Blick in ein Wohnzimmer mit gemütlichem Sofa und einem großen Bücherregal
© Getty Images / Valentina Barreto

Wohnen | Ratgeber

Bücher & Zeitschriften richtig lagern: Wohin mit der Lieblings-Lektüre?

Alexander

Bis vor wenigen Sekunden habt ihr noch tief mit der Nase in einem spannenden Schmöker gesteckt. Doch kaum ist das Buch ausgelesen, stellt sich die Frage: Wohin mit der Belletristik? Wir verraten euch, wie ihr Bücher und Zeitschriften abseits eurer Bücherregale sicher aufbewahrt.

Im Bücherregal stehen die Wälzer bereits dicht an dicht und in zweiter Reihe. Der Wohnzimmertisch steht von sich aus fest und braucht keinen Kippelschutz. Tja, und nun? Verkaufen, verschenken, gar wegschmeißen?

Bücher erzeugen eine wohnliche Aura, verleihen einem Zimmer Charakter und wirken sich positiv auf Gemüt und Raumklang aus. Aber: Bücher brauchen auch Platz. Im Laufe der Jahre immer mehr, denn private Kleinbibliotheken versprühen ihren ganz eigenen Charme. Und wer steht nicht gerne vor seinem Bücherregal und streicht über die Trophäen gelesener Erinnerungen?

Wer sich partout nicht von seinen Büchern und Zeitschriften trennen möchte, in seinem Zuhause aber keinen Platz mehr dafür findet, hat zum Glück noch andere Optionen. Je nach wohnlicher Situation bieten sich zum Beispiel Dachboden oder Keller für die Einlagerung ausgelesener Druckerzeugnisse an.

Allerdings gibt es vorab ein paar Punkte zu beachten, damit ihr auch Jahre später noch Freude am Wiederlesen habt. Folgende Punkte solltet ihr beachten.

Vorsicht vor zu viel Wärme und Feuchtigkeit

Grundsätzlich gilt: Bücher bestehen aus Papier und Papier ist empfindlich. Wärme, Licht und Feuchtigkeit sind Faktoren, die das Papier und damit die Qualität des Buches beeinträchtigen. Bücher haben es am liebsten schattig, kühl und trocken. Bei zu hoher Wärme verlieren sie an Form und Halt, da der Kleber in der Bindung spröde werden kann.

Ein Bücherstapel unter dem Fenster
Wer lange Freude an seinen (ausgelesenen) Büchern haben möchte, sollte sich um die richtige Lagerung kümmern. © Getty Images

Die Naturfasern, aus denen Papier hergestellt wird, reagieren auf direktes Sonnenlicht wie menschliche Haut: Sie verfärben sich. Bücher, die über einen längeren Zeitraum von der Sonne beschienen werden, verlieren an Farbe und bleichen aus. Darüber hinaus sorgt auch hier die Wärme für Schäden am Material.

Wer schon mal mit seinem Lieblingsroman die Zeit in der Badewanne vergessen habt, weiß, was zu hohe Luftfeuchtigkeit bei Büchern anzurichten vermag: Der Einband wird weich, die Seiten wellen sich, kleben zusammen und reißen ein. Im schlimmsten Fall sorgt zu viel Wasser in der Luft sogar für Schimmelbildung.

Das Schlafzimmer als Aufbewahrungsort für Bücher

Habt ihr noch freien Stauraum unter eurem Bett, den ihr problemlos erreichen könnt, bieten sich flache Plastikwannen, sogenannte Unterbettboxen, an. Idealerweise messt ihr vorher aus, wie hoch die Wanne sein darf, damit ihr sie noch unter das Bett schieben könnt. Je nach Größe der Unterbettbox finden darin ein paar Regelmeter Literatur Platz. Legt die Bücher flach in die Wanne und achtet darauf, sie mit den Rücken nach außen zu platzieren. Das schont die Ecken beim Hervorziehen der Wanne.

