Gläserner Homelift im Wohnzimmer.
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Modernisieren | Ratgeber

Homelifts im Eigenheim: So funktionieren die Mini-Aufzüge

Tanja Müller

Level: Für Alle

Ein Aufzug im Eigenheim erleichtert euch das tägliche Auf und Ab und ist eine Alternative zum Treppenlift. Die kleinsten Homelifte fürs Einfamilienhaus kommen mit weniger als einem Quadratmeter Grundfläche aus.

Ihr möchtet sicher so lange wie möglich in euren eigenen vier Wänden selbstbestimmt leben. Nicht so leicht, wenn eure Beine nicht mehr mitmachen, ob aus Krankheits- oder Altersgründen. Eine Lösung ist neben dem altbekannten Treppenlift immer häufiger der Einbau eines Homelifts, auch Leichtbaulift genannt. Für Rollstuhlfahrer oder wenn mehr als eine Etage überwunden werden müssen, könnte ein Plattformlift eine Alternative sein.

Homelifts brauchen keinen Schacht und nur wenig Platz

Leichtbaulifte fürs Eigenheim bestehen aus zwei Schienen und einer Transportkabine, ausgestattet mit einem Antrieb. Dank der selbst tragenden Konstruktion können diese Mini-Aufzüges auf Schacht und Grube ihrer herkömmlichen Kollegen verzichten. Das spart Platz und Kosten, sodass diese Form der Senkrechtlifte besonders gut für private Haushalte geeignet ist. Haushaltsstrom genügt, um das Seilzugsystem zu betreiben.

Die kleinsten dieser Leichtbaulifte brauchen weniger als 0,8 Quadratmeter Grundfläche und lassen sich relativ schnell installieren. Ob ihr das System im Flur oder im Wohnzimmer installiert, bleibt eurem Geschmack überlassen. Ein Leichtbaulift lässt sich ideal im Auge des Treppenhauses oder an einer Galerie, aber auch in zwei Zimmern montieren.

Mann steigt mit Hund im Wohnzimmer aus einem transparenten Homelift.
Mit weniger als 0,8 Quadratmeter Grundfläche kommt der transparente Homelift von Lifton aus. © Lifton

Ein Deckendurchbruch ist dafür nötig. Vorab müsst ihr die Statik eures Hauses prüfen lassen. Ob des geringen Platzbedarfs befördern die Mini-Aufzüge allerdings auch nur eine Person, den Einkauf oder Koffer.

Ein Plattform-Aufzug bietet mehr Raum

Wollt ihr mit dem Rollstuhl oder Kinderwagen ins Obergeschoss, bringt euch ein Plattform-Aufzug mit Spindelantrieb dorthin. Dieser fährt in einem eigenen selbst tragenden Stahlschacht und überwindet im Gegensatz zu seinem kleinen Bruder, dem Leichtbaulift, mehr als eine Etage. Da die Antriebstechnik im Schacht steckt, fordert auch dieser Aufzug keinen extra Maschinenraum.

Damit ihr als Rollstuhlfahrer den Lift nutzen können, fordert die DIN 18040-2 Aufzug eine Tragkraft von 630 Kilogramm, eine Türbreite von mindestens 90 Zentimetern, eine Fahrkorbbreite von 110 und -tiefe von 140 Zentimetern. Im privaten Wohnungsbau erlaubt der Gesetzgeber auch Senkrechtaufzüge bis 450 Kilogramm. Ein Sachverständiger, zumeist von TÜV oder Dekra, muss den Einbau des Lifts ab einer Förderhöhe von drei Metern abnehmen. Das organisiert in den meisten Fällen die Montagefirma für euch.

Homelift-Einbau sorgfältig planen

Einen Mini-Aufzug kauft ihr nicht von der Stange. Eine ausführliche Beratung ist also unerlässlich. Seriöse Anbieter kommen dafür zu euch nach Hause und nehmen hier direkt das Aufmaß. Sie vermitteln euch auch einen Architekten, falls der Einbau des Lifts einer Baugenehmigung bedarf.

Was kostet ein Homelift?

Die nachrüstbaren Aufzüge fürs Eigenheim haben ihren Preis. Los geht es bei 18.000 Euro für einen Ein-Personen-Leichtbauaufzug mit einer Förderhöhe von einer Etage. Je nach Ausstattung und Höhe liegen die Kosten bei bis zu 40.000 Euro.

Nicht vergessen solltet ihr die Kosten für Wartung und Service. Dafür kommen im Jahr etwa 200 bis 300 Euro Kosten zusammen. Ein guter Service, der einem Tag und Nacht, an Wochenenden und an Feiertagen auf Abruf schnell zur Seite steht, lohnt.

Fördermittel für den Mini-Aufzug

Doch die kostspielige Alltagserleichterung wird unterstützt: Die Pflegekasse zahlt bei anerkannter Pflegebedürftigkeit einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro. Wenn ihr wegen eines Berufs- oder Verkehrsunfalls auf einen Lift angewiesen seid, solltet ihr eure Berufsgenossenschaft oder Haftpflichtversicherung kontaktieren.

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