Eine Keramik-Küchenarbeitsplatte
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Wohnen | Pro/Contra-Liste

Keramik-Arbeitsplatte in der Küche: Vorteile, Nachteile & Kosten

Jan Krutzsch

Jan Krutzsch

Keramik ist ein uraltes Material mit modernsten Eigenschaften. Und Keramik-Arbeitsplatten sind der Rolls-Royce unter den Küchen-Arbeitsplatten. Vorteile, Nachteile, Kosten und Pflegetipps gibt es in diesem Artikel.

Keramik als Material ist extrem. Extrem haltbar, aber auch extrem teuer im Vergleich zu herkömmlichen Materialien für Arbeitsplatten. Wir zeigen euch in diesem Artikel, welche Vorteile und Nachteile Keramik-Arbeitsplatten in der Küche haben, wie sie hergestellt werden und was sie kosten.

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Was ist eigentlich Keramik?

Keramik ist ein uralter Werkstoff. Bereits in der Altsteinzeit vor etwa 30.000 Jahren brannten Menschen aus Ton unter Beimischung von Knochenmehl keramische Gefäße und Figuren. Auch moderne Keramik setzt sich aus einer Mischung verschiedener und fein gemahlener Tone, dem sogenannten Feinsteinzeug, zusammen. Bei der Produktion von Keramik-Arbeitsplatten wird Porzellankeramik zu dünnen Platten gepresst und gebrannt. Durch die hohen Temperaturen beim Brand bildet sich auf den Platten eine dünne, glasartige und sehr glatte Oberflächenschicht, die den Keramikkörper abdichtet.

Vorteile von Keramik-Arbeitsplatten

Keramik-Arbeitsplatten bieten in der Küche eine unempfindliche Oberfläche, die schnittfest, abriebfest und absolut hitzebeständig ist. Flüssigkeiten wie Wasser, Kaffee oder fetthaltige Soßen können nicht eindringen und lassen sich einfach abwischen. Auch die direkte Zubereitung von Speisen auf der Arbeitsplatte ist kein Problem. Denn Keramik nimmt weder Gerüche auf, noch gibt sie Stoffe ab oder bietet einen Nährboden für Bakterien, Keime oder Schimmel.

Aufgrund der hohen Festigkeit können sehr dünne Arbeitsplatten hergestellt werden. Damit eignen sich Keramik-Arbeitsplatten vor allem für moderne Küchendesigns und insbesondere für Küchen mit "schwebender Optik".

Auch im Hinblick auf die Farb- beziehungsweise Dekorauswahl sind Keramik-Arbeitsplatten die erste Wahl. Viele bekannte Hersteller bieten ein großes Angebot an Dekoren zur Wahl - in den unterschiedlichsten Farbtönen und in einer Vielzahl von Struktur- und Maserungsvarianten.

Hier nochmal die Vorteile einer Keramik-Küchenarbeitsplatte im Überblick:

  • Hitzefest
  • Robust, schnittfest und abriebfest
  • Pflegeleicht
  • Unempfindlich gegen Wasser und Säuren
  • Herstellung von sehr dünnen Keramik-Arbeitsplatten möglich
  • Lichtecht

Nachteile von Keramik-Arbeitsplatten

Keramik ist also ein Material ohne Schwächen. Wenn man einen Nachteil sucht, findet man eigentlich nur den hohen Anschaffungspreis. Allerdings ist das Preis-Leistungs-Verhältnis aufgrund der extremen Langlebigkeit wieder sehr gut. Daher sind für Menschen, die öfter mal etwas Neues wollen und Abwechslung brauchen, Keramik-Arbeitsplatten nicht wirklich geeignet.

Kosten von Keramik-Arbeitsplatten

Eine Keramik-Arbeitsplatte für die Küche stößt preislich nochmal in andere Sphären vor. Allerdings variieren die Preise je nach Qualität der Keramik, der Art des Brandes, der Dekore, der Stärke der Platten, der speziellen Anpassungen wie Ausschnitten oder Kanten und so weiter und so fort.

Ihr seht, es ist also alles andere als einfach, die Kosten einer Keramik-Arbeitsplatte zu kalkulieren. Allerdings solltet ihr Pi mal Daumen mit etwa 800 bis 1.000 Euro pro Quadratmeter rechnen.

Wie pflege ich Keramik-Arbeitsplatten?

Ein Wort beantwortet diese Frage am Besten: einfach! Denn die Pflege und Reinigung einer Keramik-Arbeitsplatte nimmt weder viel Zeit in Anspruch, noch benötigt man spezielle Putzmittel. Es reicht ein feuchtes Tuch. Selbst bei hartnäckigen Verschmutzungen helfen milde Reinigungsmittel. Auch muss Keramik aufgrund ihrer gebrannten Oberfläche weder imprägniert noch nachversiegelt werden. Und ein letzter Pluspunkt: Keramik ist unempfindlich gegen Säuren.

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