest eingebaute Strahler sind oft der falsche Weg, wenn es um die Beleuchtung schöner Pflanzen geht. Sie sind wenig flexibel und daher für dieses Vorhaben eher hinderlich, sagt Waldorf. Denn: "Eine Pflanze verändert sich Laufe des Jahres. Da ist ein Strahler mit Erdspieß, der auch versetzt werden kann, die bessere Wahl."

Den Erdspieß könnt ihr je nachdem, wie die Pflanze gerade aussieht, versetzen. Entweder rund um die Pflanze oder aber auch an eine andere Pflanze. So ist das laubabwerfende Gehölz im Winter kahl und wohl weniger ein Blickfang. Eine immergrüne Pflanze, auch wenn sie im Sommer oder Herbst optisch weniger hermacht als blühende oder sich schön verfärbende Pflanzen, ist aber auch im Winter ein Blickfang. Eine gezielte Beleuchtung betont das und lässt den ganzen Garten auch in der kalten Jahreszeit freundlich erscheinen.

4. Eine individuelle Steuerung der LED-Gartenstrahler ist sinnvoll

Eine komplett zusammenhängende Lichtsteuerung mit einem einzigen Ein- und Ausschalter oder Dämmerungsschalter macht im Garten wenig Sinn. Hier sei es besonders wichtig, dass jede Leuchte einzeln an- oder ausgeschaltet werden kann – am besten per Funk, sagt Waldorf. "So können – je nach Jahreszeit – verschiedene Szenarien realisiert werden. Das geht natürlich auch mit vielen verschiedenen Schaltern, aber eine Steuerung per App ist deutlich einfacher." Im Fachhandel sind mittlerweile viele smarte Leuchten erhältlich, die das ermöglichen.

5. Nehmt Rücksicht auf Nachbarn und Umwelt

Wer seinen Garten mit LED-Gartenstrahlern schön in Szene setzen will, der sollte unbedingt darauf achten, keine Lichtverschmutzung zu erzeugen. Was bei der Außenbeleuchtung erlaubt ist, regelt das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG). Auch im Baugesetzbuch und in der Baunutzungsverordnung finden sich Vorschriften. Wenn das Licht nach Art, Dauer und Ausmaß geeignet ist, Gefahren, erhebliche Nachteile oder erhebliche Belästigungen für die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft herbeizuführen, dann gilt es als schädliche Umwelteinwirkung. Ihr müsst eure Beleuchtung also so gestalten, dass sie nicht zu diesen schädlichen Umwelteinwirkungen führt.

Allgemeine Grenzwerte sind dafür nicht festgelegt. Es kommt immer auf die Betrachtung im Einzelfall an. Dafür werden die tatsächlichen Begebenheiten vor Ort aber auch die Schutzbedürftigkeit der Nachbarschaft berücksichtigt und anschließend eine Güterabwägung vorgenommen.

6. Achtet auf die Qualität der LED-Gartenstrahler

Es gibt im Handel eine riesige Produktpalette mit LED-Gartenstrahlern – von sehr billig bis sehr teuer. Doch besonders, wenn es um Leuchten geht, die im Außenbereich eingesetzt werden, spielt die Qualität eine große Rolle. Ihr solltet daher nicht unbedingt auf das billigste Produkt setzen – denn an dem habt ihr womöglich nur sehr kurz Freude.

Wichtig ist, dass die Leuchten für den Einsatz im Außenbereich geeignet sind, sagt Waldorf. Sie sollten mindestens die Schutzart IP44 haben, damit sie mit verschiedenen Witterung und anderen Belastungen zurecht kommen. Was das Material angeht, empfiehlt Waldorf Edelstahl, Stahlblech oder Aluminium. "Aber es gibt auch hochwertigen Kunststoff, der für einen langen Einsatz im Außenbereich geeignet ist." Wer sich unsicher ist, welche Leuchte er wählen sollte, der lässt sich am besten von einem Profi beraten. Hier erfahrt ihr mehr über die verschiedenen Schutzarten.

7. Gartenbeleuchtung frühzeitig planen erspart Probleme

Wer Wert auf einen schön beleuchteten Garten legt, der sollte frühzeitig mit der Planung für die Beleuchtung beginnen. Am besten, schon in der Bau- oder Renovierungsphase. "So kann man direkt Steckdosen und Lampenanschlüsse vorsehen. Häufig wird das Licht in der Planungsphase vergessen – sowohl im Innen- wie auch im Außenbereich", sagt Waldorf. "Aber es ist viel einfacher, beim Bau oder in der Renovierungsphase direkt die Beleuchtung mitzuplanen." Das erspart euch viel Ärger im Nachhinein.

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