Bausachverständigen besprechen ihr Bauprojekt in einem leeren Gewerbegebäude

| Ratgeber

KfW 266: Gewerbe in Wohnraum umwandeln – Förderung, Voraussetzungen & Antrag

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit KfW 266 werden Vorhaben gefördert, bei denen ein nicht zu Wohnzwecken genutztes beheiztes Gebäude zu Wohnraum umgebaut werden soll. Das können zum Beispiel Büros, Praxisräume oder Handelsflächen sein. 
  • Der Umbau muss sich nicht über die gesamte Immobilie erstrecken. Auch eine gemischte Nutzung ist möglich. 
  • Die KfW bezuschusst diese Projekte zu 30 Prozent bei bis zu 100.000 Euro förderfähigen Kosten je Wohneinheit – also 30.000 Euro. Der Zuschuss ist auf 300.000 Euro gedeckelt.
  • Maßnahmen für eine energetische Sanierung werden nicht zusätzlich gefördert.

Das kannst du tun

  • Informiere dich im Vorfeld ausreichend über die Voraussetzungen der Kreditanstalt und mögliche Förderkombinationen mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).
  • Du benötigst die Unterstützung eines Experten für Energieeffizienz, um die gewünschten Effizienzhaus-Standards zu erreichen. Beantrage den Zuschuss außerdem unbedingt vor Baubeginn. 
  • Nach spätestens 54 Monaten musst du die Nachweise erbringen, dass du die Mittel eingesetzt und die gewünschte Energieeffizienz erreicht hast. Erst dann zahlt dir die KfW den Zuschuss aus.

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Gewerbe zu Wohnraum – Was ist KfW 266? 

Beim KfW 266 "Gewerbe zu Wohnen" handelt es sich um ein Förderprogramm, das Investoren und Eigentümer beim Umbau von ungenutzten beheizten Nichtwohngebäuden zu dauerhaftem Wohnraum unterstützt. Leerstehende oder nicht mehr genutzte Gewerbeimmobilien sollen so weiterverwendet und gleichzeitig energieeffizient aufbereitet werden. Gefördert werden Privatpersonen, Unternehmen sowie Kommunen oder Vereine. Für 2026 stehen insgesamt 300 Millionen Euro an Fördermitteln bereit.

Voraussetzungen für die KfW 266

Eine Förderung mit dem Programm KfW 266 ist nur möglich, wenn du folgende Bedingungen erfüllst:

  • Die Immobilie befindet sich im aktuell gültigen Geltungsbereich des Gebäudeenergiegesetzes (GEG).
  • Die Baugenehmigung für das Gebäude darf maximal fünf Jahre alt sein. 
  • Durch den Umbau muss eine neue Wohneinheit entstehen. 
  • Die neue Wohneinheit muss mindestens zehn Jahre zu Wohnzwecken genutzt werden. 
  • Das Nichtwohngebäude muss beheizt sein. 
  • Durch den Umbau wird mindestens ein Effizienzhaus 85 EE oder Denkmal EE erreicht. 
  • Du hast Unterstützung durch einen Energieeffizienz-Experten. 
  • Du musst spätestens 54 Monate nach der Zusage einen Nachweis einreichen, dass du die Mittel verwendet hast. 

Konditionen für KfW 266

Die Förderung ist ein Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss und beinhaltet folgende Konditionen:

Konditionen des KfW-Programms. Quelle: KfW (Stand: Juli 2026).
Förderquote30 Prozent
Förderfähige KostenBis zu 100.000 Euro je Wohneinheit
Maximaler Zuschuss30.000 Euro je Wohneinheit
Höchstbetrag300.000 Euro insgesamt

Wichtig: Die Förderung konzentriert sich auf die Umnutzung beziehungsweise den Umbau von Gewerbeimmobilien zu Wohngebäuden. Sanierungen sind davon ausgeschlossen. Dafür gibt es aber eigene Fördermittel, zum Beispiel diverse Kredite oder den Heizungszuschuss (Zuschuss Nr. 458). 

KfW 266 beantragen: Schritt für Schritt erklärt

Der erste Schritt ist die Suche nach einem Experten für Energieeffizienz. Dafür gibt es auf der Website der KfW ein eigenes Such-Tool. Der Experte stellt dir die sogenannte Bestätigung zum Antrag (BzA) aus sowie das Beiblatt für den "Gewerbe zu Wohnen"-Zuschuss. Die Unterlagen benötigst du für den weiteren Prozess. 

