Ein auf einem Bett hüpfender Junge
© Getty Images/RooM RF

Wohnen | Ratgeber

Wenn das Bett quietscht & knarrt: 5 Tipps für schnelle Hilfe

Michael Penquitt

Michael Penquitt

Wenn das Bett bei jeder Bewegung störende Geräusche von sich gibt, rückt der erholsame Schlaf in weite Ferne: Hier gibt's schnelle Hilfe bei quietschenden Betten.

Wenig ist so wichtig wie ein erholsamer Schlaf. Blöd nur, wenn Lärm und andere Geräusche das verhindern. Besonders blöd, wenn diese Geräusche direkt neben dem eigenen Gehörgang entstehen. Wir sprechen nicht von dem schnarchenden Partner neben euch, sondern von dem Bett selbst, das euch eigentlich diese erholsamen Stunden in der Nacht erst ermöglichen sollte.

Quietschende und knarrende Geräusche im Bett haben unterschiedliche Ursachen. Ihr müsst also zunächst herausfinden, wo genau der Krach herkommt.

Ursachen finden: Warum quietscht das Bett?

Diese Detektivarbeit erledigt ihr am besten zu zweit: Während sich eine Person auf der Matratze wälzt und dreht, inspiziert die andere das Bett und hört genau hin, woher die Geräuschentwicklung stammt. In vielen Fällen lässt sich schon hier herausfinden, wo das Problem liegt. Wenn ihr an dieser Stelle aber noch nicht weitergekommen oder euch nicht sicher seid, was das Knarren oder Quietschen verursacht, ist eine gezieltere Untersuchung vonnöten.

Nehmt die Matratze vom Bett und legt sie auf den Boden. Das geht natürlich nur, wenn es sich nicht um ein Boxspringbett handelt. Ist die Matratze eine alte Federkernmatratze, kann sie der Übeltäter sein. Legt euch drauf, bewegt euch ein wenig. Meistens könnt ihr daraufhin die Matratze ausschließen. In dem Fall wendet ihr euch dem Bettgestell und dem Lattenrost zu.

Liegt der Lattenrost fest im Rahmen oder hat er etwas Spiel? Wenn er wackelt und rutscht, können dabei Quietschgeräusche entstehen. Ihr erkennt immer noch kein Problem? Dann nehmt auch den Lattenrost aus dem Gestell und legt ihn auf den Boden. Macht auch hier einen Test: Drückt und belastet die Latten, um herauszufinden, ob etwas knarrt.

Anschließend widmet ihr euch dem Bettgestell. Möglicherweise erkennt ihr schon auf den ersten Blick etwaige Beschädigungen. Rüttelt ein wenig an den Eckpfosten, am Kopfteil und an den Auflageleisten, auf denen sonst der Lattenrost liegt. Spätestens jetzt solltet ihr erfahren, wo die Störquelle liegt.

Ursache beheben: 5 Tipps gegen quietschende Betten

Von der Natur des vorliegenden Problems hängt ab, wie ihr die Geräusche nun beseitigt. Hier einige Lösungsvorschläge:

  1. Wenn ihr keine sichtbare Beschädigung erkannt habt, sollte der erste Schritt immer sein, alle Schrauben nachzuziehen. Mit der Zeit lockern sie sich und erlauben dem Gestell mehr Spiel. Unterlegscheiben minimieren den Freiraum zwischen Schraubenkopf und Rahmen und helfen dabei, die Schrauben fester zu ziehen.
  2. Holz arbeitet bekanntlich. Da kann es schon mal sein, dass die Einzelteile des Betts nicht mehr so gut ineinander passen wie einst. Wenn das Bett aus Holz besteht und die einzelnen Teile statt mit Schrauben mit Holzdübeln zusammengehalten werden, kann es sein, dass auch diese irgendwann nicht mehr so fest sitzen. Umwickelt in dem Fall die Holzdübel mit einer Schicht durchsichtigen Klebebands und schlagt die Dübel mit einem Hammer wieder vorsichtig in die dafür vorgesehenen Löcher.
  3. Häufig entstehen knarrende und quietschende Bettgeräusche durch die Reibung unterschiedlicher Konstruktionsteile aneinander. Diese könnt ihr unbesorgt und beherzt mit Schmiermittel behandeln. Für Holz geeignet sind Kernseife, Kerzenwachs und Paraffin, das ihr in Form von Riegeln im Handel erhaltet. Metallgestelle lassen sich gut mit dem bekannten Kriechöl WD-40* (Anzeige) oder einem Silikonschmiermittel aus dem Baumarkt behandeln. Solltet ihr nicht gut genug an die Reibungspunkte gelangen, müsst ihr das Bett wohl oder übel erst auseinandernehmen, die Teile einschmieren und sie dann wieder zusammensetzen.
  4. Wenn es der Lattenrost ist, der für schlaflose Nächte sorgt, liegt das häufig daran, dass er nicht fest im Bettkasten liegt. Dann klappert er gegen den Rahmen und knarrt an manchen Stellen. Etwas Stoff oder Kork als Polster helfen hier immer. Besonders empfehlenswert sind Filzgleiter* (Anzeige), die ihr an die entsprechenden Stellen klebt.
  5. Ein möglicher Lärmerzeuger sind auch die beweglichen Kappen aus Gummi oder Kautschuk am Ende der Federholzleisten am Lattenrost. Diese werden mit der Zeit spröde und können dadurch für unangenehmes Knarren und Quietschen sorgen. Um dieses Problem zu beheben, müsst ihr allerdings den Lattenrost in seine Bestandteile zerlegen und die Kappen einzeln mit Silikonspray* (Anzeige) behandeln.

Sollte die Ursache doch in der Matratze liegen, hilft nur der Kauf einer neuen Matratze. Was ihr dabei beachten solltet, erfahrt ihr in folgendem Ratgeber:

*Produkthinweise erfolgen rein redaktionell und unabhängig. Durch die von uns platzierten Affiliate-Links bekommen wir bei Kaufabschluss einen kleinen Anteil der Provision.

Das wird dich auch interessieren