Ein Mann pflastert mit Betonsteinen
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Bauen | Ratgeber

Einfahrt pflastern: Die besten Pflastersteine und Muster

Jan Krutzsch

Jan Krutzsch

Die Einfahrt eines Hauses ist seine Visitenkarte. Neben der Optik spielt die Funktion die Hauptrolle. Welche Steine sich am besten eignen, um die Einfahrt zu pflastern und welches Verlegemuster ihr für eine stabile Einfahrt wählen solltet, erfahrt ihr hier.

Man könnte sie auch Multifunktionsfläche nennen: die Einfahrt. Meist als Parkfläche genutzt, hat sie aber auch einen großen Anteil am Gesamteindruck des Hauses und Grundstücks. Welcher Pflasterstein ist dafür der richtige? Und was kostet das Pflastern einer Einfahrt überhaupt? Wir stellen euch verschiedene Pflastersteine vor, zeigen euch, welche Muster für das Pflastern eurer Einfahrt in Frage kommen und nennen Kosten.

Welche Pflastersteine gibt es?

Grundsätzlich unterschiedet man bei Pflastersteinen zwischen Naturstein und Betonstein.

Naturstein gilt als besonders robust und langlebig. Außerdem wirken Natursteine wie Travertin, Muschelkalk, Dolomit oder Sandstein optisch ansprechend und eignen sich aufgrund ihrer hohen Stabilität gut für die Pflasterung großer Flächen.

Betonsteine sind weniger langlebig, vor allem ändert sich ihre Farbe über die Jahre hinweg. Sie überzeugen jedoch mit einem günstigen Preis und einer höheren Rutschfestigkeit. Zudem gibt es sie in einer deutlich größeren Farb- und Formenvielfalt als Natursteine.

Welche Pflastersteine eignen sich für das Pflastern der Einfahrt?

Je nach Einsatzzweck sind unterschiedliche Steine geeignet. Für gepflasterte Fußwege und den Terrassenbau sind trittsichere Steine, die einen hohen Laufkomfort gewährleisten, die erste Wahl. Allerdings geht es beim Einfahrt pflastern um andere Prioritäten:

Belastbarkeit: Wenn Autos oder andere Fahrzeuge regelmäßig über die verlegte Fläche fahren, muss man auf befahrbare Steine achten. Nur diese sind stabil genug, auf Dauer das Gewicht eines Autos auszuhalten.

Robustheit: Eine Einfahrt pflastert man nicht alle Tage. 20 Jahre sollte das Pflaster auf jeden Fall halten, besser sind 30 bis 40 Jahre als Ziel. Daher solltet ihr hochwertige Produkte wählen, die sich durch Frost- und Witterungsbeständigkeit auszeichnen. Wer hier spart, spart am falschen Ende – denn: Das Verlegen kostet weit mehr als das Material.

Folgende Materialien kommen zum Pflastern von Einfahrten infrage:

Betonsteine zum Pflastern der Einfahrt

Einfaches Beton-Rechteckpflaster ist das preiswerteste Pflastermaterial überhaupt. Inzwischen gibt es auch versiegelte Betonsteine, die deutlich teurer sind. Ihr solltet aber bedenken, dass keine Versiegelung einer Belastung durch Autoreifen (Schmirgel-Effekt) und/oder Schneeräumen auf Dauer gewachsen ist.

Beton hat eine leicht poröse Oberfläche. Deshalb ist Betonpflaster auch bei gefrierender Nässe rutschfest. Betonsteine sind auch bei Feuchtigkeit weniger rutschig als Granitpflaster und viele andere Natursteine.

Betonsteine sind maßgetreu und deshalb auch für Laien einfach zu verlegen. Die Maßgenauigkeit hat aber auch einen Nachteil. Die Unterseite ist glatt, deshalb verrutschen Betonsteine bei starken Belastungen. In Einfahrten wandern sie zur Seite. Deshalb benötigen sie immer eine Randbefestigung, wenn sie in Einfahrten als Pflaster genutzt werden.

