Vorproduziertes Teil wird auf ein Fertighaus gesetzt.
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Immer mehr Fertighäuser: Fertighaus-Branche boomt

Eva Dorothée Schmid

Der Trend geht zum Fertighaus: Im ersten Halbjahr 2020 ist die Zahl der Fertighäuser um 11 Prozent gestiegen. Mittlerweile wird jedes fünfte Haus in Fertigbauweise gebaut. Doch die regionalen Unterschiede sind groß.

Die Nachfrage nach Fertighäusern ist in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 in Deutschland deutlich gestiegen – trotz der Corona-Krise. Nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF) ist die Zahl der amtlichen Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser in Fertigbauweise im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent gestiegen. Auf dem Gesamtmarkt gab es nur einen Anstieg um 3,5 Prozent.

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Insgesamt wurden von Januar bis Juni 51.427 Ein- und Zweifamilienhäuser genehmigt, davon 11.344 Fertighäuser. Damit wird in Deutschland mittlerweile mit 22,1 Prozent gut jedes fünfte Ein- oder Zweifamilienhaus in Fertighausbauweise errichtet. Um die Jahrtausendwende lag der Fertighaus-Anteil noch bei 13,5 Prozent.

Fertighäuser sind nicht überall gleich beliebt

"Traditionell ist die Fertigbauweise im Süden der Bundesrepublik besonders stark nachgefragt, hier sind auch die meisten Hersteller beheimatet. Doch auch in den norddeutschen Bundesländern stieg der Marktanteil im ersten Halbjahr 2020 zum Teil deutlich an", sagt BDF-Präsident Hans Volker Noller.

In Baden-Württemberg entfallen mittlerweile fast 40 Prozent der Baugenehmigungen auf Häuser, die vorgefertigt aus der Fabrik kommen. In Hessen liegt ihr Anteil bei 31,9 Prozent. Es folgen Bayern mit 25,5 Prozent und in Rheinland-Pfalz mit 24,7 Prozent.

In den Stadtstaaten Bremen und Hamburg liegt der Marktanteil von Fertighäusern dagegen nur bei 4,5 und 8,1 Prozent. In Niedersachsen kommen Fertighäuser auf einen Marktanteil von 9 Prozent und in Sachsen-Anhalt auf 12,6 Prozent.

Grafik: Fertigbauanteil nach Bundesländern, 1. Halbjahr 2020
© Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V./Alexander Oswald

Anders als Massivhäuser werden Fertighäuser in den meisten Fällen in großen Hallen vorgefertigt und dann auf den Grundstücken wie ein Bausatz zusammengesetzt. Das hat den Vorteil, dass die Bauzeit sehr viel kürzer ist als bei einem Massivhaus. Weitere Vorteile sind eine kontrollierbare Bauqualität, ein Festpreis und nicht zuletzt auch ein zuverlässiger Einzugstermin.

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