Prenzlau in der Uckermark
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Wohnen | News

Immobilienpreise: Geheimtipp-Regionen erleben heftigsten Preisanstieg

Katharina Schneider

In fast allen deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten sind die Immobilienpreise 2019 gestiegen. Die stärksten Anstiege verzeichnen dabei ländliche Regionen, in denen es nicht viele Wohnungen gibt. Das geht aus einer Studie der Postbank hervor.

Es ist wohl keine Überraschung mehr: Die Immobilienpreise in Deutschland sind 2019 gestiegen. Mehr als 90 Prozent aller Landkreise und kreisfreien Städte erlebten einen Zuwachs bei den Kaufpreisen.

Doch nicht nur in den Metropolen wird der Traum vom Eigenheim immer teurer. Die kräftigsten Preisanstiege sind in ländlichen Regionen zu verzeichnen. Am stärksten gestiegen sind die Immobilienpreise in der Uckermark – um mehr als 48 Prozent. Das geht aus dem "Postbank Wohnatlas 2020" hervor.

Im Bundesschnitt lag der Preisanstieg für Immobilien 2019 bei 9,3 Prozent. Das ist ein höherer Anstieg als im Vorjahr. In der Uckermark im Bundesland Brandenburg sind die Quadratmeterpreise für Immobilien dabei deutschlandweit am stärksten gestiegen. Für den Quadratmeter mussten Käufer hier im Schnitt 1.695,96 Euro ausgeben. Das sind 48,44 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor.

Immobilienpreise wegen geringem Angebot so gestiegen

Auch der brandenburgische Landkreis Elbe-Elster erlebte einen hohen Preisanstieg von 41,76 Prozent. Starkes Wachstum verzeichnen auch die Stadt Zweibrücken (35,78 Prozent), der Kreis Mansfeld-Südharz (34,52 Prozent) und die Stadt Frankfurt an der Oder (34,27 Prozent).

Allerdings: Der starke Anstieg betreffe Regionen, in denen nur wenige Wohnungen zum Kauf angeboten werden, heißt es in der Studie. "Das geringe Angebot führte bei leicht steigender Nachfrage bereits zu hohen prozentualen Preiserhöhungen."

  • Rang
  • Landkreis / Stadt
  • Bundesland
  • Quadratmeterpreis in Euro
  • Kaufanstieg in Prozent
  • 1.
  • Uckermark
  • Brandenburg
  • 1.695,96
  • 48,44
  • 2.
  • Elbe-Elster
  • Brandenburg
  • 1.070.75
  • 41,76
  • 3.
  • Zweibrücken, Stadt
  • Rheinland-Pfalz
  • 1.516,74
  • 35,78
  • 4.
  • Mansfeld-Südharz
  • Sachsen-Anhalt
  • 831,42
  • 34,52
  • 5.
  • Frankfurt (Oder), Stadt
  • Brandenburg
  • 2.037,14
  • 34,27
  • 6.
  • Wunsiedel i. Fichtelgebirge
  • Bayern
  • 1.150,98
  • 33,11
  • 7.
  • Rhein-Hunsrück-Kreis
  • Rheinland-Pfalz
  • 1.698,88
  • 30,23
  • 8.
  • Schwalm-Eder-Kreis
  • Hessen
  • 1.665,01
  • 30,01
  • 9.
  • Waldeck-Frankenberg
  • Hessen
  • 1.518,98
  • 29,53
  • 10.
  • Neustadt a. d. Waldnaab
  • Bayern
  • 1.974,49
  • 28,19

Landkreise und Städte in Deutschland mit dem höchsten Anstieg bei den Quadratmeterpreisen für Immobilien (Quelle: Postbank Wohnatlas 2020)

Aber auch in den Großstädten sind die Immobilienpreise 2019 wieder nach oben geklettert. Auf dem ersten Platz bei den Quadratmeterpreisen liegt weiterhin München. Hier mussten Käufer im vergangenen Jahr erstmals mehr als 8.000 Euro für den Quadratmeter bezahlen – ein Plus von 6,2 Prozent.

Den höchsten Anstieg bei den Wohnungspreisen verzeichnet Frankfurt am Main. In der Bankenmetropole mussten Käufer 2019 11 Prozent mehr berappen als noch im Jahr zuvor (5.687 Euro pro Quadratmeter). Auf dem dritten Platz der sieben größten deutschen Städte liegt Hamburg, wo der Quadratmeter Eigenheim 5.054 Euro kostet.

Neun der zehn teuersten Landkreise in Oberbayern

Und auch in den Speckgürtel-Regionen im Umland der Metropolen sind die Preise gestiegen. Von den zehn teuersten Landkreisen liegen neun in Bayern. Der teuerste ist allerdings der Landkreis Nordfriesland (zu der auch die Insel Sylt gehört), wo ein Plus von 14 Prozent zu verbuchen ist. Der Quadratmeter Immobilie kostete hier im Schnitt 6.452,41 Euro.

Dahinter folgen die oberbayerischen Landkreise Miesbach (6.127,15 Euro) mit einem Plus von 7,71 Prozent, Starnberg (6.079,85 Euro, + 6,91 Prozent) und München (6.043,45 Euro, + 6,80 Prozent). Die drei Landkreise liegen im Speckgürtel Münchens und haben besonders gute Anbindungen in die bayerische Landeshauptstadt.

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