Die Hersteller bieten zudem Betonsteine an, die Regenwasser durchlassen, also versickerungsfähig sind. Solche Beläge werden von manchen Kommunen aus Umweltschutzgründen gefordert.

Ein Mann pflastert mit Betonsteinen
Betonsteine werden auf ein Splittbett gelegt. Das ist die ideale Kombination für belastbare Untergründe. © Getty Images/iStockphoto

Natursteine zum Pflastern der Einfahrt

Natursteine sind hochwertig und haltbar. Naturpflaster aus Granit, Porphyr, Sandstein oder anderem Material wird nicht wie Betonsteine gegossen. Maschinen schlagen die Steine aus Felsen heraus und bringen sie in die richtige Form. Deshalb ist kein Stein exakt wie der andere. Wer seine Einfahrt damit pflastert, braucht sich keine Gedanken über verrutschende Steine machen. Sie verzahnen sich mit dem Untergrund und liegen sicher. Allerdings macht die unterschiedliche Form der einzelnen Natursteine das Verlegen schwerer und ist eher etwas für Profis.

Zudem ist Natursteinpflaster bei überfrierender Nässe glatt. Da die Fugen als natürliche Rutschbremse wirken, ist es sinnvoll möglichst kleine Steine zu wählen. Ein Mosaikpflaster bietet auch im Winter sicheren Halt.

Naturstein versiegelt die Fläche immer. Wer ein Naturstein-Pflaster wählt, sollte die Kanalgebühren im Hinterkopf behalten.

Die Einfahrt zu einer Doppelgarage
Visitenkarte und Funktionsträger: Die gepflasterte Einfahrt, hier mit Natursteinen. © Getty Images/iStockphoto

Rasengittersteine zum Pflastern der Einfahrt

Diese Steine aus Beton haben große Öffnungen, die mit Erde aufgefüllt werden. Die Steine werden dann mit einer dünnen Erdschicht bedeckt und mit Rasen begrünt. So entsteht eine grüne Auffahrt, welche hohen Belastungen standhält.

Fahrspuren sind aber dennoch sichtbar und bei hoher Frequenz erinnern solche Einfahrten manchmal sogar an Feldwege.

Der Vorteil: Die Steine sind wasserdurchlässig. Das bedeutet mehr Sickerwasserfläche und damit weniger Niederschlagswassergebühr.

Rasengittersteine mit Gras
Die unversiegelte Fläche bei Rasengittersteinen zählt als Sickerwasserfläche. © Getty Images/iStockphoto

Was kosten Pflastersteine für die Einfahrt?

Je nach Steinart kosten Pflastersteine entweder pro Stück oder pro Quadratmeter. Für einfache Betonsteine müsst ihr mit etwa zehn Euro pro Quadratmeter rechnen. Versiegelte Betonsteine können 50 bis 70 Euro pro Quadratmeter kosten.

Der preisgünstigste Pflasterstein aus Naturstein ist Granit-Kleinpflaster. Es kostet pro Quadratmeter ab etwa 40 Euro. Andere Steinarten können bis weit über 100 Euro pro Quadratmeter kosten.

Dazu kommen Kosten für den Untergrund (Vorbereitung) und für das Fugenmaterial. Auch das Setzen von Rasenkanten oder Rasenborden kostet nochmals extra.

Nicht vergessen dürft ihr die Kosten für zusätzliches Material wie Kies und Schotter oder auch Gebühren oder Kosten für den Abtransport und die Entsorgung von Altmaterial, das aufgenommen werden muss.

Falls ihr die Pflastersteine nicht selbst verlegt, kommen noch die Kosten für den Garten- und Landschaftsbauer hinzu.

