Haustiere an Silvester
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Wohnen | Ratgeber

Haustiere an Silvester: So kommen Hund, Katze & Co. stressfrei ins neue Jahr

Sandra Brajkovic

Silvester ist für viele Tiere der absolute Horror. Ob Hund, Katze oder Kleintier: Wie ihr den Jahreswechsel für euer Haustier möglichst stressfrei gestaltet, lest ihr hier.

Ob ihr an Silvester zu Hause bei euren Tieren sein könnt oder nicht, diese Tipps lassen sich so oder so umsetzen.

Bietet euren Tieren viele Rückzugsmöglichkeiten

Minimalismus in der Wohnung ist schön anzuschauen. Eure Tiere, vor allem eure Katzen, freuen sich an Silvester aber über herumstehendes Gerümpel, in dem sie sich verstecken können. Also stellt sicher, dass eure vier Wände genügend Geheimverstecke für eure verängstigten Tiere bieten. Sei es unter dem Bett, hinterm Sofa oder wohin auch sonst sie flüchten, wenn der Staubsauger an ist. Wer nicht viele Rückzugsmöglichkeiten parat hat, kann bereits ein paar Tage vor Silvester aktiv für welche sorgen: ein Stuhl mit einer großen Decke drüber in die hinterletzte Ecke der Wohnung gestellt, ein paar leere Kartons dazu, schon haben eure Tiere mehr Versteckmöglichkeiten als vorher.

Wer Kleintiere gut ins neue Jahr bringen will, stellt den Hamster-Käfig, das Mäuse-Terrarium oder die Voliere an den leisesten Ort der Wohnung. In der Regel ist das der Flur oder die Abstellkammer.

Tipp: Strenge Hunde- und Katzeneltern drücken an Silvester ein Auge zu. Lasst ruhig die Schranktüren offen und nehmt es ausnahmsweise mal hin, dass euer Viechli seinen Fellpopo auf euren frischen Handtüchern ruht. Hauptsache es kehrt Ruhe ein.

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Sorgt für möglichst gute Lichtverhältnisse

Beim Thema Licht kommt es drauf an, wie euer Zuhause ausgestattet ist. Ihr habt die Art Jalousien, die eure Wohnung in ewiges Dunkel hüllen? Prima, dann fahrt sie alle herunter, sodass eure Tiere gar nichts von draußen mitbekommen. All diejenigen, die dünne Vorhänge haben, erleuchten hingegen die Wohnung taghell. Macht überall wo ihr könnt Licht an! Auf diese Weise fallen Feuerwerk und plötzliche Lichtblitze nicht so sehr auf.

Auch wer Vögel hält und nicht zufällig über einen licht- und schalldichten Raum verfügt, sollte an Silvester den Raum, in dem sich die Tiere aufhalten, beleuchten. So vermeidet ihr, dass euer Vögelchen sich beim Geböller so sehr aufregt, dass es im Blindflug panisch durch den Käfig flattert und sich womöglich dabei verletzt. Mehr Silvester-Tipps für Vogelhalter findet ihr hier.

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Übertönt beängstigende Geräusche

Geböller und Raketen können ganz schön Angst machen. Weniger Angst macht eueren Tieren vermutlich euer Fernseher, denn den habt ihr sicherlich öfter laufen als euch lieb ist. Je mehr vertraute Geräusche in der Wohnung sind, desto weniger fallen die bösen Geräusche draußen auf. Dreht also ruhig im Wohnzimmer den Fernseher auf, zum Beispiel auf das Silvester-Programm, dann gewöhnen sich die Tiere schon mal etwas an Feuerwerks-Geräusche und Lichter. In den anderen Zimmern sorgen Radio oder auch einfach Gespräche für eine gewohnte Geräuschkulisse. Auch Vögel empfinden eine monotone Geräuschkulisse als beruhigend. Stellt ihnen doch einfach mal etwas Klassikradio neben die Voliere.

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Verhaltet euch normal und tröstet eure Tiere nicht!

Ein Tipp, der nicht ganz so einfach umzusetzen ist. Wer seine Tiere tröstet und ihnen gut zuredet, schafft vor allem eines: Angst! Denn wo getröstet wird, besteht offenbar Anlass zur Sorge. Verhaltet euch stattdessen lieber wie immer und messt dem Feuerwerk und Geböllere keine große Bedeutung bei. Kocht, guckt Netflix, hört Musik, säubert die Katzentoilette. Wenn ihr euch ganz normal verhaltet, werden eure Tiere eher darauf schließen, dass kein Grund zur Panik besteht.

Denkt daran: Euer Haustier ist Meister im Lesen eurer Körpersprache. Seid also so entspannt wie nur irgend möglich und versucht, euch nicht zu sehr über Böller und Raketen zu ärgern. Eure Tiere werden es euch danken.

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Vorsicht, Böller: Hunde an die Leine, Freigänger-Katzen nach drinnen

Egal wie gut erzogen der Hund ist: Landet ein Böller neben ihm, rennt er panisch ins nächste Gebüsch und traut sich womöglich nicht mehr heraus. Kein Wunder also, dass gerade in den Tagen vor Silvester viele Haustiere verloren gehen. Besser fahrt ihr, wenn ihr euren Hund schon vorzeitig an die Leine nehmt – bereits mehrere Tage vor Silvester sollte euer Hund nicht mehr frei umherlaufen.

Freigänger-Katzen sollten bereits ein paar Tage vorher in die Wohnung geholt und eventuell mit Hilfe des Tierarztes ein bisschen ruhig gestellt werden. Die Chancen stehen allerdings gut, dass eure Katze schon bei den ersten Böller-Geräuschen sowieso keine Tatze mehr vor die Tür setzt.

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Silvester: Bei Angstpatienten den Tierarzt fragen

Wenn Waldi dazu neigt, sich vor Angst einzupinkeln, wenn Minka randaliert, weil sie seit Tagen nicht nach draußen darf, ist im Vorfeld ein Anruf beim Tierarzt eine gute Idee. Immerhin kennt dieser euer Tier und kann euch im Zweifel beruhigende Mittel verschreiben. Manches Katzenpersonal schwört auf Zylkene, Bachblüten oder Feliway-Stecker (der Verdampfungsstecker enthält beruhigende Substanzen und wird mehrere Tage vorher in Nähe zum Lieblingsversteck der Katze in die Wand gesteckt). Manch Hundehalter setzt auf einen beruhigenden Schlaftrunk. Euer Tierarzt wird euch da gern beraten.

Wahre Tierfreunde böllern nicht

Nicht nur eure eigenen Tiere durchleben zum Jahreswechsel eine Nacht des Schreckens. Auch unsere Wildtiere und Streuner kämpfen teilweise ums nackte Überleben. Vor allem Tiere wie Igel, Vögel, Eichhörnchen und Co. sind nicht nur Opfer unmittelbarer Böller-Attacken. Ihre Energiereserven, die sie so dringend brauchen um über den Winter zu kommen, werden durch Angst stark aufgebraucht – nicht jedes Tierchen erholt sich von diesem Schreck... Wahre Tierfreunde lassen also an Silvester das Geknalle sein und animieren Familie und Freunde dasselbe zu tun.

Die Wohnglück-Redaktion wünscht euch und allen Tieren einen guten Rutsch!

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