Der zweite Schritt besteht in der Ausfüllung des KfW-Antragsformulars online. Auf der Seite "Kommunaler Direktantrag" lässt sich die Option "266 – Gewerbe zu Wohnen" auswählen. Dort kannst du unter "Antrag erstellen" alle wichtigen Daten erfassen. 

Den ausgefüllten Antrag musst du nun nur noch ausdrucken, unterzeichnen und dann mit folgenden Unterlagen bei der KfW hochladen

  • Bestätigung zum Antrag und Beiblatt
  • Nachweis über Vertretungsberechtigung (bei WEG, Unternehmen oder Kommunen)
  • gegebenenfalls die De-minimis Erklärung
  • Erklärung zur Begleitforschung
  • Datenschutzrechtliche Einwilligung

Zuschuss zugesagt? So geht es weiter

Nach Zuschusszusage kannst du mit deinem Projekt loslegen und Liefer- beziehungsweise Leistungsverträge abschließen. Wichtig ist, dass du das erst nach der Zusage machst. Andernfalls könnte es förderschädlich sein. 

Nach Abschluss des Vorhabens musst du innerhalb von 54 Monaten einen Nachweis über die verwendeten Mittel erbringen. Sobald du das eingereicht hast und die KfW alle Unterlagen geprüft hat, bekommst du den Zuschuss ausgezahlt. Du muss die Umbaukosten also zunächst komplett vorfinanzieren.

Gibt es kombinierbare Förderprogramme? 

Laut KfW ist eine Kombination mit anderen öffentlichen Fördermitteln wie Krediten, Zulagen oder Zuschüssen bis zu 100 Prozent der förderfähigen Investitionskosten möglich – beispielsweise mit der BEG – Wohngebäude oder den BEG – Einzelmaßnahmen. Die Umbaukosten dürfen aber nicht erneut im Rahmen einer Sanierung zum Effizienzhaus als förderfähige Kosten geltend gemacht werden. Bei einer Kombination mit BEG – Wohngebäude oder der BEG-Heizungsförderung solltest du die entsprechenden Produktmerkblätter beachten. 

Wenn du Beihilfen von mehreren Beihilfegebern für dieselben förderfähigen Kosten in Anspruch nimmst, musst du die jeweils relevanten EU-Beihilfehöchstbeträge und Kumulierungsvorschriften einhalten.

Illustration eines Häuschens mit lächelndem Gesicht, dessen eines Auge eine Lupe darstellt und eine Immobilie sucht

Förderung finden und berechnen

Mit dem ZuschussGuide ermittelst du schnell und ganz einfach online passende Förderprogramme für dein Umbau- oder Sanierungsvorhaben. Auch berechnet der Guide sicher und genau die mögliche Förderhöhe und bietet die Option, die Zuschüsse sofort zu beantragen.

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Nutzungsänderung Gewerbe zu Wohnraum: Bauliche Anforderungen und Umbaukosten 

Die Umwandlung von einer Gewerbeimmobilie in Wohnraum kann aufwendiger sein als eine normale Renovierung. Das liegt daran, dass viele Gewerbeflächen die Anforderungen an Wohnungen nicht erfüllen.

Gängige Umbauarbeiten sind: 

  • Neue Raumaufteilung
  • Einbau einer Küche oder eines vollwertigen Badezimmers
  • Verbesserung des Wärmeschutzes und der Dämmung
  • Austausch von Fenstern und Türen 
  • Einbau einer neuen Heizungstechnik 
  • Veränderungen an Elektrik und Leitungen
  • Umbau für mehr Belichtung und eine bessere Belüftung

Außerdem musst du in der Regel eine Nutzungsänderung bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde (Stadt oder Gemeinde) beantragen. Das alles ist mit Kosten verbunden. Wir haben das grob geschätzt:

Kosten einer Umwandlung von Gewerbe zu Wohnraum
MaßnahmeKosten
Grundrissänderung3.000 bis 6.000 Euro (Planungskosten)
Bad5.000 bis 10.000 Euro für ein mittelgroßes Bad mit gehobener Ausstattung (ohne Handwerkerkosten)
Küche8.000 bis 15.000 Euro für Mittelklasse
Wärmeschutz**220 bis 460 Euro pro Quadratmeter 
Dämmung**200 Euro pro Quadratmeter
Fenster500 bis 1.200 Euro pro Stück
Türen100 bis 950 Euro pro Stück
Neue Heizung8.000 bis 30.000 Euro 
Neue Elektrik80 bis 150 Euro pro Quadratmeter

*Die Preise sind Schätzungen und dienen der groben Orientierung. Je nach individueller Situation können die Kosten abweichen.