Um den Fußboden zu schützen, bieten sich Unterbettboxen mit Rollen* an. Sie reduzieren zudem den Kraftaufwand, den es kostet, die mitunter schweren Box zu bewegen. Ein Deckel sorgt dafür, dass Staub draußen bleibt. Unter dem Bett ist die verstaute Literatur gut geschützt gegen Wärme, Feuchtigkeit und direktem Licht.

Wer im oder auf dem Kleiderschrank noch Stauraum übrig hat, kann auch hier tätig werden. Statt Plastikwannen bieten sich hier Bücherkartons an, wie man sie zum Beispiel vom Umzug kennt. Die verstärkten Kisten aus Pappe sind in verschiedenen Größen erhältlich, um platzsparend im Schrank zu verschwinden, etwa hinter den Jacken oder auf dem Hutregal. Wenngleich die Schranktüren bereits vor Staub schützen, sollten die Bücherkartons dennoch mit einem Deckel verschlossen werden.

Bücher im Keller lagern: Darauf solltet ihr achten

So gut die Bücherkartons zur Aufbewahrung in der Wohnung geeignet sind, so unpraktisch sind sie im Kellerraum. In den meisten Fällen ist das Raumklima in den Untergeschossen zu feucht, um Pappe und Papier dauerhaft zu konservieren. Wer dennoch keine Alternative zum Keller hat, sollte auf Umzugs- und die gern genommenen Bananenkartons verzichten. Bücher und Zeitschriften bevorzugen eine Luftfeuchtigkeit bis zwischen 35 und 50 Prozent. Die Raumtemperatur sollte idealerweise bei 15 bis 20 Grad liegen.

Wenn ihr Bücher und Zeitschriften im Keller aufbewahren wollt, nutzt dafür geschlossene Kunststoffboxen. In Baumärkten und online findet ihr passende Behälter. Haltet hier Ausschau nach Deckeln mit Gummidichtung, die zusätzlich vor eindringender Nässe schützen. Wollt ihr auf Nummer sicher gehen, könnt ihr eure gelesenen Schmöker zusätzlich vakuumverpacken. Die entsprechenden Vakuumbeutel (gibt's zum Beispiel bei Amazon)* lassen sich mit einem Staubsauger luftdicht verschließen.

Packt die Bücherkisten im Keller nicht auf den Boden, sondern in Regale, die bestenfalls aus Metall sind, da Holz Feuchtigkeit zieht. Darüber hinaus sollten die Regale nicht an Außenwänden stehen, sondern an innenliegenden Wänden, da Temperatur und Luftfeuchtigkeit hier die besten Bedingungen liefern. Mithilfe eines Hygrometers könnt ihr die Luftfeuchte im Kellerraum überwachen – am besten schon eine Zeitlang, bevor ihr die Bücher dorthin auslagert. Sorgt für regelmäßigen Luftaustausch, um den Keller dauerhaft als Lagerraum zu nutzen. Lüftet im Sommer morgens und abends, im Winter tagsüber.

Weitere Tipps zum richtigen Lüften in Kellerräumen findet ihr in folgendem Ratgeber:

Keine gute Idee: Bücher auf dem Dachboden lagern

Dachböden, die als solche genutzt werden, sind oft schlecht isoliert. Die mangelnde Wärmedämmung sorgt unter dem Dach für hohe Temperaturschwankungen, was bedrucktem Papier überhaupt nicht bekommt. Ist die Luft zu trocken, wird das Papier brüchig, ist sie zu feucht, droht Schimmelbefall.

Als Naturprodukt ist das Buch willkommene Nahrungsquelle für allerlei Ungeziefer, wie Silberfische, Läuse und Larven, die sich häufig auf Dachböden und in Kellern häuslich einrichten. Sind Bücher und Zeitschriften nicht ausreichend geschützt, richten Schädlinge immer größere Schäden daran an. Gleiches gilt auch für Marder. Finden sie Zugang zum Dachboden, nutzen sie diesen gerne als Unterschlupf und Beutelager. Abgesehen von dem Lärm und dem Gestank sind Bücher und Zeitschriften dann natürlich besonders gefährdet.

*Dieser Beitrag wurde um sogenannte Affiliate-Links ergänzt. Dadurch bekommen wir bei Kaufabschluss einen kleinen Anteil der Provision.

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