Mann wirft Geschirrspültuch in Waschmaschine
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Wohnen | Expertentipp

Stimmt es, dass man Geschirrtücher bei 60 Grad waschen sollte?

Antonia Eigel

Antonia Eigel

In der Küche wimmelt es nur so vor Keimen und Bakterien. Gebrauchte Geschirrtücher sollten man deshalb regelmäßig bei 60 Grad waschen. Oder reichen auch schon 40 Grad aus? Wir klären auf.

Benutzte Geschirrtücher sollte man aus Hygienegründen regelmäßig waschen, am besten bei 60 Grad. Manch einer wählt sogar das 90-Grad-Waschprogramm, um auf Nummer sicher zu gehen. Immer häufiger liest man jedoch, dass auch 40 Grad schon ausreichen sollen, um dreckige Spültücher wieder sauber und keimfrei zu bekommen. Doch was ist jetzt richtig?

Tatsächlich solltet ihr eure Geschirrtücher bei mindestens 60 Grad waschen, so das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Nur so kann der Großteil aller Keime und Bakterien abgetötet werden. 90 Grad sind laut BfR nur bei einer besonders hohen Keimbelastung notwendig oder wenn Menschen mit geschwächtem Immunsystem im Haushalt leben.

Warum es wichtig ist, Geschirrtücher bei mindestens 60 Grad zu waschen, wie oft ihr das tun solltet und welche weiteren Hygienemaßnahmen empfehlenswert sind, erfahrt ihr hier.

Wie oft man Geschirrtücher waschen sollte

Verschmutzte Geschirrtücher können, genauso wie Spülschwämme und -bürsten, Krankheitserreger in der Küche verbreiten. Denn häufig wird das Spültuch nicht nur zum Geschirr abtrocknen benutzt, sondern auch, um Lebensmittelreste von der Arbeitsplatte zu wischen oder sich die dreckigen Hände daran abzuwischen. Allein schon deshalb solltet ihr benutzte Spültücher mindestens einmal die Woche bei mindestens 60 Grad waschen.

Bei intensiver Nutzung und je häufiger ihr in der Küche rohe Lebensmittel wie Fisch, Fleisch oder Eier verarbeitet, desto häufiger solltet ihr Geschirrtücher, Schwämme und Spülbürsten reinigen oder auswechseln. Einmal die Woche reicht dann nicht aus.

Geschirrtücher an Haken in der Küche
Damit die Geschirrtücher richtig trocknen können, hängt sie nach ihrem Einsatz an einem Haken auf. © Getty Images/iStockphoto

7 Hygiene-Tipps für Hand- und Spültücher

Um die Keimbelastung in der Küche möglichst gering zu halten, ist es wichtig alle Geschirrtücher regelmäßig zu waschen oder auszutauschen. Was ihr außerdem beachten könnt:

  1. Verwendet zum Hände und Geschirr abtrocknen zwei unterschiedliche Tücher.
  2. Wascht Spültücher und Schwämme nach dem Gebrauch gründlich aus.
  3. Hängt alle feuchten Reinigungstücher nach dem Gebrauch möglichst ausgebreitet zum Trocknen auf, falls ihr sie nicht sofort wascht. Das gilt für Putz-, Spül- und Geschirrtücher gleichermaßen.
  4. Trocknet das Geschirr immer mit einem trockenen und sauberen Geschirrtuch ab, niemals mit dem Handtuch, da sonst Keime auf das Geschirr gelangen können.
  5. Wischt Lebensmittelrückstände am besten mit Küchenrolle auf.
  6. Damit die Geschirrtücher in der Waschmaschine bei 60 Grad richtig sauber werden, ladet die Maschine nicht zu voll, damit das Waschmittel richtig einwirken kann.
  7. Verwendet zum Waschen der dreckigen Geschirrtücher ein bleichmittelhaltiges Vollwaschmittel, um alle Bakterien abzutöten.

Auch Spülschwämme solltet ihr nach Gebrauch richtig auswaschen, trocknen lassen und regelmäßig austauschen. Aber stimmt es, dass man einen Schwamm in der Mikrowelle reinigen kann, um Keime abzutöten? Und was gilt eigentlich für Putzlappen?

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