** Nicht über KfW 266 förderfähige Kosten. Separate Antragstellung für KfW-Programm 261 / BEG notwendig.

Du siehst, die Kosten für einen Umbau können stark variieren. Je nach Aufwand und Ansprüchen wird es günstiger beziehungsweise teurer. Für einen groben Überblick haben wir uns ein Beispielhaus mit 150 Quadratmetern zukünftiger Wohnfläche überlegt und den Mittelwert aller Preisangaben genommen. Insgesamt würden in diesem Fall folgende Kosten entstehen: 

Beispielrechnung: Umbaukosten Gewerbe zum 150-Quadratmeter-Haus
MaßnahmeKosten
Grundrissänderung4.500 Euro
Bad7.500 Euro
Küche11.500 Euro
Wärmeschutz*51.000 Euro
Dämmung*30.000 Euro
10 Fenster8.500 Euro
5 Türen2.625 Euro
Heizung19.000 Euro
Elektrik17.250 Euro
Gesamt151.875 Euro

* Nicht über KfW 266 förderfähige Kosten. Separate Antragstellung für KfW-Programm 261 / BEG notwendig.

Um unser Beispielhaus umzubauen, müssten wir mehr als 150.000 Euro zahlen. Ein KfW-266-Zuschuss von 30.000 Euro (sofern eine Wohneinheit entsteht) durch die Förderbank würde diesen Betrag deutlich reduzieren. Zusätzlich kannst du die Maßnahmen für Wärmeschutz und Dämmung über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) oder mit ergänzenden KfW-Krediten fördern lassen.

Zum Weiterlesen: Energetische Sanierung planen und angehen – So geht's 

Häufige Fehler und Ablehnungsgründe für KfW 266

Viele Förderanträge scheitern nicht an der Projektidee, sondern an formalen oder technischen Fehlern. Häufige Probleme sind: 

  • Antrag zu spät gestellt: Wenn Eigentümer schon vor der Förderzusage mit den Arbeiten begonnen oder Verträge abgeschlossen haben. 
  • Energetische Anforderungen nicht erfüllt: Wenn der erforderliche Effizienzhaus-Standard nicht eingehalten werden kann. 
  • Nachweise fehlen: Wenn eingereichte Unterlagen nicht vollständig sind, kann das die Bearbeitung verzögern oder zur Ablehnung führen. 
  • Nutzungsdauer nicht erreicht: Wenn der neu geschaffene Wohnraum nicht mindestens zehn Jahre zu Wohnzwecken genutzt wird. 

Checkliste: Ist mein Vorhaben für KfW 266 geeignet?

Mit der nachfolgenden Checkliste kannst du herausfinden, ob deine Immobilie förderfähig ist: 

  • Das Gebäude wird derzeit nicht zu Wohnzwecken genutzt
  • Das Gebäude ist ganz oder teilweise beheizt
  • Es entsteht mindestens eine neue Wohneinheit
  • Du kannst Effizienzhaus 85 EE oder Denkmal EE erreichen 
  • Ein Energieeffizienz-Experte begleitet das Vorhaben
  • Die Antragstellung erfolgt noch vor Umsetzungsbeginn
  • Du kannst die Umsetzung innerhalb von 54 Monaten abschließen

Wenn alle Punkte erfüllt sind, stehen die Chancen für eine Förderzusage gut

Fazit: Wann lohnt sich KfW 266?

Das KfW-Programm, das es seit Juli 2026 gibt, richtet sich an Investoren (Eigentümer, Unternehmen und Kommunen), die nicht mehr genutzte oder leerstehende Gewerbeflächen in Wohnraum umwandeln möchten. Der Zuschuss kann sich – sofern die Voraussetzungen erfüllt sind – immer lohnen. Schließlich reduzieren bis zu 30.000 Euro je Wohneinheit die Umbaukosten deutlich. 

Allerdings ist die Förderung an klare Bedingungen geknüpft. Du musst darauf achten, dir Unterstützung bei einem Energieeffizienz-Experten zu holen und den Antrag im Vorfeld zu stellen. Auch die energetischen Mindestanforderungen zum Effizienzhaus darfst du nicht außer Acht lassen. 

Wer eine geeignete Gewerbefläche besitzt und sie sowieso in ein Wohngebäude umwandeln möchte, sollte in jedem Fall prüfen, ob die KfW-Förderung zur Finanzierung passt.  

Häufig gestellte Fragen zu KfW 266

Können KfW 266 und die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) kombiniert werden?