Hier kommt ein Preisbeispiel für das Pflastern einer Einfahrt mit Betonsteinen:

Einfahrt Pflastern - Beispielrechnung mit 30 Quadratmetern

  • Kosten (ca.)
  • Fläche 30 Quadratmeter
  • Aushub
  • 7 Euro/qm
  • 210 Euro
  • Schotterunterbau
  • 20 Euro/qm
  • 600 Euro
  • Aushub abfahren
  • 5 Euro /qm
  • 150 Euro
  • Splittbett auslegen
  • 2 Euro/qm
  • 60 Euro
  • Pflastern
  • 40 Euro/qm
  • 1.200 Euro
  • Material
  • Unterbau (Schotter, Split)
  • 150 Euro pro Kubikmeter
  • 1.500 Euro
  • Betonsteinpflaster
  • 20 Euro/qm
  • 600 Euro
  • Randsteine
  • 4 Euro pro laufender Meter
  • 80 Euro
  • Gesamtkosten
  • 4.400 Euro

Material- und Arbeitskosten für das Pflastern einer Einfahrt mit 30 Quadratmetern Fläche durch eine Fachfirma:

Welche Verlegemuster eignen sich für die Einfahrt?

Natürlich spielt auch das Aussehen beim Kauf von Pflastersteinen eine Rolle. Egal ob rot oder schwarz, groß oder klein: Euer Geschmack entscheidet! Im Handel gibt es eine Unzahl von verschiedenen Steinen. Vom Antikpflaster bis hin zu schlichten Betonsteinen.

Doch die Steine machen nur die eine Hälfte der Optik aus. Ganz entscheidend ist dabei das Verlegemuster. Das orientiert sich zum einen am Einsatzzweck und der Steinart, zum anderen jedoch am individuellen Geschmack.

Für Einfahrten empfehlen sich meist Verlegemuster mit wenig Fugen. Das macht das Reinigen leichter. Zudem solltet ihr vor allem bei Betonsteinen ein Verlegemuster wählen, in dem die Steine möglichst stabil liegen.

Ein Mann reinigt die Einfahrt
Fugenlos verlegtes Pflaster erleichtert die Reinigung. © Getty Images/iStockphoto

Wenn die Pflastersteine einfach in Längs- oder Querrichtung in einer Reihe verlegt werden, besteht die Gefahr, dass sich die Pflastersteine durch den Druck, den Fahrzeuge ausüben, trotz der Randsteine gegeneinander verschieben. Je stärker die Pflastersteine durch das Verlegemuster miteinander verzahnt werden und je kürzer die Fugen sind, desto stabiler ist die Gesamtkonstruktion.

Empfehlenswert sind beispielsweise der Blockverband oder der Diagonalverband. Auch der relativ einfach zu verlegende Ellbogenverband ist geeignet.

Falls ihr euch unsicher seid, welches Muster am Besten bei euch in der Einfahrt funktioniert, wendet euch an einen Garten- und Landschaftsbauer. Diese sind zuständig für alle Pflasterarbeiten rund ums Haus und im Garten.

Bildergalerie: Klassische Verlegemuster in der Übersicht

Fazit: Das sind die richtigen Pflastersteine für eure Einfahrt

DEN richtigen Stein gibt es nicht. Zum Glück, kann man sagen. Denn die Vielfalt in Form, Farbe, Material und Verlegemuster gibt einen gewaltigen Gestaltungsspielraum. Da ist dann für jeden Geschmack etwas dabei.

Unser Tipp: Wählt belastbare und haltbare Steine, die sich entweder gut ins Gesamtbild des Hauses einfügen oder einen richtigen farblichen Kontrast dazu bilden. Welchen Pflasterstein ihr wählt, hängt natürlich zum einen von eurem Budget ab und zum anderen davon, ob ihr die Einfahrt selbst pflastern wollt oder Profis dafür engagiert.

Wenn Geld nicht die entscheidende Rolle spielt, seid ihr mit Natursteinen, die von einer Fachfirma verlegt werden, auf der sicheren Seite was die Haltbarkeit eurer Einfahrt betrifft. Hier sind dann auch ausgefallene Muster möglich.

Wer selbst pflastern will, wählt am besten Betonsteine und als Verlegemuster einen Reihenverband oder einen Blockverband. Diese Muster sind stabil und sehr einfach zu verlegen. Soll möglichst wenig Fläche versiegelt werden, dann sind Rasenpflastersteine oder versickerungsfähiges Betonpflaster eine gute Lösung.

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