Eine Kombination mit der BEG-Wohngebäude (WG) oder den Einzelmaßnahmen ist möglich. Eine Doppelförderung derselben Umbaukosten ist allerdings ausgeschlossen. Es gelten die Vorgaben der jeweiligen Produktblätter sowie die EU-Beihilfe- und Kumulierungsvorschriften. 

Wie lange dauert die Genehmigung der Umnutzung von Gewerbe in Wohnraum?

Das lässt sich pauschal nicht beantworten und hängt von mehreren Faktoren ab. Zu diesen gehören: 

  • der Umfang des Projekts, 
  • die Anforderungen der jeweiligen Landesbauordnung, 
  • die Einordnung durch das Bauamt,
  • die Bearbeitungsgeschwindigkeit sowie
  • die notwendigen Nachweise. 

Die KfW empfiehlt eine frühzeitige Abstimmung der Kunden mit dem zuständigen Bauamt.

Wann liegt eine Nutzungsänderung von Gewerbe in Wohnraum vor?

Wenn sich die genehmigte Nutzung eines Gebäudes oder einer Nutzungseinheit ändert, liegt häufig eine genehmigungspflichtige Nutzungsänderung vor. Ob in deinem konkreten Fall eine Genehmigung notwendig ist, können wir dir pauschal nicht beantworten. Das entscheidet das zuständige Bauamt nach den geltenden landesrechtlichen Vorschriften. 

Bis wann kann ich den Antrag für KfW 266 stellen?

Das Förderprogramm steht Eigentümern seit dem 1. Juli 2026 zur Verfügung. Die Zuschüsse stammen aus Mitteln des Bundes. Sind diese aufgebraucht, endet die Förderung. Ein Rechtsanspruch darauf besteht nicht. 

Der Antrag muss zwingend vor Beginn des Vorhabens gestellt werden. Mit dem Beginn des Vorhabens ist beispielsweise schon der Abschluss eines Bauvertrags gemeint. 

Sind unbeheizte Flächen förderfähig?

Nein. Gefördert wird der Umbau von nicht zu Wohnzwecken genutzten beheizten Gebäuden (oder Teilen von Gebäuden) zu Wohnraum. Das umzubauende Gebäude oder die Fläche muss zudem unter das aktuell geltende GEG fallen.

Wer kann einen Antrag für KfW 266 stellen?

Die KfW-266-Förderung richtet sich an eine breite Zielgruppe. Gefördert werden:

  • Privatpersonen
  • Einzelunternehmer (auch freiberuflich Tätige)
  • (kommunale) Unternehmen
  • Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG)
  • Personengesellschaften und juristische Personen des Privatrechts
  • Kammern und (Gemeinde-)Verbände
  • soziale Organisationen und Vereine
  • kommunale Gebietskörperschaften und Zweckverbände
  • Eigenbetriebe von kommunalen Gebietskörperschaften 
Was passiert, wenn mein KfW-266-Antrag abgelehnt wird?

Wird der KfW-266-Antrag abgelehnt, kommt es auf den Ablehnungsgrund an. Gibt es einfach nur einen formalen Fehler oder werden mehr Unterlagen benötigt, kannst du das in der Regel einfach korrigieren oder nachreichen.

Bei einer Ablehnung trotz erfüllter Voraussetzungen hast du die Möglichkeit, Widerspruch einzureichen. Werden die Voraussetzungen nicht erfüllt, bringt auch ein Widerspruch nichts. Dann musst du das Projekt ohne KfW-Unterstützung umsetzen. 

Wie hoch ist der maximale Kreditbetrag bei KfW 266?

Die Zuschusshöhe hängt davon ab, wie hoch die förderfähigen Ausgaben sind. Insgesamt fördert die KfW Vorhaben bis zu 100.000 Euro je Wohneinheit. Davon kannst du 30 Prozent als Zuschuss erhalten, also bis zu 30.000 Euro je Wohneinheit. Maximal sind 300.000 Euro für mehrere Wohneinheiten möglich. 

Allerdings nur, wenn die Summe deiner De-minimis-Beihilfen der letzten drei Jahre den gesetzlichen Höchstbetrag nicht überschreitet.

Wie hoch ist der aktuelle Zinssatz bei KfW 266?

Es handelt sich um einen Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. Daher gibt es keinen aktuellen Zinssatz für die Förderung. 

Wie lange sind die Laufzeiten bei KfW 266?

Da es sich bei der Förderung um einen Zuschuss handelt, gibt es auch keine Kreditlaufzeit. Spätestens 54 Monate nach der Zusage musst du allerdings nachweisen, dass du dein Vorhaben durchgeführt und das gewünschte energetische Niveau erreicht hast. Damit hast du 4,5 Jahre Zeit für das Projekt.

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